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Mutant Year Zero: Road to Eden (PS4) Test

Mutant Year Zero: Road to Eden

9

Mutant Year Zero: Road to Eden

9.0/10

Pros

  • Cooles, wenn auch geklautes Kampfsystem
  • Geniales Setting
  • Einzigartiges Charakterdesign
  • Gelungene Kombination aus Taktik und Open-World

Cons

  • Leider nur drei aktive Charaktere gleichzeitig
  • Gelegentliche Performance-Probleme

Ein Schwein, eine Ente und eine Füchsin ziehen durch eine postapokalyptische Welt. Was nach dem Anfang eines Witzes mit schlechter Pointe klingt, ist tatsächlich Realität im neuen Prototyp aus rundenbasiertem Strategiespiel und Open-World RPG Mutant Year Zero: Road to Eden des Entwicklerteams mit dem klangvollen Namen „The Bearded Ladies Consulting“. Wir haben uns das Spiel mit den verdächtig bekannten Spielelementen für euch angeschaut. Wie es uns gefallen hat, erfahrt ihr im folgenden Artikel.

Als ich zuerst von Mutant Year Zero: Road to Eden gehört habe, dachte ich mir zunächst: einen griffigeren Titel hätte man sich wohl nicht einfallen lassen können. Als ich dann das erste Artwork gesehen hatte, ein Schweinemann und eine Ente bewaffnet mit Armbrust und behelfsmäßiger Schrotflinte, vermischte sich meine Skepsis mit Neugier. Erste Bilder des Gameplays machten mir dann schnell klar: XCOM hat ein Mutantentier-Update bekommen. Oder etwa doch nicht?

Natürlich nicht. Mutant Year Zero: Road to Eden teilt zwar auffällig viele Gemeinsamkeiten mit dem rundenbasierten Taktik-Strategiespiel XCOM: Enemy Unknown, hat jedoch nichts mit diesem zu tun. Statt Mensch gegen außerirdische Bedrohung heißt es hier nämlich eher Mensch gegen Mensch. Oder wohl eher Mutant gegen verstrahlte Psychopathen.

Die Geschichte spielt nämlich in einer postapokalyptischen Welt, in der die Menschheit dem Aussterben nahe ist. Eine verheerende Seuche, die rote Pest, hat zahllose Leben ausgelöscht und die wenigen verbliebenen aus Paranoia, Angst und Dummheit gegeneinander aufgebracht. Dabei wurde auch nicht auf den Einsatz grausamer nuklearer Waffen, wie Atombomben verzichtet. Die Konsequenz daraus war ein nahezu unbewohnbarer Planet.

Die verbliebenen Menschen suchten unter der Führung des Ältesten Zuflucht auf der Arche, einer Art schwebendes Schiff, dass die Gefahren der Außenwelt draußen hält. Allerdings hat so eine Zuflucht seinen Preis. In diesem Fall Lebenswichtige Vorräte, wie Lebensmittel und Schrott zur Wartung der Maschinerie der Arche.

Doch Glücklicherweise hatte die Apokalypse noch eine weitere Auswirkung: Mutanten. Lebewesen mit außergewöhnlichen Fähigkeiten und enormer Widerstandskraft, denen die Strahlung der Außenwelt nichts ausmacht. Einige dieser besonderen Kreaturen helfen den Bewohnern der Arche, indem sie die Welt nach Vorräten durchsuchen und Gefahren in der Nähe der Arche unschädlich machen.
Bormin, der Schweinemann, sowie Dux, die Ente von dem Anfangs erwähnten Artwork gehören zu eben diesen Mutanten und stellen gleichzeitig eure beiden Startcharaktere dar. Nach einer kurzen Einführungsmission offenbart der Älteste euch auch schon euren Hauptauftrag. Der oberste Ingenieur der Arche, Hammon, und damit der einzige, der die Maschinen der Arche am Laufen halten kann, ist verschwunden. Es liegt an euch ihn unversehrt zurückzubringen. Scheitert ihr, scheitert die Menschheit. Ein ziemlich großer Auftrag für ein Schwein und eine Ente.

Mutant Year Zero: Road to Eden – Unbekannte Gefilde

In Mutant Year Zero: Road to Eden bewegt ihr euch durch eine große, offene Welt, die in einzelne Abschnitte unterteilt ist. In der Vogelperspektive übernehmt ihr die Kontrolle über eure Charaktere und erkundet dabei das Umland in der Nähe der Arche nach Hinweisen zu Hammons Verbleib. Beim Erkunden der Welt werdet ihr dabei immer wieder auf einzelne Gegnergruppen stoßen. Diese haben einen bestimmten Sichtradius.

Betretet ihr diesen, beginnt ein rundenbasierter Kampf à la XCOM: Enemy Unknown. Eure Charaktere und die feindlichen Einheiten bewegen sich dabei abwechselnd. Jeder Charakter verfügt über zwei Aktionspunkte pro Runde. Manche Aktionen, wie einfache Bewegung, nachladen oder heilen kosten euch nur einen Punkt. Andere Aktionen, wie schießen, sprinten oder Granaten werfen beenden eure Runde hingegen sofort.

Wollt ihr auf einen Gegner schießen, müsst ihr zunächst sicherstellen, dass ihr diesen auch seht, eure Waffe geladen und die Reichweite ausreichend ist. Anschließend bestimmen diverse Faktoren, wie etwa Deckung, eure Waffenart oder die Distanz zum Ziel wie wahrscheinlich ihr euren Feind trefft. Dabei wird jedoch nur 25%-Schritten gemessen. Eine genaue Angabe wie bei XCOM gibt es nicht.

Befindet ihr euch noch nicht im Kampf, könnt ihr euch frei in einzelnen Gebieten bewegen. Dabei könnt ihr jederzeit den aktiv gesteuerten Charakter wechseln. Die anderen Charaktere könnt ihr dabei entweder automatisch folgen oder stationär bleiben lassen. Dadurch könnt ihr beispielsweise Gegnergruppen umzingeln und von mehreren Seiten gleichzeitig angreifen.

Zu jedem Zeitpunkt ist euer Team auf drei aktive Charaktere begrenzt. Andere Charaktere werden auf die Reservebank gesetzt. Ich persönlich fand dies eher schade, da mir alle spielbaren Charaktere wirklich gut gefallen haben und ich mich daher nur schweren Herzens für drei aktive Teammitglieder entscheiden konnte.

Solange ihr noch nicht entdeckt worden seid, könnt ihr auch vor Kampfbeginn versuchen, eure Feinde mit schallgedämpften Waffen auszuschalten. Dadurch erleichtert ihr euch die eigentlichen Kämpfe deutlich. Was auf dem einfachen Schwierigkeitsgrad nur eine nette Möglichkeit ist, wird gerade auf den höheren Schwierigkeitsgraden überlebensnotwendig. Denn die Kämpfe sind hier durchaus mehr als nur fordernd.

Mutant Year Zero: Road to Eden – Wenn’s mal nicht so läuft

Um euch die Kämpfe zu erleichtern, müsst ihr in den einzelnen Gebieten nach Schrott und Waffenteilen suchen. Während ersteres euch in der Arche als Währung dient, um Granaten, Medikits und Waffenmodifikationen zu kaufen, benötigt ihr letzteres zum Aufwerten eurer Waffen. Zudem könnt ihr in der Außenwelt vereinzelt auch Items wie Granaten und Medikits finden. In zumeist schwer bewachten Truhen findet ihr außerdem Rüstungen, Helme und neue Waffen.

Solltet ihr mit eurer Ausrüstung dennoch an einem Kampf festsitzen, könnt ihr in anderen Gebieten nach leichteren Gegnern suchen. Jeder besiegte Feind bringt eurem Team Erfahrungspunkte. Mit jedem Level Up erhaltet ihr Mutationspunkte. Mit diesen könnt ihr dann unterschiedliche Fähigkeiten für eure Charaktere freischalten. Jeder Charakter verfügt dabei über andere Fähigkeiten.

Diese unterscheiden sich in drei Kategorien: kleine Mutationen, große Mutationen und passive Mutationen. Während passive Mutationen durchgehend aktiv sind, könnt ihr die anderen beiden aktiv als Fähigkeiten im Kampf einsetzen. Nach dem Einsatz müsst ihr jedoch erst eine bestimmte Anzahl an Gegnern eliminieren, bevor ihr sie erneut einsetzen könnt. Pro Kategorie kann jeder Charakter eine Mutation aktivieren. Die aktiven Mutationen können jederzeit wie Ausrüstungsgegenstände ausgetauscht werden.

Wem die Kämpfe selbst auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad noch zu einfach sind, der kann sich bei Spielbeginn für den Eisenmutant-Modus entscheiden. In diesem speichert das automatisch nach jeder Kampfrunde. Manuelles Speichern ist hier nicht möglich. Zudem aktiviert ihr dadurch den Permadeath-Modus. Gefallene Teammitglieder lassen sich also nicht mehr wiederbeleben und scheiden für den Rest des Spielverlaufs aus. Der Eisenmutant-Modus ist für alle drei Schwierigkeitsgrade verfügbar.

Fazit
Mutant Year Zero: Road to Eden verbindet das viel gelobte Kampfsystem der XCOM Serie mit einem neuen Setting und Open-World Elementen. Anfängliche Skepsis aufgrund des meiner Meinung nach allmählich durchgekauten Postapokalypse-Settings wichen schnell der Begeisterung für die absurden Charaktere und das wirklich gelungene Artwork. Die große Gegnervielfalt und die unterschiedlichen Bereiche der frei zugänglichen Welt sorgen auch längerfristig für Spielspaß.
Gut
  • Cooles, wenn auch geklautes Kampfsystem
  • Geniales Setting
  • Einzigartiges Charakterdesign
  • Gelungene Kombination aus Taktik und Open-World
Weniger Gut
  • Leider nur drei aktive Charaktere gleichzeitig
  • Gelegentliche Performance-Probleme
9
Sehr gut
... ist seit Februar 2017 als Redakteur für Spieletester.de tätig. Er ist ein waschechter PS4 Freak, hat 40 Platin Trophies und liebt Herausforderungen wie Dark Souls, Bloodborne oder Nioh.

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