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Ghost Recon Breakpoint (PS4) Closed Beta Review

Vom 05.09.2019 – 09.09.2019 fand die Closed Beta von Ghost Recon Breakpoint statt, das ab Anfang Oktober in den Läden steht. Wir haben die Closed Beta für euch gespielt und konnten im Rahmen dieser 2 Hauptmissionen, sowie eine Handvoll Nebeneinsätze spielen. Unsere Eindrücke vom Kurztrip nach Auroa lest ihr hier.

Ghost Recon Breakpoint – Ghost oder Wolf?

Ghost Recon BreakpointDas Setting von Ghost Recon Breakpoint lässt sich in wenigen Worten zusammenfassen: Auf der paradiesischen Insel Auroa hat eine Organisation namens Wolves die Macht an sich gerissen. Diese werden von einem ehemaligen Ghost angeführt, der im Spiel als Antagonist fungiert und eine Vergangenheit mit eurem Charakter hat. Als Ghost schickt man euch auf das Eiland, um für Ordnung zu sorgen. Dumm nur, dass die Wolves sich auch sämtliche Hightech der auf Auroa ansässigen Skell Technology unter den Nagel gerissen haben, so dass eure Einheit direkt bei der Ankunft aus der Luft geschossen wird. Wie durch ein Wunder überlebt ihr den Absturz und müsst euch zunächst erst einmal allein durch die Spielwelt kämpfen…

 

Ghost Recon Breakpoint – Ein Ghost kommt selten allein

Das gesamte Setting von Ghost Recon Breakpoint zielt darauf ab, euch ein Gefühl der Ohnmacht angesichts der feindlichen Übermacht zu vermitteln. Das gelingt zu Beginn auch ganz gut, da der Abschuss eures Helikopters und die Suche nach Überlebenden stimmig inszeniert werden. Sobald ihr dann allerdings in das Hauptquartier des heimischen Widerstands gelangt, kippt die Einzelkämpferstimmung. Denn scheinbar hielten es die Entwickler für eine gute Idee, dieses Hauptquartier auch zum Social Hub zu machen. Kommen wir also gerade nach einem knapp überlebten Helikopterabsturz im Hauptquartier an, treffen wir unvermittelt auf zig andere Spieler, die genau dasselbe erlebt haben. Das Gefühl, auf einer Insel voller Feinde auf sich selbst gestellt zu sein, geht damit leider bis auf Weiteres flöten.

Ghost Recon Breakpoint

Ghost Recon Breakpoint – Taktische Schusswechsel oder KI-Kanonenfutter?

Ghost Recon BreakpointZugegebenermaßen erwartet niemand von einem Spiel wie Ghost Recon Breakpoint eine oscarreife Handlung. Auch über den Immersionsbruch durch das Social Hub können wir hinwegsehen, wenn denn das Gameplay stimmt. Und hier können wir nach unserem Ausflug in die Beta sagen: grundsätzlich machen die Gefechte und die Erkundung der offenen und schön gestalteten Spielwelt ziemlich Laune. Vor allem, wenn ihr mit Freunden im Koop unterwegs seid, kommt schnell ein richtiges Spezialeinheiten-Feeling auf. Denn im Team könnt ihr euch ideal koordinieren und Gegner etwa von mehreren Seiten in die Mangel nehmen. Die verschiedenen Spezialisierungen als Scharfschütze, Sturmsoldat, Sanitäter oder Panther sorgen dabei für eine weitere Differenzierung der Rollen. Daher besteht kein Zweifel, dass Ghost Recon Breakpoint erst im Koop sein volles Potential entfaltet.

Bereits auf dem normalen Schwierigkeitsgrad konnten wir derweil feststellen, dass ihr mit simplem Rumgeballere in Ghost Recon Breakpoint nicht besonders weit kommen werdet. Das liegt wohl aber eher daran, dass die Gegner schlicht und ergreifend zumeist weit in der Überzahl sind und weniger daran, dass diese so klug agieren. Klar können wir nach der kurzen Zeit in Auroa noch keine finale Aussage über die Qualität der KI-Gegner treffen, allzu clever wirken sie bisher aber nicht auf uns.

Es hat uns aber sehr gefallen, dass menschliche Gegner nicht allzu viele Schüsse aushalten und bei Kopftreffern oft sogar sofort sterben. Das vermittelt ein realistischeres Shooter-Erlebnis als beispielsweise die Kugelschwämme aus The Division. Diese Funktion übernehmen dafür dann die zahlreichen Drohnen, was zunächst auch plausibel ist, da es eben Maschinen sind. Nichtsdestotrotz hoffen wir, im fertigen Spiel nicht übermäßig gegen Drohnen kämpfen zu müssen. Dies würde sich nämlich negativ auf das grundsätzlich sehr coole Spielgefühl auswirken, Teil einer schnell und tödlich agierenden Spezialeinheit zu sein.

Ghost Recon Breakpoint

Ghost Recon Breakpoint – Hier mal jemanden töten, da mal ein bisschen zerstören…Ghost Recon Breakpoint

Was das Missionsdesign betrifft, lässt sich nach der Beta noch nicht so viel sagen. Die beiden in der Beta verfügbaren Hauptmissionen spielen sich eher wie ein Prolog, an dessen Ende ihr das Hauptquartier samt unsäglichem Social Hub entdeckt. Die verfügbaren Nebenmissionen decken derweil das genretypische Spektrum an Aufgaben ab. Mal sollen wir eine Zielperson töten, mal eine andere Person befreien oder Funkanlagen zerstören. All das haben wir so oder so ähnlich schon oft genug gesehen und Ghost Recon Breakpoint gewinnt hier auch sicher keinen Innovationspreis. Wie es mittlerweile typisch für Spiele von Ubisoft ist, ist die Spielwelt voll mit Fragezeichen, die erforscht werden wollen. Leider verbargen sich bis dato hinter den meisten dieser Fragezeichen lediglich Ausrüstungskisten. Für uns entsteht so der Eindruck, dass die Spielwelt künstlich aufgefüllt wird.

Ghost Recon Breakpoint – Loot ohne Ende…

jApropos Ausrüstung, in Ghost Recon Breakpoint werdet ihr gefühlt an jeder Ecke Ausrüstung finden. Das ist allerdings aus unserer Sicht kein wirklich durchdachtes System. Denn während die Loot-Spirale z.B. in The Division hervorragend funktioniert, fühlt sich das Loot-System in Ghost Recon Breakpoint sehr aufgesetzt und nutzlos an. Zum einen wird es einfach schnell nervig, alle paar Meter sein Inventar auf bessere Ausrüstung zu checken.

Vor allem fehlt es den Massen an neuer Ausrüstung aber an spürbaren Auswirkungen im Kampf. Während etwa in The Division jede neue Waffe neue Werte mit sich bringt, die sich im Kampf auch spürbar auswirken, macht es in Ghost Recon Breakpoint im Grunde keinen Unterschied, mit welcher Waffe wir unsere Feinde um die Ecke bringen. Während es einerseits löblich ist, dass Gegner Kugeln nicht wie Schwämme aufsaugen, untergräbt gerade das die Notwendigkeit, ständig neue und bessere Ausrüstung zu finden. Insgesamt wirkt das Loot-System in Ghost Recon Breakpoint damit weder ausgereift noch überhaupt nötig. Es ist nebenbei auch nicht gerade förderlich für die Immersion, wenn an jeder Ecke Waffen herumliegen.

Ghost Recon Breakpoint – Wacklige Performance

Zum Schluss noch ein Wort zur Performance. Neben einem leichten Ruckeln, vor allem beim Fahren (das sich übrigens für unseren Geschmack viel zu hektisch anfühlt), hatten wir mit diversen Bugs und Glitches sowie sporadischen Abstürzen zu kämpfen. Insgesamt spielt sich all das aber noch im Rahmen dessen ab, was man von einer Beta erwarten kann. Daher sind wir auch zuversichtlich, dass Ubisoft die Performance bis zum Release in den Griff bekommt.

Ghost Recon Breakpoint – Ersteindruck

Mit Ghost Recon Breakpoint erwartet uns voraussichtlich ein würdiger Nachfolger von Wildlands. Die wunderschön gestaltete Spielwelt lädt zur Erkundung ein und die Gefechte machen, gerade im Koop, schon ordentlich Laune. Über die abgedroschene Story können wir da getrost hinwegsehen. Bleibt nur abzuwarten, ob das Spiel auch langfristig motivieren kann. Wir sehen nämlich die Gefahr, dass das gelungene Gameplay langfristig nicht über die sich bereits andeutende mangelnde Vielfalt an qualitativ hochwertigen Missionen hinwegtrösten kann. Das Loot-System empfinden wir derweil als absolut deplatziert, da der Loot im Grunde nutzlos ist und die quasi überall herumliegenden Loot-Kisten auch der Atmosphäre schaden. Was derweil das Social Hub und die missratene Fahrphysik betrifft, hoffen wir, dass Ubisoft auch hier noch einmal Hand anlegt.

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