6

Vandals

6.0 /10

Pros

  • gute und spannende Musik
  • Kennenlernen von Künstlern
  • nicht zu einfach und nicht zu schwer

Cons

  • (PC) ausschließlich Steuerung über Maus
  • ähnliche Spielumgebung in jedem Level
  • sehr simpel und oberflächlich (keine Story)

Mit übergezogener Kapuze nachts durch die Gegend laufen und Meisterwerke an die Wand sprayen? Mit dem Spiel Vandals, welches in Zusammenarbeit mit arte und dem Studio cosmografic entstanden ist, könnt ihr eure rebellische Ader ausleben und gleichzeitig noch ein bisschen über die Kunstform und die Kultur des Sprayens lernen.

Vandals – Unsichtbar durch die Nacht

Das Spielprinzip ist sehr simpel: Ihr seid ein Sprayer und möchtet nachts eure Stadt verschönern. Da das, meistens von Hauseigentümern eher nicht erwünscht ist, müsst ihr versuchen euch an der Polizei vorbei zu schleichen. Die Steuerung ist selbsterklärend. Je weiter ihr im Spiel voranschreitet, desto mehr Tricks gibt es Polizisten oder auch Hunden auszuweichen. Mal müsst ihr sie mit einer Flasche ablenken, mal Tore zum richtigen Zeitpunkt öffnen oder schließen oder durch Gullideckel verschwinden.

Das Sneak-and-Paint- Spiel könnt ihr über iOS, Android und auf dem Computer spielen. Da ich es auf dem PC getestet habe, rate ich euch, es auf dem Handy zu spielen. Dadurch, dass das Spiel so simpel ist, benötigt ihr nicht mehr als einen Touch auf eurem Display. Leider haben die Entwickler für die PC Version eine reine Maussteuerung vorgesehen. Hierbei müsst ihr immer genau den Punkt treffen zu dem ihr laufen wollt, damit euer Avatar sich auch tatsächlich bewegt. Ich vermute, dass die Steuerung über den Touchdisplay wesentlich einfacher funktioniert, ich hoffe es zumindest.

Vandals – Entdeckt den (Paint-)Künstler in euch

In jedem Level geht es darum, nicht nur zur richtigen Wand zu gelangen, sondern sie auch zu besprayen und dann möglichst unerkannt zu entwischen. Tatsächlich könnt ihr eure Kunstwerke selbst malen. Mit ein paar Sprayfarben, könnt ihr euch ausprobieren. Mich hat es ein wenig an Paint erinnert. Da meine Paintgemälde schon früher mehr als dürftig waren, habe ich es irgendwann einfach gelassen und nur ein X oder so gemalt. Die Idee ist nett, aber mich hat es ein bisschen frustriert immer daran erinnert zu werden, dass ich nicht malen kann. Vielleicht geht es euch da ja anders.
Ab und zu findet man ein Blatt (wenn es einem auffällt), dass dann ein paar Infos zu Künstlern gibt. Ich als kunstinteressierte Person, fand es ganz nett, aber sobald man es einmal gelesen hatte, war es verschwunden und ich hatte keine Möglichkeit den Künstler nochmal zu googlen. Nach dem ersten Mal lesen war es nicht mehr auffindbar. Schade.

Vandals – Beobachtet mich jemand?

Das Design ist schön und ich mag es – recht schlicht und einfach. Man spielt nacheinander in Paris, New York, Berlin, Sao Paulo und Tokio. Leider kann man das an der Spieleumgebung nicht so gut erkennen. Letztlich könnte es jeder beliebige, dunkle Hinterhof sein.
Im Hintergrund läuft laufend eine Melodie, die sehr spannend ist. Auch je nach Gefahrensituation verändert sie sich ein wenig. Dennoch habe ich das Gefühl gehabt es ist eine Musik, die stetig angespannt ist. Natürlich macht es das Spielempfinden dadurch irgendwie spannender, aber gleichzeitig ist es auch anstrengend. Man hat quasi durchgehend dieses Gefühl unter Bobachtung zu stehen und dass man gleich entdeckt werden könnte. Wahrscheinlich ist das als Sprayer so, aber auf Dauer ist das nichts für mich.


Fazit

Das Game Vandals hat ein sehr simples Spielprinzip, sodass jeder in der Lage ist sofort einzusteigen. Für die von mir angespielte PC Version, ist es mir jedoch zu simpel. Die Assassins Creed Chronicals Reihe hat es geschafft mit der gleichen Spielidee ein mehrschichtiges Game zu schaffen, dass nicht bloß versteckt und entdeckt kennt. Rätselliebhaber mit einem Gespür für das richtige Timing finden mit Vandals ein nettes, wenn auch sehr simples Smartphone Spiel.

ÜBERBLICK DER REZENSIONEN
Vandals
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Christine ist seit September 2017 als Redakteurin für Spieletester.de tätig.

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