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MachiaVillain (PC) Test

In MachiaVillain schlüpft ihr in die Rolle eines bösen Architekten. Wie uns der Gruselvilla-Simulator gefallen hat, erfahrt ihr im folgenden Artikel.

Vor Kurzem erschien das über Kickstarter finanzierte Horror-Aufbauspiel MachiaVillain aus dem Hause Wild Factor. Das bis dato noch eher unbekannte Indie-Team arbeitet bereits seit 2016 an ihrem Debüt. Wir haben uns vorab die Beta des Spiels für euch anschauen können.

Rein optisch erinnert MachiaVillain stark an Klei Entertainments Permadeath-Adventure Don’t Starve. Spielerisch hingegen orientiert sich das Spiel jedoch eher an dem Aufbaustrategiespiel Prison Architect. Begleitet wird das Ganze von einem herrlich düsteren Soundtrack und einer guten Prise schwarzem Humor.

MachiaVillain – Endlich mal Chef sein

Als unzufriedener Handlanger eines Superschurken beginnt eure Reise in MachiaVillain am denkbar bösesten Ort von allen: Dem Amt. Schon nach wenigen Stunden Wartezeit dürft ihr euer Anliegen der Machiavellistischen Liga der Superschurken vortragen. Ehe ihr euch verseht, besitzt ihr auch schon euer eigenes Grundstück, samt Diener und Startkapital. Wenn es doch nur immer so einfach wäre.

Nun liegt es an euch, dass Beste aus der Situation zu machen. Eure Diener wollen ein gemütlich-gruseliges Zuhause und genügend Nahrung im Haus haben. Es gilt also Ressourcen zu sammeln, eure Villa zu bauen und ahnungslose Opfer in euer Mordhaus zu locken. Einfacher gesagt, als getan.

Um das Interesse eurer Nachbarn zu wecken, müsst ihr zunächst einen Arbeitstisch errichten. An diesem können eure Diener Briefe verfassen, welche man dann an euer künftiges Mittagessen verschickt. Je weiter ihr im Spiel fortschreitet, umso mehr Werbemöglichkeiten bekommt ihr. Stellt ihr euch gut an, werden aus den Briefen schon bald wahrhaft böse Spam-Mails.

MachiaVillain – Mörderisches Mikromanagement

Doch mit Opfern alleine ist es nicht getan. Als echter Superschurke darf ein entsprechendes Anwesen natürlich nicht fehlen. Um die vielen Aufgaben beim Errichten eurer (Alb-)Traumvilla und die alltäglich anfallenden Hausarbeiten, wie etwa das Zubereiten eurer Opfer, das Aufwischen der vielen Blutlachen oder die Arbeit im Labor bewältigen zu können, stellt euch die Schurkenliga freundlicherweise zu Beginn des Spiels drei zufällige Bedienstete zur Verfügung.

Damit ihr möglichst mühelos durch den Alltag kommt, könnt ihr euren Dienern mit Hilfe eines Arbeitsplans Aufgaben zuweisen und diesen Prioritäten verleihen. So könnt ihr beispielsweise sicherstellen, dass eure Angestellten erst dann Ressourcen sammeln gehen, wenn sämtliche Leichen zu Mittagessen verarbeitet und alle Blutlachen beseitigt wurden. Jeder Diener kann dabei jedoch nur begrenzt viele Aufgaben zugeteilt bekommen.

Zudem müsst ihr euch um die Bedürfnisse eurer Angestellten kümmern. Denn ein voller Bauch alleine, reicht nicht aus, um ein Monster bei Laune zu halten. Eine hübsche Einrichtung, die zugleich ausreichend böse wirkt, sowie ein gemütliches Bett dürfen auch nicht fehlen. Auch sämtliche Wehwehchen wollen versorgt werden. Kümmert ihr euch nicht gut genug um euer Personal, sinkt ihre Loyalität. Erreicht sie einen kritischen Wert, fangen eure Diener an zu randalieren. Nachdem sie eure Einrichtung etwas beschädigen machen sie sich dann permanent aus dem Staub.

MachiaVillain – Alle meine Monster…

Während ihr zunächst nur die Wahl zwischen Skeletten, Mumien, Zombies und Psychopathen habt, könnt ihr im späteren Verlauf zahlreiche weitere Horrorfiguren, wie etwa Vampire, Werwölfe, Dr. Frankenstein oder dessen Monster anheuern. Selbst der telepathisch begabte Autoreifen aus dem Trash-Movie Rubber steht euch zur Auswahl. Um jedoch neue Monster freizuschalten, benötigt ihr zunächst Bösinium.

Die Ressource mit dem einfallslosen Namen bekommt ihr als Belohnung von der Liga der Superschurken, wenn ihr euch beim Ermorden eurer Opfer an die Horrorfilmregeln haltet. So bekommt ihr beispielsweise Bonuspunkte, wenn sich euer Opfer bei seinem Ableben alleine in einem Raum aufhält. Jungfrauen sollten zuletzt sterben und lasst bloß die Finger von den Hunden eurer Opfer! Je mehr ihr euch an die Regeln haltet, umso mehr Bösinium winkt als Belohnung. Mit diesem könnt ihr dann euer Kryptalevel aufwerten, um mehr Diener freizuschalten.

Jeder Diener verfügt dabei über unterschiedliche Stärken und Schwächen. Manche Monster sind beispielsweise schneller, während andere dafür stärker sind. Zudem verfügt jede Dienerart über bestimmte Fähigkeiten, die sie im Kampf einsetzen kann. So können Vampire beispielsweise ihre Opfer hypnotisieren, während Skelette ihre eigenen Knochen als Wurfgeschosse nutzen können. Zwar leisten eure Opfer kaum Widerstand, erregt ihr jedoch zu viel Aufsehen, könnt ihr durchaus Besuch von ein paar mutigen Monsterjägern bekommen.

MachiaVillain – Fortschritt braucht seine Zeit

Um eure Villa jedoch mit modernem Schnickschnack wie Kreissägenfallen, geheime Drehtüren und Stachelböden ausstatten zu können, müsst ihr zunächst die notwendigen Voraussetzungen erfüllen. Dafür stehen euch sowohl das Labor, als auch die Fabrik zur Verfügung. Habt ihr diese in eurer Villa gebaut und einem eurer Diener die entsprechende Aufgabe aufgetragen, könnt ihr Forschungspunkte generieren oder fortgeschrittene Baumaterialien herstellen.

Dabei bietet MachiaVillain einige Forschungen und Objekte, die das Schurkenherz höherschlagen lassen. Um diese jedoch auch wirklich benutzen zu können, müsst ihr schon einiges an Zeit ins Farmen von Ressourcen investieren, wodurch sich der Fortschritt des Spiels streckenweise ganz schön ziehen kann. Glücklicherweise erhöhen sich die Skills eurer Diener, je öfter sie eine Tätigkeit ausführen. Dadurch werden sie in der jeweiligen Tätigkeit schneller.

Fazit
Mit MachiaVillain bietet Wild Factor ein spannendes Aufbauspiel mit vielen Anspielungen an die Horrorfilmkultur. Die einzelnen Monstertypen und die diversen Bauoptionen für eure Horrorvilla sorgen für reichlich Abwechslung. Das Spiel behält dabei durchgehend einen fairen Schwierigkeitsgrad und schafft es, durch zahlreiche Zufallsevents sogar beim dritten oder vierten Durchgang immer noch, den Spieler zu überraschen. Lediglich der zum Teil recht langsame Spielfortschritt mindert den Spielspaß an manchen Stellen.
Gut
  • Abwechslungsreiche Events
  • Viele Möbel und Fallen
  • Zahlreiche Monsterdiener
  • Diverse Anspielungen an beliebte Horrorfilme
Weniger Gut
  • Spielfortschritt teils recht langsam
9
Sehr gut
... ist seit Februar 2017 als Redakteur für Spieletester.de tätig. Er ist ein waschechter PS4 Freak, hat 40 Platin Trophies und liebt Herausforderungen wie Dark Souls, Bloodborne oder Nioh.

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