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Anno 1800 (PC) Vorschau

Anno ist endlich zurück! Auf der gamescom konnte ich mir Anno 1800 ansehen. Blue Byte kehrt endlich wieder zurück zu seinen historischen Wurzeln. Weg vom klinisch sauberen, futuristischen Setting und zurück zu den rauen, charismatischen Anfängen. Und mit dieser Entscheidung tun sich nicht nur die Entwickler einen immensen Gefallen, es könnte auch genau den richtigen Nerv bei den Spielern erwischen.

Wenn ich ganz ehrlich bin, so habe ich schon immer die alten Anno-Spiele bevorzugt. 1602, 1503, 1701 und 1404 gehörten schon immer zu meinen Lieblingsspielen. Die meisten sehr tollen Erinnerungen hege ich aber mit dem Erstling, 1602. Unzählige Stunden habe ich damit verbracht, auf den zufälligen Maps die bestmögliche Insel zu finden, um ein riesiges Imperium aufzubauen. Wird auch das in 1800 möglich sein? Konkret wollte bzw. konnte Game Writer Matt Cook diese Antwort auf der gamescom nicht beantworten. Solange es aber keine Wechsel im Stile eines 2205 gibt, bin ich schon zufrieden.

Anno 1800

Anno 1800 – Nicht ganz 1800, aber Hauptsache 19tes Jahrhundert

Aufgrund der Tatsache, dass die Quersumme eines jeden Anno stets 9 betragen muss, haben sich die Entwickler für 1800 entschieden. Tatsächlich greift das Team aber auf die Technik der Industriellen Revolution aus 1860/1870 zurück. Auch das Zeitalter der Kolonialisierung spielt ein großes Thema beim neuesten Ableger. Cook präsentiert einige erste Szenen des Spiels aus einer frühen Version, die sich vermutlich noch ändern wird. Darin sehe ich schon mit Kohle betriebene Schiffe, erste Dampfloks und andere Umweltverschmutzer. Natürlich dürfen rauchende Raffinerien nicht fehlen – Blue Byte versteht es, verschiedene Epochen sehr gut umzusetzen.

Anno 1800„Neu“ oder besser gesagt: Endlich wieder dabei sind KI-Gegner. Ganz im Stile von früheren Ablegern besiedeln auch andere, computergesteuerte Gegner, die Insel(n) auf der zufällig generierten Karte. Dass dabei ein ausgeklügeltes Diplomatie-System nicht fehlen darf, ergibt sich natürlich von selbst. Wie genau dieses aussieht, verriet Cook aber leider nicht. Aber immerhin: Es soll gleich von Beginn an einen Mehrspieler-Modus geben. Nebst Kampagne und freiem Spiel. Auch das Militär spielt wieder eine größere Rolle.

Anno 1800 – We’re going to the Zoo, tomorrow and we’re gonna stay all day

Zudem gibt es ein klein wenig mehr Mikromanagement in Anno 1800. Wenn eines eurer Schiffe von einer Expedition zurückkehrt, so hat es lebende Tiere mit sich. Im gezeigten Live-Gameplay waren das ein weißer Tiger, ein Elefant und Papageie. Eines der Monumente im Spiel, der Zoo, ist diesmal interaktiv und nicht nur bloßes Beiwerk. Cook hat nur langweilige Tiere im Zoo, etwa Schafe, Schweine, örtliche Vögel und so weiter. Der Besucherstrom ist also recht gering.

Anno 1800Sobald er aber die neuen Tiere reinsetzt, erfreut das den Adel, die dann in Strömen den Zoo besuchen. Doch das hat eine fiese Konsequenz. Die Bourgeoisie geht auf die Barrikaden. Zunächst hissen die Bürger nur kleine Banner auf ihren Dächern. Doch wenn ihr diese Anliegen ignoriert, kann sich das ganz schnell in einen Aufstand entwickeln. Und wie man damit umgeht, ist natürlich dem Spieler überlassen. Cook zeigte, dass man den Aufstand mit Polizeigewalt niederschlagen kann. Ob das aber erfolgreich ist, ließ sich nicht mehr sehen.

Optisch macht das Spiel schon in diesem frühen Stadium einen fantastischen Eindruck. Bunt, quirlig und dank der Epoche auch rau. Es sieht ganz so aus wie frühere Spiele, nur eben modern. Mir persönlich sagt das verdammt gut zu. Schade nur, dass der Release noch so weit entfernt ist – Winter 2018. Das hat aber auch einen Grund.

Blue Byte will mithilfe der Anno-Union sehr viel mehr Community-Feedback sammeln. Tatsächlich sollen die Spieler die Entwicklung des Titels maßgeblich mitbestimmen. Als erste Tätigkeit gilt es über einen Computer-Gegner zu bestimmen, die wiederum an echte Persönlichkeiten angelehnt sind, aber dennoch frei erfunden bleiben. Die Teilnahme ist kostenlos.


Ersteindruck:

Ich liebe Anno und hatte inständig gehofft, dass die Entwickler endlich wieder zurück zu den Wurzeln gehen. Und was soll ich sagen? Die Präsentation hat mir außerordentlich gut gefallen. Die vollen 30 Minuten hatte ich das Gefühl, wieder in 1998 zu sein und zum ersten Mal mit Anno 1602 in Kontakt zu kommen. Natürlich ist der neueste Ableger um Klassen umfassender als der Erstling, doch der Look und die geplanten Features lassen erahnen: Diesmal steckt sehr viel mehr Liebe dahinter als bei 2205. Der Winter 2018 kann nicht schnell genug kommen.

Written by
... ehemaliger Chefredakteur bei Spieletester.de. Adam war seit der Gründung 2003 dreizehn Jahre auf unserer Plattform tätig.

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