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Shadow of the Tomb Raider (PS4) Test

Auf der Gamescom hatte Shadow of the Tomb Raider bei mir schon einen positiven Eindruck hinterlassen. Die kurze Anspielsession hat ausgereicht, um die Spannung auf das Ende der Lara Croft-Trilogie hochzuhalten. Für das Ende der Trilogie haben die Entwickler Eidos Montreal und Crystal Dynamics im Vergleich zum letzten Teil nicht nur mächtig an der Grafik geschraubt, sondern auch großen Wert auf neue Gameplayfeatures gelegt. Man könnte meinen, dass die Entwickler gerade aus diesem Grund sich besonders bemüht haben. Nach dem Motto: Das Beste kommt zum Schluss. Ich habe mich mit Lara Croft nach Südamerika und in den Dschungel von Peru begeben. Welche Erfahrungen ich dort sammeln konnte, erfahrt ihr in den nachfolgenden Zeilen.

Shadow of the Tomb Raider – Wie in einem Spielfilm

Shadow of the Tomb Raider Nach nur wenigen Sekunden fühlt man sich in Shadow of the Tomb Raider aufgrund der fantastischen Grafik, wie in einem hollywoodreifen Spielfilm. In den Hauptrollen Lara und ihr treuer Begleiter Jonah. Zu beiden Protagonisten baut man als Spieler im Verlaufe der Geschichte eine emotionale Bindung auf. Nach wenigen Spielminuten überschlagen sich die Ereignisse und die Erde wird von einer Naturkatastrophe in Form von Überschwemmungen und Unwetter heimgesucht. Die Flutwellen kosten dutzenden Menschen das Leben und Lara ist an allem schuld. Zumindest ist Doktor Dominguez dieser Meinung. Er ist der Kopf der Geheimorganisation Trinity, mit denen wir schon in Rise of the Tomb Raider Bekanntschaft machen durften. Diesmal ist Trinity auf der Suche nach einem Maya-Dolch und hat sich für Ausgrabungsarbeiten in Südamerika niedergelassen.

Um Trinity zuvorzukommen hat Lara den Maya-Dolch aus dem Tempel an sich genommen, wodurch sie die erwähnte „Apokalypse“ ausgelöst hat. An dieser Stelle möchte ich nicht weiter auf die Geschichte eingehen. Vielmehr möchte ich nochmal zu den emotionalen Momenten zurückkommen, mit denen die Entwickler äußerst gut spielen. Die Gespräche zwischen Jonah und Lara lassen uns an ihren Gefühlen teilhaben und geben dem Spiel eine norme Tiefe. Die Mimik und Gestik beider Protagonisten ist außergewöhnlich und man könnte glauben, dass man sich gerade in einem Kinofilm befindet. Generell haben die Entwickler eine gute Balance zwischen actionreichen Ereignissen und emotionalen Momenten gewählt. Auf diese Weise schaffen sie ein abwechslungsreiches Spielerlebnis.

Außerdem haben die Entwickler auch kleinere Details in Spiel eingebaut. Lara und Jonah führen nämlich nicht nur in den Zwischensequenzen Gespräche, sondern auch wenn sie sich gerade auf Erkundungstour befinden. Dabei geht es vor allem darum, wie sie zu ihrem nächsten Ziel gelangen können.

Shadow of the Tomb Raider – Mit jedem Schritt dem Tod näher

Shadow of the Tomb RaiderNatürlich trifft Lara in Shadow of the Tomb Raider wieder auf zahlreiche Gefahren. In diesem Teil nehmen uns die Entwickler sogar in eine kurze Horror-Session mit und wollen unser Durchhaltevermögen auf die Probe stellen. Aus meiner Sicht ein gelungenes Feature. Die Spielwelt in Shadow of the Tomb Raider ist ziemlich abwechslungsreich gestaltet. Das globale Abenteuer führt Lara nach Südamerika und in den Dschungel von Peru. Im Dschungel kann sich Lara nie sicher sein. Hinter jedem Busch kann nämlich eine Bedrohung lauern. Zwischen Affen, Vögeln, Hasen und anderen harmloseren Tieren finden sich auch hungrige Jaguare.

Eine Flucht ist keine Option. Selbst auf einer niedrigen Schwierigkeitsstufe erweisen sich die Kämpfe gegen die Jaguare als äußerst anspruchsvoll. Warum Shadow of the Tomb Raider aus meiner Sicht die beste Atmosphäre im Vergleich zu den beiden anderen Teilen der Trilogie bietet, liegt vor allem an den abwechslungsreichen Spielszenarien. In einer Spielszene befinden wir uns in den Tiefen des Sees und müssen nach einem Ausweg suchen. Dabei werden wir das ein oder andere Mal von einer Muräne angegriffen. Lara bleibt kaum Luft zu atmen und uns bleiben nur wenige Sekunden Zeit vor dem Muränen-Angriff zu verteidigen. Auch vor Piranhas muss ich Lara in Acht nehmen. Deshalb solltet ihr euch nicht allzu lang im See aufhalten. Wie in den vergangenen Teilen müsst ihr eure Reaktionsgeschwindigkeit unter Beweis stellen und durch das schnelle Betätigen von angezeigten Knöpfen das Überleben von Lara sichern.

Shadow of the Tomb Raider

Shadow of the Tomb Raider – Anfänger oder Profi?

Shadow of the tomb Raider Shadow of the Tomb Raider bietet euch an, den Schwierigkeitsgrad individuell auf eure Fähigkeiten abzustimmen. Damit das auch gelingt, haben die Entwickler im Vergleich zu Rise of the Tomb Raider vier neue Schwierigkeitsgrade ins Spiel integriert. Auf diese Weise könnt ihr das Abenteuer und den Kampf gegen Trinity und das Lösen des Rätsels der uralten Maya-Prophezeiung noch nach eurem Belieben gestalten.

Abhängig von euren Einstellungen gestaltet sich die Interaktion mit der Spielumgebung deutlich schwieriger. Wie bei Rise of the Tomb Raider könnt ihr mit der Spielumgebung auf vielfältiger Weise interagieren.

Es erwarten euch viele Rätsel und die neu eingebauten Schwierigkeitsgrade stellen vor allem erfahrene Tomb Raider-Spieler auf die Probe. Insgesamt habt ihr jeweils vier Schwierigkeitsstufen zur Auswahl. Dabei könnt ihr die Gesamtschwierigkeit auswählen oder die Kampf-, Gelände,- und Rätselschwierigkeit manuell einstellen.

Der Schwierigkeitsgrad wirkt sich also nicht nur auf die Kämpfe gegen die schwer bewaffneten Trinity-Truppen aus. Ebenso müsst ihr euch auf herausforderndere Rätsel einstellen. Abhängig von eurem gewählten Schwierigkeitsgrad sind für Lara nämlich keine Hinweise sichtbar. Euch bleibt nur die Möglichkeit im Dschungel selbstständig auf Entdeckungstour zu gehen, um nach neuen Hinweisen und Objekten zu suchen. Im Kampf gegen die Trinity-Truppen steht euch im hösten Kampf-Schwierigkeitsgrad kaum Munition und schon gar nicht eine Zielhilfe zur Verfügung. Zudem besitzen Feinde mehr Lebenspunkte und eure Angriffe richten bei ihnen geringeren Schaden an.

Shadow of the Tomb Raider reiht sich vermutlich auch aufgrund dieser Einstellungsmöglichkeiten in die einsteigerfreundlichsten Spiele ein. Wählt ihr nämlich einen leichten Schwierigkeitsgrad hilft euch Lara die noch unentdeckten Hinweise zu finden. Falls ihr mit der Trilogie noch nie in Berührung gekommen seid, solltet ihr einen leichten bis mittelmäßigen Schwierigkeitsgrad wählen. Damit erspart ihr euch definitiv ein paar Frustrationsmomente.

Shadow of the Tomb Raider – Die passende Ausrüstung

Shadow of the Tomb RaiderLara besitzt nicht nur einen ausgeprägten Überlebensinstinkt, sondern kann auch mit den verschiedensten Waffen umgehen, ganz egal ob mit einer Schrotflinte oder mit einem simplen Pfeil und Bogen. Shadow of the Tomb Raider gibt euch nicht nur die Möglichkeit eure Waffe auswählen, sondern auch die Art, wie ihr eure Waffen nutzen wollt. Entweder ihr sucht die direkte Konfrontation mit euren Gegnern oder ihr nähert euch langsam an sie heran und schaltet sie aus dem Hinterhalt aus. Apropos Hinterhalt!

Shadow of the Tomb Raider erinnerte mich nicht umsonst an gewissen Stellen an die Hitman-Spielreihe. Im Vergleich zu Rise of the Tomb Raider kann Lara nämlich ihre Spielumgebung noch konsequenter zu ihrem Vorteil ausspielen. Eine wilde Ballerei ist überhaupt nicht notwendig. Gehört ihr zu den geduldigeren Menschen, entdeckt ihr vielfältige Möglichkeiten um effektive Angriffe auszuführen. Dabei haltet ihr auch eure Lebenspunkte im grünen Bereich. Mein Tipp: Sucht euch ein Versteck in Büschen oder im Schlamm und greift schwer bewaffnete Trinity-Soldaten aus dem Hinterhalt an.

Weiterhin habt ihr die Möglichkeit Fallen zu stellen, in dem ihr einen ausgeschalteten Soldaten mit Sprengstoff ausstattet. Sobald sich weitere Soldaten der Leiche annähern, wird der Sprengstoff ausgelöst. Zudem entwickelt sich Lara im Verlaufe des Spiels weiter und eignet sich neue Fähigkeiten an. All diese Elemente führen dazu, dass Shadow of the Tomb Raider abwechslungsreiche Kämpfe bietet, was vor allem an den unterschiedlichen Angriffsmöglichkeiten liegt.
Eine Vorwarnung gebe ich auf dem Weg. Selbst auf der geringsten Schwierigkeitsgradstufe erweisen sich die Trinity-Soldaten als ebenbürtige Gegner. Es macht sich deutlich bemerkbar, dass die Entwickler an der KI geschraubt haben. Sie reagieren nicht nur schneller, sondern treffen kluge Entscheidungen und das auch in den richtigen Momenten.

Shadow of the Tomb Raider – Es wird nicht langweilig

Shadow of the Tomb Raider Bei Titeln wie Shadow of the Tomb Raider fragt man sich natürlich, wie lange der Spielspaß anhält und ob uns das Spiel auch neben der Kampagne die Möglichkeit bietet, die Spielstunden nach oben zu schrauben. Eidos Montreal und Crystal Dynamics haben in dieser Hinsicht, wie bei Rise of the Tomb Raider vorgesorgt. Euch stehen mehrere Nebenquests zur Verfügung, in denen ihr unter anderem in Gräbern auf Erkundungstour geht. Grundsätzlich seid ihr in den Nebenmissionen mehr mit dem Lösen von Rätseln beschäftigt. Diese können mal mehr und mal weniger Zeit in Anspruch nehmen. Alles hängt, wie bereits erwähnt von eurem gewählten Schwierigkeitsgrad ab. Es handelt sich hierbei nicht nur um typische Rätsel. Das Rätsel kann auch darin bestehen geeignete Kletterpassagen zu finden oder bestimmte Hindernisse mithilfe von Gegenständen aus dem Weg zu räumen.

In jedem Fall lohnen sich die Nebenmissionen, wenn ihr Lara dabei helfen wollt neue Fähigkeiten zu erlernen. Die erlernten Fähigkeiten zahlen sich nicht nur im Kampf, sondern auch bei Kletterpassagen aus. Mit jeder Nebenmission erhöht ihr eure Erfahrungspunkte, mit denen ihr im Skill-Baum neue Fähigkeiten freischalten könnt.

Die Entwickler animieren dazu die Nebenmissionen zu spielen. Es ist nicht verwunderlich, dass deshalb einige Nebenmissionen zu finden sind. Bei den Nebenmissionen steht auch die Interaktion von Lara mit den Einheimischen im Vordergrund. Ihr helft ihnen zum Beispiel bei Botengängen oder aber ihr müsst sie im Kampf beschützen. Absolviert ihr durchgehend Nebenmissionen stellt ihr fest, dass diese zwar neben der Kampagne zu einem abwechslungsreichen Spielerlebnis beitragen, jedoch auf Dauer dasselbe Schema beim Ablauf vorweisen. Dennoch ist deutlich, dass die Entwickler sich bemühen, die einzelnen Nebenmission unterschiedlich zu gestalten. Am Ende einer Nebenmissionen könnt ihr über die Funktion „Schnellreise“ direkt zur nächsten Mission gelangen. Hier habe ich ziemlich lange Ladezeiten wahrnehmen können.

Shadow of the Tomb Raider

Shadow of the Tomb Raider – Upgrade-System

Im Vergleich zu Rise of the Tomb Raider hat Lara sogar ihre Parkour-Fähigkeiten verbessert. Neben ihrer Fähigkeit löchernde Wände mit der Kletteraxt hinaufzuklettern, ist sie nun imstande sich an Wänden abzuseilen oder an Wänden entlang zu laufen. In Shadow of the Tomb Raider kann Lara dadurch jede noch so hohe Plattform erklimmen. Wie bereits erwähnt könnt ihr Laras Fähigkeiten unter anderem durch Nebenmissionen und Fortschritten in der Kampagne verbessern.

Unter anderem erhaltet ihr durch jeden Kampf Erfahrungspunkte. Befindet ihr euch am Lagerfeuer könnt ihr über den Skill-Baum neue Fähigkeiten freischalten. Shadow of the Tomb Raid gliedert die einzelnen Fähigkeiten in eigene Bereiche. Möchtet ihr Laras Kampffähigkeiten verbessern, könnt ihr unter der Rubrik „Krieger“ zum Beispiel neue Angriffe freischalten. Dabei könnt ihr auch Laras Überlebensinstinkt unter der Rubrik „Sucher“ verbessern, wodurch sie ihre Umgebung viel besser wahrnehmen kann. Das hilft euch beispielsweise Fallen ausfindig zu machen. Ebenso lässt sich Laras Umgang mit Waffen verbessern. Eine Investition eurer Erfahrungspunkte lohnt sich hierbei und ermöglicht beispielsweise schnelleres Nachladen und auch eine bessere Schusspräzision.

Fazit
Shadow of the Tomb Raider gehört aus meiner Sicht zu den besten Action-Adventure-Spielen in den letzten Jahren. Die Entwickler haben sich ihre Ressourcen bis zum Schluss aufgehoben, um mit dem letzten Teil der Trilogie ein Feuerwerk zu zünden. Shadow of the Tomb Raider strotzt nur so vor Action, schenkt uns aber auch in einigen die Möglichkeit zur Ruhe zu kommen und emotional an Laras Leben teilzuhaben. Shadow of the Tomb Raider bietet nicht nur eine fantastische Grafik, sondern stellt euch im Vergleich zum letzten Teil einige neue Gameplayfeatures zur Verfügung. Vor allen Dingen überzeugt mich das Spiel aufgrund der individuellen Anpassungsmöglichkeiten hinsichtlich des Schwierigkeitsgrades. Auf diese Weise kann jeder Spieler sein eigenes Spielerlebnis kreieren.
Gut
  • Spektakuläre Grafik
  • Abwechslunsgreiches Spielerbnis (Absolvierung von Nebenmisionen für Erfahrungspunkte, verschiedene Angriffsmöglichkeiten etc.)
  • Guter Mix aus Action-, Horror-, und Gefühlszenen
  • Individuell anpassbarer Schwierigkeitsgrad mit insgesamt vier wählbaren Schwierigkeitsgradstufen
  • Durchdachtes Upgrade-System und übersichtlicher Fähigkeitenbaum
  • Clevere KI
Weniger Gut
  • Lange Ladezeiten bei der "Schnellreise"
  • Nebenmissionen haben auf Dauer denselben schematischen Ablauf
9
Sehr gut
Written by
Behrang ist seit 2016 bei Spieletester.de als Redakteur tätig. Und seit 2018 als Chefredakteur auf unserer Plattform unterwegs. Er gehört zu unserem Sport Spezialisten Team und ist großer FIFA-Fan.

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