Auf der gamescom hatten wir die Gelegenheit, den leicht futuristischen Shooter Brink im Multiplayer-Modus anzuzocken und den Mix aus Mirror’s Edge und Team Fortress 2 aus erster Hand zu erleben. Worum es in dem Titel geht und warum Entwickler Splash Damage ganze Arbeit geleistet hat, erfahrt ihr in unserer Vorschau!

Die Arche

Die Story von Brink könnte schon fast aus der Bibel stammen, denn in einer nicht allzu fernen Zukunft wird die Erde komplett überflutet. Aus diesem Grund hat man eine gewaltige, auf dem Wasser treibende Stadt – die Arche – für rund 5.000 Menschen errichtet, um so zumindest einen gewissen Teil der Menschheit zu retten. Doch natürlich geht das Projekt vollkommen nach hinten los. Statt 5.000 Menschen bewohnen nun über 50.000 Flüchtlinge den letzten Zufluchtsort der Menschheit und die Vorräte werden immer knapper – die Stadt befindet sich am Rande es Bürgerkrieg! Widerstandskämpfer ergreifen im Kampf gegen die Sicherheitsleute die Waffen, und ihr seid nicht nur mittendrin, sondern dürft auch entscheiden, für welche Seite ihr kämpft!

Brink bietet nämlich nicht eine, sondern gleich zwei Kampagnen, die den Kampf um die Arche näher beleuchten. Zu Beginn erstellt ihr euch dabei einen Charakter, wählt zwischen verschiedenen Kleidungsteilen, Tättowierungen und sonstigen Merkmalen wie der Frisur aus, entscheidet euch noch für ein paar schicke Farben und schickt euren Recken dann für den Widerstand oder eben die Sicherheitsleute in den Kampf. Cool ist, dass ihr immer wieder zwischen den beiden Story-Zweigen hin und herspringen und so euer ganz eigenes Abenteuer gestalten könnt. Und jetzt kommt’s: Wer will, kann die Kampagne auch mit sieben weiteren Spielern zocken! So können eure Freunde einfach und problemlos in das Spiel springen, ohne, dass ihr vorher irgendwelche Einstellungen treffen müsst. Dieses Coop-Erlebnis haben wir zwar nicht erleben dürfen, doch dafür konnten wir uns im Versus-Modus für insgesamt 16 Spieler (8vs8) austoben.

Team Fortress 2 anyone?

In der Multiplayer-Runde konnten wir uns für eine von insgesamt 4 Klassen entscheiden. Während der Soldat natürlich immer schön an der Front ist und seine Kollegen unter anderem mit Munition versorgen kann, ist der Ingenieur der Mann für die Technik und kann den Waffenschaden seiner Kameraden erhöhen, Minen legen, Türme aufbauen und Dinge reparieren. Dann wären da noch der Sanitäter, der Kollegen logischerweise heilt oder wiederbelebt, sowie der Operative, der Terminals, Türme und andere Geräte hacken und sich als Feind verkleiden kann, um so hinter die gegnerischen Linien zu kommen und andere Spieler von hinten auszuschalten.

Nicht nur die verschiedenen Klassen ähneln verdammt den entsprechenden Charakteren aus Valve’s Team Fortress 2, auch das Gameplay fühlt sich so an! Schnelle, unkomplizierte Action ist hier das alltägliche Brot. Aufgepeppt wird das ganze noch durch die verschiedenen Fähigkeiten der Klassen sowie die Möglichkeit, an einem Terminal die Klasse oder auch nur die Ausrüstung zu ändern.

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Cool ist auch, dass ihr für den Einzelspieler-Part, den Koop-Modus und den kompetitiven Mehrspieler-Modus stets ein und den selben, von euch erstellten Charakter spielt und überall Erfahrung sammelt und zum Beispiel neue Waffen freischaltet. Wer will, kann sich also erstmal im Singleplayer austoben und dann mit einigen besseren Ausrüstungsgegenständen in den Mehrspieler-Modus starten – oder auch umgekehrt. Und selbst die freigeschalteten Waffen können in hohem Umfang angepasst werden – neue Visiere, ein Schalldämpfer, verschieden Griffe und so weiter. So wird nicht nur euer Alter Ego, sondern auch eure Waffe einzigartig.

Und es wird noch einfacher für euch, denn die nötige XP zum Aufleveln und Freischalten neuer Gegenstände erhaltet ihr nicht nur durch’s Gewinnen und das Töten von Gegnern, sondern auch über rollenspezifische, dynamisch verteilte Aufgaben innerhalb der Matches. Spielt ihr also einen Operative, könnt ihr vielleicht die Nebenaufgabe erhalten, das gegnerische Verteidigungssystem zu hacken und den Feind so mit seinen eigenen Waffen zu bekämpfen. Ingenieure müssen vielleicht eine beschädigte Drohne reparieren und so habt ihr selbst neben der Hauptaufgabe – in unserer Proberunde war es die Verteidigung eines Sprengroboters – stets etwas zu tun und genug Gelegenheit, auch abseits der großen Mission XP zu sammeln.

How SMART!

Am Anfang der Preview sprach ich von einem Mix aus Team Fortress 2 und Mirror’s Edge – vom zweiten Spiel habe ich bisher aber kein Wort verloren, obwohl es einen wichtigen Teil des Gameplays ausmacht. Für Brink hat scih Entwickler Splash Damage nämlich ein ganz besonderes Steuerungs-System ausgedacht – das „Smooth Movement Across Random Terrain“-System, kurz SMART. Mit Hilfe dieser Funktion könnt ihr die coolsten Parkour-Moves vollführen, über Hindernisse springen oder unter ihnen hindurchrutschen, von Wand zu Wand springen, euch an Vorsprüngen hochziehen und so weiter – und das alles nur mit einer Taste.

Dadurch entsteht ein wirklich flüssiges, dynamisches und schnelles Gameplay. Binnen Sekunden könnt ihr euch zurückziehen, Gegner clever umgehen oder sie mit coolen Moves überraschen. Wer will, kann auf dieses System aber auch verzichten und wenn man die ganzen Moves ersteinmal selber ausführen kann, wird man gegenüber anderen Spielern auch klar im Vorteil sein.

Wie das ganze funktioniert, erklären euch am Besten die Entwickler selbst:

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Fazit:

Ich freue mich richtig auf Brink! Die ersten Trailer haben schon Lust auf mehr gemacht, doch als ich dann endlich mal selber zocken konnte, war ich schon sehr zufrieden mit dem Spiel. Das Gezeigte war zwar nichts Weltbewegendes, doch immerhin funktioniert das SMART-System so wie es soll und ermöglicht einen sehr dynamischen und schnellen Spielablauf. Wenn wir jetzt noch irgendwann eine umfangreichere Preview-Version oder im Frühling 2011 dann die Vollversion in die Hände kriegen und die Koop-Möglichkeiten tatsächlich so gut sind, wie sie klingen, dann steht einem großen Erfolg nichts mehr im Wege!

Ersteindruck: Gut

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... ist freier Redakteur bei Spieletester.de seit 2013. Zuvor übernahm er die Leitung des Portals. Seine Lieblingsgenre sind Fantasy-Rollenspiele (The Elder Scrolls/The Witcher) und Action-Adventures (The Last of Us).

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