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Hypergun (PC) Test

User Rating: 6

Hypergun

6

Hypergun

6.0/10

Pros

  • Über 150 Waffenmodifikationen
  • Guter Soundtrack
  • Schnelles Gameplay

Cons

  • Eintöniges Leveldesign
  • Wenig Gegnerauswahl
  • Anstrengendes Unlocksystem

Hypergun ist schnell, bunt und abgedreht. Doch ob der neue Roguelite-Shooter mit der fetzigen Discomusik auch spieltechnisch überzeugen kann, erfahrt ihr im folgenden Artikel.

Vor kurzem berichtete ich mit Mothergunship erst über den neuen Roguelite-Shooter aus dem Hause Terrible Posture Games (siehe hier). Das Spiel war schnell, actionreich und basierte auf seinen abgedrehten Waffen. Als mir also angeboten wurde, mir Hypergun mal genauer anzuschauen, dachte ich zunächst: „Hab ich das nicht schon gespielt?“ Tatsächlich klingen die beiden Titel auf dem Papier recht ähnlich.

Auch in Hypergun müsst ihr eine Alieninvasion stoppen. Zumindest virtuell. Als Mitarbeiter des Konzerns DevTech Labs seid ihr mitverantwortlich für die Entwicklung der sogenannten Hypergun. Eine Waffe, die euch in einer Alieninvasion den Hintern retten soll. Als ihr euch eines Nachts in das Labor der Firma schleicht, landet ihr dabei in der Hypergun-Testkammer und werdet dadurch das neue Versuchskaninchen der Firma. Jetzt liegt es an euch, die Hypergun auf Herz und Nieren gegen virtuelle Aliens zu testen und die Simulation zu besiegen.

Hypergun – Wir bauen uns eine Waffe

Hypergun 22 Das Kernelement des Spiels sind die zahlreichen Funktionen der Hypergun. Startet ihr einen Run, beginnt ihr zunächst mit einem simplen Sturmgewehr. Während ihr euch durch die einzelnen Ebenen kämpft, findet ihr jedoch diverse, zufallsgenerierte Waffenmodifikationen.

Und genau hier unterscheidet sich Hypergun vom Genre-Konkurrenten Mothergunship. Denn während ihr euch in letzterem die Waffe akribisch selbst zusammenbasteln müsst, werden in Hypergun einfach alle gefunden Teile sofort an der Waffe angebracht. Ihr müsst also nicht abwägen, ob ihr noch genug freie Slots für ein bestimmtes Upgrade habt.

Insgesamt stehen euch in Hypergun dabei mehr als 150 verschiedene Upgrades zur Verfügung. Jedes aufgesammelte Upgrade gibt euch dabei in der Regel einen bestimmten Statboost oder -malus, oder gewährt eurer Waffe einen sekundären Feuermodus. Was genau die einzelnen Upgrades machen, könnt ihr im Voraus leider nicht sehen. Hier gilt also Trial & Error. Erst sobald ihr sie aufgesammelt habt, seht ihr ihre Auswirkungen.

Was mir persönlich nicht wirklich gefallen hat, ist dass ihr viele der Upgrades zunächst freischalten müsst. Das ist zwar nicht unüblich für das Genre und soll in erster Linie den Wiederspielwert erhöhen, wirkt in Hypergun jedoch fast schon erzwungen. Um ein neues Upgrade freischalten zu können, müsst ihr während eurer Runs Hypercoins sammeln. Diese bekommt ihr selten nach dem Zufallsprinzip für das Absolvieren eines Raumes. Um alles freischalten zu können, braucht ihr daher so einige Spielstunden.

Hypergun – Neon Lights und krasse BeatsHypergun 22

Neben dem auffallend schnellem Gameplay, stechen besonders zwei weitere Aspekte heraus. Zum einen werdet ihr während des Spiels kontinuierlich von dem Soundtrack begleitet. Dieser ist zwar alles andere als schlecht, jedoch auch nicht gerade abwechslungsreich. So läuft beispielsweise in jedem Bosskampf dieselbe Musik. Da es pro Ebene nur einen einzigen Boss gibt, anstatt mit einer zufälligen Auswahl aus mehreren Bossen zu glänzen, hätte man mit abwechslungsreicherer Musik wenigstens für ein bisschen mehr Variation sorgen können.

Auf Dialoge und dergleichen wird übrigens auch komplett verzichtet. Wer also eine interessante Story erwartet, ist hier fehl am Platz. Mit Ausnahme einiger Notizen eurer Mitarbeiter, in denen eher unwichtige Dinge wie etwa eine Pizzabestellung thematisiert werden, werdet ihr hier nicht fündig.

Der andere auffällige Aspekt von Hypergun ist der starke Fokus auf Neonfilter und -effekte. Nahezu alles in Hypergun leuchtet in grellen, knalligen Farben. Kein Wunder also, dass dabei fast schon Discofeeling aufkommt. Leider hilft ein auffälliger Shader jedoch nicht dabei, eintöniges Leveldesign zu überdecken. Die einzelnen Räume unterscheiden sich optisch nämlich nicht allzu sehr und wirken allgemein eher zweckmäßig als optisch ansprechend.

Hinzu kommt die eher kleine Auswahl an Gegnern, denen ihr in dem Spiel begegnet. Diese setzen sich im Wesentlichen aus typischen Nahkampfgegnern, Fernkämpfern, die sich hinter ihren Schilden verstecken, fliegenden Gegnern und großen, bulligen Nahkämpfern mit Schilden zusammen. Das Ergebnis ist ein Roguelite-Titel, der sich trotz Zufallselementen schnell repetitiv anfühlt. Eigentlich ein Todesurteil für Genrevertreter.

Hypergun ist seit dem 23. August digital über Steam erhältlich.

Fazit
Mit Hypergun bietet NVYVE Studios einen schnellen, actiongeladenen Roguelite-Shooter, der sich an den gängigsten Elementen des Genres bedient. Die diversen Waffenupgrades sorgen für teils absurde und abwechslungsreiche Kombinationen. Leider konnten mich das repetitive Leveldesign und die eher geringe Abwechslung der Gegnertypen jedoch nicht so richtig überzeugen. Wer nach einem netten Roguelite-Shooter für zwischendurch sucht, macht mit Hypergun jedoch sicher nichts falsch.
Gut
  • Über 150 Waffenmodifikationen
  • Guter Soundtrack
  • Schnelles Gameplay
Weniger Gut
  • Eintöniges Leveldesign
  • Wenig Gegnerauswahl
  • Anstrengendes Unlocksystem
6
adäquat
... ist seit Februar 2017 als Redakteur für Spieletester.de tätig. Er ist ein waschechter PS4 Freak, hat 40 Platin Trophies und liebt Herausforderungen wie Dark Souls, Bloodborne oder Nioh.

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