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FAR: Lone Sails (PC) Test

7

FAR: Lone Sails

7.0/10

Pros

  • Intuitiv bedienbar
  • genderneutral
  • Karge, aber sehr ästhetische Landschaften

Cons

  • Sehr langatmig
  • Wenig zu tun


Das schweizerische Indie-Game Entwicklerstudio Ocomotive gibt mit FAR: Lone Sails ihr Debüt. Dabei machen sie dem Genre Indie alle Ehre. Es handelt sich hierbei um ein atmosphärisches Spiel, dass euch in eine postapokalyptische Umgebung versetzt.

FAR: Lone Sails – Intuitives Gameplay

Normalerweise beginnen Spiele meistens mit einer Videosequenz und einem Tutorial, welches euch in die Story einführt und euch zeigt wie man das Spiel überhaupt steuert. Beides ist sinnvoll und praktisch. Je nach Tutorial lässt sich dann meist erahnen wohin die Reise geht. FAR: Lone Sails lässt – was einige Spieler freuen wird – das Tutorial komplett weg. Anders als bei anderen Spielen, wird es hier auch nicht gebraucht. Die Steuerung ist simpel und für jeden intuitiv bedienbar. Mit der berühmten WASD-Tastenkombi lässt sich schon viel machen und entdecken.

Viel zu entdecken gibt es anfangs nicht. Unser sehr winziger Avatar startet im Nichts. Außer einem rostigen, alten Gefährt ist weit und breit keine Spur von anderen Gegenständen oder Lebewesen zu sehen. Also bleibt uns nichts anderes übrig als hineinzusteigen und die paar Knöpfe, die es gibt zu drücken. Schnell hat man den Dreh raus und kann sich mit dem Gefährt vorwärtsbewegen kann.

FAR: Lone Sails – Die Reise beginnt…

Wohin wir fahren ist unklar. Da wir jedoch nur in eine einzige Richtung fahren können, bleibt uns nichts anderes übrig als einfach ohne Plan aufzubrechen. Das Gefährt mit dem wir unterwegs sind, erinnert an eine alte Dampflock. Wir fahren also gemächlich durch die Gegend – immer weiter und weiter. Vorbei an einem alten Hafen, Sandstränden, oder einzelnen industriellen Überresten begeben wir uns auf die Reise. Ob hier wohl einmal Menschen gelebt haben oder noch leben? Man könnte darauf schließen, aber vielleicht sind wir auch die einzigen auf dieser Welt.

Immerhin haben wir unser Gefährt, dass uns in dieser eher trostlosen Umgebung immer weiterfährt. Nach einiger Zeit lässt es sich sogar upgraden – hier ein Segel, dort ein Lötkolben. Zwar ist das Segel durchlöchert, aber man nimmt was man kriegen kann. Ab und zu bricht ein Feuer aus und die roten Alarmglocken gehen an, sodass man sich schnell um den fahrbaren Untersatz kümmern muss. Letztlich begrenzt sich der leider spielerische Teil auf die Pflege des rostigen Begleiters, um den man sich nach einiger Zeit gerne kümmert. Immerhin gibt es nicht anderes zu tun als das.

FAR: Lone Sails – I’m all alone

Ich glaube, dass das Spiel davon leben soll, dass man zum einen die leere Landschaft genießt und zum anderen von den Gedanken des Spielers, der nicht viel zu tun hat. Ich bin jemand, der sich von Natur aus viele Fragen stellt und den so ein Spiel triggert, um herauszufinden, ob man tatsächlich der einzige Mensch auf der Welt ist. Jedoch hat mich das ewige Fahren durch leere und triste Landschaft eher in eine einsame und traurige Stimmung versetzt. Tatsächlich glaube ich, dass dem Spiel der ein oder andere Storyansatz gut getan hätte.

Fazit
FAR: Lone Sails ist auf jeden Fall ein Spiel, dass einen eher ungewöhnlichen Spielverlauf hat. Es lebt von der Atmosphäre und der Musik. Ab und an gibt es ein paar hektische Momente, aber größtenteils fährt man durch eine karge Landschaft und hat nichts anderes zu tun. Dabei kommt auch mal das Gefühl von Langeweile auf. Ich finde schön, dass das Spiel ohne Tutorial gut auskommt und somit auch ohne große Sprachkenntnisse für jeden spielbar ist. Auch das Design des Avatars ist recht neutral gehalten, sodass sich Frauen und auch Männer, damit identifizieren können. Es ist also ein barrierearmes Spiel, was ich an dieser Stelle loben möchte. Die Schwerpunkte liegen weniger bei der Story, als bei der Ästhetik und der Atmosphäre. Wer atmosphärische Titel mag und eine Auszeit aus seinem hektischen und menschenreichen Alltag möchte, der ist dem Spiel genau richtig aufgehoben.
7
solide
Christine ist seit September 2017 als Redakteurin für Spieletester.de tätig.

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