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God of War (PS4) Test

Kriegsgott Kratos feiert in God of War sein Comeback. Nach über fünf Jahren taucht er mit einem Sohn, neuem nordischen Setting, neuer Waffe und einem schicken Vollbart wieder auf. Ob uns diese und weitere Neuerungen gefallen haben, im folgenden Artikel.

God of War – Eine beschwerliche Reise

Dieses Mal geht es in God of War nicht einfach darum ein ganzes Göttergeschlecht auszulöschen, sondern die Geschichte besitzt zwei wichtige Schwerpunkte. Zum einen: Das Versprechen, die Asche seiner Frau „Faye“ auf den höchsten Gipfel der Welt zu bringen. Zum anderen: die Beziehung und dessen Entwicklung zwischen Kratos und seinem Sohn „Atreus“.

Seinen Sohn will er auf diese schwierige Reise gar nicht mitnehmen nachdem Kratos, bei einer Hirschjagd und eines plötzlichen Kampfes gegen einen Troll, feststellt das sein Sohn noch nicht bereit ist. Jedoch taucht ein Fremder, an ihrer Hütte, auf. Dieser weiß, im Gegensatz zu Atreus, von Kratos Vergangenheit und ist, gezwungen gegen ihn zu kämpfen. Nach dem Kampf ist die Hütte nicht mehr sicher und Kratos muss seinen Sohn widerwillig mitnehmen.

Auf ihrer Reise durch Ruinen, Höhlen, Wälder und sogar anderen Welten müssen sie sich nicht nur vielen Monstern und Fallen, sondern auch ihren familiären Problemen stellen. Atreus kann, im Gegensatz zu Kratos, die Runen lesen, und kennt die Geschichten seiner Mutter über diese Welt. So redet Kratos, zu Anfang, nur mit seinem Sohn, wenn er seine Fähigkeiten braucht oder mit ihm schimpft. Dennoch liebt Kratos seinen Sohn und will ihn beschützen. Nur weiß der Kriegsgott oft nicht, wie er es zeigen soll. Auch Atreus liebt trotz allem seinen Vater und nimmt sich jeden Ratschlag von ihm zu Herzen und versucht sich ihm ständig zu beweisen.

God of War – Ganz neue Welten

Nachdem Kratos so gut wie jedes Wesen und jeden Gott in der griechischen Mythologie in den Boden gestampft hat, wurde es mal Zeit für einen Tapetenwechsel. Und das nordische Setting passt überraschend gut zu unserem immer wütenden Kriegsgott. Die Entwickler „Santa Monica Studios“ haben Midgard, mit seinen verschneiten Wäldern und Ruinen unglaublich gut getroffen. Aber nicht nur Midgard, sondern auch die anderen Welten sehen richtig toll aus. Keine Welt gleicht der anderen.

Auch die Wesen der verschiedenen Welten haben sie gut eingebracht. Von den Untoten Draugar, die uns ihm Wahn attackieren, Trolle, die mit mächtigen Hieben uns zerquetschen wollen, oder den Dunkelalben, die es mit List und Taktik versuchen. Aber es gibt nicht nur Feinde. Auf unserer Reise begegnen wir auch freundlichen Gestalten, wie der großen Weltenschlange „Jörmungandr“ oder auch Zwergen.

Hinzu kommt noch das tolle Einflechten der nordischen Sagen. Diese werden durch Jötnar-Schreine oder Wissensmarkierungen von Atreus übersetzt, erzählt und in sein Tagebuch geschrieben. Hier werden aber, nicht so wie bei Marvel, die Götter mehr böse und gewalttätig dargestellt. Diese sind überall in der Welt verteilt und muss man suchen. Aber nicht nur Schreine, sondern auch Ressourcen, Ausrüstung und Nebenmissionen verleiten einem Mal vom Pfad, abzuweichen, und sich etwas mehr in der Welt umzusehen.

God of War – Eine Axt für alle Fälle

Da Kratos seine Kettenklingen nicht mehr besitzt, läuft er nun mit Axt und Schild den Gegnern entgegen. Die Leviathanaxt ist eine Universalwaffe mit Eiselement, die man nicht nur nutzt, um Gegner zu töten, sondern auch um verschiedenste Rätsel zu lösen. Dabei muss man die Axt oft werfen. Dies ist aber kein Problem für Kratos, denn mit einer kleinen Handbewegung kommt diese wieder zurück. Genau wie bei einem gewissen nordischen Gott.

Die Axt kann auch noch mit verschiedenen Runenzaubern ausgerüstet werden und so spezielle Attacken erhalten. Aber das ist nicht das einzige Neue. Auch der Knauf kann geändert werden und ebenfalls die komplette Rüstung und Bewaffnung von Kratos und Atreus kann verbessert und mit Zaubern verstärkt werden. Dabei helfen uns ein paar Zwergenschmiede.

Die Axt, Rüstungen und Zauber geben Kratos nun Werte auf die Attribute: Stärke, Runen, Abwehr, Vitalität, Glück und Abklingzeit. So bekommt man noch mal die Wahl, wie man Kratos spielen möchte. Zum Beispiel als ein Krieger der viel Schaden macht, aber nicht viel aushält oder als eine Festung der Angriffe kaum noch was ausmachen. Jedoch braucht man Hacksilber und Materialien um seine Gegenstände zu verbessern.

God of War – Unterschätze niemals deinen Gegner

Neben dem neuen Herstellungssystem gibt es auch Neuerungen beim Fähigkeiten- und Kampfsystem. Kratos erhält hier nun „XP“ um neue Fähigkeiten für sich und Atreus, freizuschalten. Diese werden nun mittels Fähigkeitenbäume dargestellt und durch kleine Videos wird einem die Fähigkeit gezeigt, die man freischalten möchte. Die Bäume unterteilen sich in Schild-, Rage-, Fern-,Nah-, Magie- und Expertenkampf. Die letzten beiden Bäume sind für Atreus.

Die Kämpfe wurden durch eine nähere Kameraperspektive, als in den anderen Teilen, unübersichtlicher. Man muss sich nun mehr einzeln mit den Gegnern befassen und darauf achten nicht von anderen dabei attackiert zu werden. Dazu hat Kratos viele Möglichkeiten. Er kann zum Beispiel, seine Axt auf einen Gegner werfen, um ihn eine gewisse Zeit einzufrieren und so mit seinen Fäusten einen anderen Gegner vermöbeln. Durch Faustschläge und Pfeile wird zudem die Betäubungsleiste eines Gegners erhöht. Ist diese voll, kann Kratos sich den Feind packen und sofort ausschalten.

Atreus ist während der Kämpfe eine große Hilfe. Mithilfe seiner Pfeile lenkt er Gegner ab und er warnt Kratos, aus welcher Richtung Gegner attackieren wollen. Manche Gegner kann man sogar erst treffen, wenn Atreus sie mit einem Pfeil getroffen hat. Später hilft er sogar noch mehr mit, indem er auf Gegner springt oder sie in verletzlichen Situationen angreift.

Fazit
God of War hat ein geniales Comeback geliefert. Man merkt hier und da das sich die Entwickler an Spielen, wie „The Last of Us“ oder „Dark Souls“ orientiert haben, machen aber jedoch ihr komplett eigenes Ding. Die Welt und die darin enthaltenen Wesen sind wunderbar gestaltet. Die Geschichte und die Beziehung zwischen Kratos und Atreus werden genial erzählt. All die Neuerungen passen super ins Spiel hinein. Auch ihre Interpretation der nordischen Mythologie ist unglaublich gut. Man merkt in jedem Detail, wie viel Mühe sich jeder bei Santa Monica Studios gegeben hat. Einziges Manko: Man hat zu viel XP und Hacksilber übrig. Indem Fall wäre etwas weniger mehr.
Gut
  • Überzeugendes Comeback der Reihe
  • Wunderschöner Soundtrack
  • gelungene Interaktionen zwischen Vater und Sohn
  • Geniales Kampfsystem
  • Tolle Umsetzung der nordischen Mythologie
  • Hervorragende Geschichte
  • Andere Welten freischaltbar
  • Abwechslungsreiche Rätsel
Weniger Gut
  • Kleine Schrift erschwert das Lesen
  • Muspel- /Niflheim nur für Arenakampf und Beute
  • Etwas zu viel XP und Hacksilber
10
Perfekt

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