Iconoclasts

9

Iconoclasts

9.0/10

Pros

  • Gutes Kampfsystem
  • Interessante Rätsel
  • Spannende Story
  • Abwechslungsreiche Charaktere
  • Große, offene Welt

Cons

  • Keine Übersichtskarte

Mit Iconoclasts erscheint ein Action-Platformer der Extraklasse. Was uns an dem Spiel gefallen hat, erfahrt ihr im folgenden Artikel.

Wenn wir in der Redaktion über das Genre der Action-Platformer sprechen, fallen früher oder später immer zwei Namen. Mega Man und Metroid. Beide Spielereihen sind bis heute Aushängeschilder der jeweiligen Publisher und haben im Laufe der Jahre riesige Fanbases aufgebaut.

Zeitgleich müssen wir jedoch jedes Mal mit Bedauern feststellen, dass es in den letzten Jahren immer ruhiger um das Genre geworden ist. Umso mehr habe ich mich darüber gefreut, Iconoclasts testen zu dürfen. Denn das Spiel verbindet die klassischen Features des Genres mit einer tiefen, überzeugenden Story.

Iconoclasts – Ein Leben auf der Flucht

Die Welt von Iconoclasts lässt sich trotz der bunten, hübschen Aufmachung am ehesten als düster und dystopisch beschreiben. Die Zivilisation hat sich zu einer theologischen Diktatur entwickelt, in der das Wort einer dubiosen Gottheit über das Leben jedes einzelnen bestimmt. An der Spitze stehen dabei „Mutter“ und der One Concern. Dieser ist verantwortlich für das Verteilen der wichtigsten Ressource, dem Elfenbein, welcher als Treibstoff für sämtliche Maschinen genutzt wird. Dabei ist es lediglich autorisierten Mitgliedern des Konzerns erlaubt, mit der Ressource in Kontakt zu kommen.

Doch nicht jeder ist bereit, nach den Regeln zu spielen. Besonders da der Konzern nicht jedem Bürger dieselbe Aufmerksamkeit zukommen lässt. Hier kommt unsere Heldin Robin ins Spiel. Als Tochter eines Mechanikers ist sie bereit in die Fußstapfen ihres Vaters zu treten. Mit Hilfe ihres Schraubenschlüssels hilft sie ihren Mitmenschen daher im Verborgenen bei den Reparaturarbeiten, die der One Concern ignoriert. Wenngleich Robins Absichten rein sind, macht sie das zu einer Sünderin. Als solche wird sie vom Konzern gejagt und sieht sich gezwungen, sich mit ihren Verbündeten gegen „Mutter“ und den One Concern aufzulehnen.

Aufgepeppt wird die Story dabei durch die gekonnte Mischung von Humor und Ernsthaftigkeit. Zudem überzeugen die diversen, unterschiedlichen Charaktere. Unterstützt wird das Ganze dabei von einem Soundtrack mit Ohrwurmpotenzial.

Iconoclasts – Spannende Kämpfe und clevere Rätsel

In Iconoclasts erforscht ihr als Robin eine große, offene Welt im 2D-Stil. Dabei lassen sich im Wesentlichen zwei verschiedene Gameplayaspekte identifizieren. Zum einen werden ihr auf euren Reisen immer wieder auf Monster treffen, die ihr mit Hilfe diverser Kampffähigkeiten, wie etwa einer Stampfattacke, eurem Taser oder dem Schraubenzieher bezwingen müsst. Jeder Gegnertyp hat dabei verschiedene Schwächen, welche ihr zunächst via Trial & Error herausfinden müsst.

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Neben den Kämpfen helfen eure Fähigkeiten euch jedoch auch beim zweiten großen Aspekt von Iconoclasts, den Rätseln. Hier müsst ihr beispielsweise mit euren Bomben Druckplatten bedienen oder mit eurem Schraubenzieher an magnetischen Leitungen entlang rutschen. Die Rätsel gestalten sich insgesamt recht abwechslungsreich.

Zur Hochform läuft Iconoclasts jedoch bei den Bosskämpfen auf. Hier müsst ihr nämlich eure Gadgets und Fähigkeiten sowohl zum Kämpfen, als auch zum Lösen von Rätseln einsetzen. Denn um den Boss überhaupt anfällig für eure Angriffe zu machen müsst ihr oftmals während des Kampfes kleinere Aufgaben erledigen. Dadurch gestalten sich die Bosse jedes Mal aufs Neue spannend.

Iconoclasts – Einmal aufmotzen bitte

Während eurer Erkundungstouren in der Welt von Iconoclasts werdet ihr immer wieder auf Schatztruhen stoßen. Diese werden meistens von Gegnern beschützt oder winken als Belohnung für besonders knifflige Rätsel. Erreicht ihr die Truhe winkt eines von vier Materialien, die ihr im Spiel sammeln könnt. Eine Übersichtskarte hätte das Erkunden der Welt dabei erleichtern können.

Mit den gesammelten Materialien könnt ihr dann an Werkbänken sogenannte Optimierungen herstellen. Diese gewähren echt verschiedene Boni, wie etwa eine erhöhte Bewegungsgeschwindigkeit oder die Fähigkeit, länger unter Wasser die Luft anzuhalten.

Robin kann dabei jederzeit drei Optimierungen zeitgleich ausrüsten. Bekommt ihr jedoch zu viel Schaden, werden eure Optimierungen vorübergehend deaktiviert. Um sie erneut zu aktivieren müsst ihr Gegner besiegen, ohne Schaden zu nehmen.


Fazit

Iconoclasts repräsentiert mit viel Charme das Genre der Action-Platformer. Das Spiel verfügt über eine gesunde Mischung aus spannenden Kämpfen und fordernden Rätseln. Auch die Bosskämpfe sind gut gestaltet. Lediglich eine Übersichtskarte hätte ich mir gewünscht.

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