Startseite » Featured » The Coma: Recut (Nintendo Switch) Test

The Coma: Recut (Nintendo Switch) Test

User Rating: 7

The Coma: Recut führt uns in ein Horror-Survival Abenteuer im Anime-Stil in der die südkoreanische Schule Sehwa zu einem finsteren und gruseligen Ort wird. Wir erleben die Geschichte aus der Sicht eines jungen Schülers namens Youngho, der feststellen muss, dass er in den alptraumhaften Fluren seiner Schule gefangen ist. Im Vordergrund sollte jedoch nicht nur die Geschichte stehen. Schließlich muss ein gutes Spiel auch im Gameplay und in der Technik überzeugen können. Deshalb habe ich habe ich The Coma: Recut in verschiedenen Bereichen unter die Lupe genommen. Mehr dazu erfahrt ihr in den nachfolgenden Zeilen.

The Coma: Recut – Leistungsdruck in der Gesellschaft

The Coma: Recut Wenn ich meine Schulzeit beschreiben müsste, würde ich das Wort „Leistungsdruck“ an die oberste Stelle setzen. Schließlich beginnt der Konkurrenzkampf um gute Noten bereits in der Mittelstufe. Von klein auf wird einem vermittelt, dass man einen guten Abschluss benötigt, um seine späteren beruflichen Ziele realisieren zu können. Zudem möchten viele Kinder in der Zukunft sehr viel Geld verdienen. Schlielßlich möchte man seine eigenen Lebensträume erfüllen.

All dies hängt auch mit dem Leistungsdruck in unserer Gesellschaft zusammen, dem wir tagtäglich ausgesetzt sind. Jedoch kann dieser Konkurrenzkampf auch verheerende Folgen für unsere Gesellschaft haben. In vielen Ländern hat der Leistungsdruck Kindern und Jugendlichen, aber auch Erwachsenen das Leben gekostet. In Südkorea ist die hohe Selbstmordrate mit mit dem andauernden Leistungsdruck an Schulen und Universitäten verbunden.

Genau an dieser Stelle setzt das Spiel The Coma: Recut an. Wir erhalten durch das Spiel einen Einblick, wie der Alltag an südkoreanischen Schulen abläuft.

The Coma: Recut – Wenn Alpträume wahr werden können

The Coma: Recut Im Spiel schlüpfen wir in die Rolle von Youngho. Er lernt die ganze Nacht lang für seine am nächsten Tag stattfindenden Abschlussprüfungen. Dabei hat er einen verstörenden Traum. Als er am nächsten Tag zur Schule kommt erfährt er, dass etwa zur gleichen Zeit eine seine Mitschülerinnen versucht hat sich umzubringen. Jedoch geht der Unterricht trotz dieser Umstände wie gewohnt weiter.

Durch den fehlenden Schlaf nickt er während seiner Prüfung ein und findet sich plötzlich in der Nacht wieder. Zudem ist er in seiner eigenen Schule eingeschlossen. Doch ein noch größeres Problem ist, dass er nicht allein zu sein scheint, denn die ersten Person, der er begegnet, ist seine Vertrauenslehrerin. Sie erscheint in einer erschreckend blutrünstigen Variante, vor der jeder Schüler nur noch die Flucht ergreifen sollte.

Unsere Aufgabe ist es Youngho vor seiner eigenen Lehrerin zu beschützen, die ihn als psychotischen Killer verfolgt. Schließlich bleibt uns als Spieler nichts anderes übrig als vor ihr zu fliehen. Youngho ist nämlich nicht in der Lage sich gegen seine Lehrerin zu verteidigen. Demzufolge erlebt man als Spieler eine Verfolgungsjagd in einer Schule, die ihresgleichen sucht.

Es liegt am Spieler inwieweit er sich die Vorteile der Schule zu seinem eigenen Nutze macht. Die Schule bietet viele Möglichkeiten an, um sich vor der blutrünstigen Lehrerin Miss Song zu verstecken. Beispielsweise könnt ihr euch in der Toilette, Klassenräumen, Schränken verstecken oder anderen Gebäuden in der Sehwa Highschool Zuflucht suchen. Dennoch ist euch Miss Song stets auf den Fersen und möchte euch an den Kragen.

Die einzige Überlebensmöglichkeit für Youngho besteht darin, einen Weg aus seiner eigenen Schule zu finden. Alle Türen und Ausgänge sind verschlossen. Es scheint keinen Ausweg zu geben oder etwa doch? Mir bleibt keine Wahl als die gesamte Schule nach einem Ausweg abzusuchen.

The Coma: Recut

The Coma: Recut – Nichts für schwache Nerven

Normalerweise bin ich nicht der Typ für Horrorfilme oder Horrorspiele. Bei The Coma: Recut ist es jedoch anders. Vor allen Dingen interessierte mich, welche Wendung das Spiel nimmt und welche Nachricht das Spiel dem Spieler vermitteln möchte. Wohlbemerkt eine Sache kann The Coma: Recut gut: Panik machen. Im gesamten Spielverlauf läuft nämlich eine Hintergrundmusik, die umso panischer klingt, je näher ihr euch zu Miss Song befindet. Die Hintergrundmusik und der Spielverlauf können aus meiner Sicht bei Menschen mit schwachen Nerven eine Panik auslösen.

Mitten in der Sehwa Highschool, in der Youngho nur mit einer Taschenlampe ausgerüstet ist, kann eine leichte Unkonzentriertheit für einen Schreckmoment sorgen. Ich persönlich möchte nicht mehr ohne Vorankündigung vor Miss Song stehen. Neben Miss Song erlebt man auch weitere angsteinflößende Gegner, die Youngho auf Schritt und Tritt verfolgen. Solltet ihr zu jenen gehören, denen Horrorfilme nicht viel ausmachen, dann werden euch die Schreckmomente in The Coma: Recut nicht wehtun.

Nach einigen Stunden Spielzeit baut sich auch eine gewisse Härte auf, wodurch die Panikmacherei auch zur Routine werden kann. Trotzdem erlebt man in The Coma: Recut ein überaus spannendes und auch aufgrund der passenden Hintergrundmusik ein tolles Abenteuer. Was man natürlich kritisieren kann ist die fehlende Abwehrfunktion bei Youngho. Dementsprechend kann es durchaus passieren, dass einige Spieler durch das ständige Weglaufen und Verstecken gelangweilt sind.

Trotzdem hat The Coma: Recut viele Überraschungsmomente in Petto. Auf der Suche nach einem Ausweg lernt ihr neue Charaktere und Kreaturen kennen. Leider können auch diese euch nicht vor den unsterblichen Gegnern und Miss Song beschützen. Vielmehr erteilen sie euch die Aufgabe nach bestimmten Gegenständen zu suchen. Damit ihr euch in der großen Schule zurechtfindet, habt ihr eine Karte im Handgepäck. Die Karte zeigt euch zu welchem Ort ihr als nächstes gehen müsst, um die Geschichte fortzusetzen.

The Coma: Recut – Visual Novel oder Adventure?

Diese Frage zu beantworten ist gar nicht so leicht. Für mich persönlich enthält The Coma: Recut Elemente aus beiden Genres. Zu den Visual Novel-Elementen gehören zum einen die zahlreichen Gespräche, die man mit den unterschiedlichen Charakteren des Spiels führt. Gleichzeitig erfährt Youngho dadurch neue Informationen, die er auf Notizzetteln festhält. Man könnte meinen, dass die Zettel die einzelnen Puzzleteile für einen Weg aus der Schule sind. Eingangs habe ich bereits, den Leistungsdruck in unserer Gesellschaft erwähnt. The Coma: Recut möchte uns einen Eindruck verschaffen, wie der Alltag an der südkoreanischen Schule aussieht. Alle Elemente, wie zum Beispiel Schriftstücke oder Notizzettel die sich Youngho im Verlaufe des spiels ansieht, geben uns einen weiteren Einblick über das Geschehen an südkoreanischen Schulen. Zudem lernen wir die Hintergrundgeschichten der einzelnen Figuren näher kennen, wodurch uns das Spiel mit in seinen Bann zieht.

Mit jeder neuen Information eröffnen sich weitere Wege für Youngho, wodurch er Schritt für Schritt der Freiheit näher kommt. Im Unterschied jedoch zu einem klassischen Visual Novel-Spiel nehmen wir aktiv am Spielgeschehen teil. Wir führen Youngho durch die Schule und müssen auf seine Ausdauer sowie seiner Lebensenergie stets ein Auge werfen. Dabei steht uns nur Kleingeld und eine Taschenlampe zur Verfügung. Beides sichert (wer hätte es gedacht) mehr oder weniger sein Überleben. Mit dem Kleingeld könnt ihr euch in der Mensa etwas zu Essen besorgen. The Coma: Recut wird offiziell als Visual Novel bezeichnet. Aus meiner Sicht sind auch die Elemente eines Adventures im Spiel enthalten.

Fazit
Zusammenfassed lässt sich sagen, dass man bei The Coma: Recut eine überaus tolle Geschichte erlebt. Zudem bekommt man einen Einblick in das Leben von südkoreanischen Schülern und ihrem Schulalltag. The Coma: Recut möchte aus meiner Sicht beides kombinieren. Eine actionreiches Horror-Survival Abenteuer und eine Geschichte, die uns vermitteln soll, welchen Ausmaß Leistungsdruck auf Schüler haben kann. Aus der Sicht eines Horror-Surivival Abenteuers stach bei mir vor allem die Hintergrundmusik heraus, die für einen zusätzlichen Adrenalinkick sorgen kann.In Puncto Gameplay kann man wie schon erwähnt kritisieren, dass Youngho sich nicht vor seinen Gegnern und seiner Lehrerin wehren kann. Dennoch haben die Entwickler einige gute Elemente ins Spiel integriert, welche auch einen nachvollziehbaren Zusammenhang besitzen. Jede Information und jedes Gespräch führt uns einen Schritt weiter, um einen Ausweg aus diesem Alptraum zu finden. Zu kritisieren gilt der einfache Schwierigkeitsgrad. Zu keiner Zeit hat man das Gefühl vom Spiel gefordert zu sein. Vielmehr entwickelt sich eine Routine beim Verstecken/Weglaufen, wodurch auch Langeweile aufkommen kann. Im Test zeigten sich auch Schwächen bei der Steuerung von Youngho, der die Aktionen nicht immer nach Betätigung der Knöpfe erfüllt. Besonders lobenswert ist, dass eure Handlungen einen Einfluss auf das Ende der Geschichte haben. Dadurch kann jeder Spieler ein unterschiedliches Ende erleben auch wenn die Anzahl der Endungen nicht hoch ist.
Gut
  • Tolle Geschichte mit einem Einblick in den Alltag an südkoreanischen Schulen
  • Unterschiedliches Ende möglich (Abhängig von Interaktionen des Spielers)
  • Passende Hintergrundmusik
  • Anfängerfreundlich gestaltet
Weniger Gut
  • Kein hoher Schwierigkeitsgrad
  • Schwächen bei der Steuerung
  • Roter Faden erkennbar
  • Keine Verteidigungsfunktion für Youngho verfügbar
7
solide
Written by
Behrang ist seit 2016 bei Spieletester.de als Redakteur tätig. Und seit 2018 als Chefredakteur auf unserer Plattform unterwegs. Er gehört zu unserem Sport Spezialisten Team und ist großer FIFA-Fan.

Was sagst Du?

0 0

Kommentar hinterlassen

Leave a Reply

Your email address will not be published.

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

x
Gibst Du uns ein Like?:Schon geliked? Dann kannst Du es schließen.