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Bulletstorm – gamescom Vorschau

Auf der gamescom in Köln hatten wir bei EA nicht nur die Gelegenheit, den Mehrspieler-Modus von Crysis 2 anzuzocken, auch Bulletstorm durften wir mal probespielen und so einen Hauch von einem Spiel erhaschen, das hierzulande wahrscheinlich niemals erscheinen wird. Warum man sich für Bulletstorm wohl an seinen Import-Händler wenden sollte und was der Titel von Epic und People Can Fly auf dem Kasten hat, erfahrt ihr in den folgenden Zeilen.

Gestrandet im Paradies

Die Story von Bulletstorm lässt sich schnell zusammenfassen. Einst wart ihr in der Haut von Grayson Hunt ein Mitglied der Söldner-Bande Dead Echo, doch als Hunt und sein Cyborg-Kumpel Ishi Sato erkennen, dass sie das Falsche tun, und desertieren, werden sie von ihrem alten Anfüher General Sarrano quer durch die Galaxie gejagd und müssen sich im irgendwo im Exil verstecken, was zunächst auch für einige Jahr gut geht.

Eines Tages finden sich der mittlerweile zum Trinker gewordene Hunt und sein Sidekick Sato allerdings auf einem paradiesartigen Planeten wieder, der sich aber schnell in eine wahre Hölle verwandelt, denn nicht nur kanibalistische Banden haben es auf die beiden Ex-Weltraumpiraten abgesehen, auch der Planet selbst – Stygia genannt – wendet sich gegen sie und schickt seine fleischfressende Flora in den Kampf. Als wäre das noch nicht genug, stoßen die beiden auch noch auf ihre Ex-Kameraden, darunter auch die Erzfeindin des Helden, Trishka Novak, mit der er trotz gegenseitigem Hass zusammenarbeiten muss, um diesen Albtraum zu überstehen.

Kill with Skill

Doch das alles ist gar nicht mal so wichtig, denn in Bulletstorm geht es in erster Linie um eines: Kreatives Töten! Mit einem Shooter-typischen Arsenal ballert ihr euch zunächst fröhlich durch die Gegend, doch für jeden Kill gibt es Punkte, und je „cooler“ und kreativer der Kill war, desto mehr Punkte gibt es auch und desto bessere Waffen, Upgrades und Kill-Moves schaltet ihr auch frei! Besonders wichtig ist dabei die Kombination aus den verschiedenen Fähigkeiten. So stehen Hunt neben seinen Waffen auch eine Elektro-Peitsche sowie eine Kick-Fähigkeit zur Verfügung.

Ein sehr amüsantes Beispiel für solch einen Kill ist zum Beispiel die Kombination aus einem Tritt, durch den sich der Gegner umdreht, und dann ein Schuss in den Hintern – schon habt ihr den Killmove „Fire in the Hole“. Oder aber ihr schießt einfach einem Kerl in die Kehle („Gag Reflex“), erledigt einen Gegner per Kopfschuss, nachdem er sich dank eurer Kugel in seinen Kronjuwelen vor Schmerz am Boden krümmt („Mercy Shot“), holt sie mit der Peitsche ran, nur um sie dann mit ordentlich Schwung in einen Kaktus zu treten und und und. Wer all das schnell hintereinander macht, noch ein wenig mit den an einer Kette verbundenen Granaten, die sich dann um einen Körper wickeln, herumspielt und alles miteinander kombiniert, lässt den Score ordentlich in die Höhe treiben.

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Hinzu kommen vorhin erwähnte Upgrades bzw. Sekundärfähigkeiten für eure Waffen. So feuert euer MG beispielsweise plötzlich das gesamte Magazin in einem aufgeladenen Schuss leer, durch den der Gegner buchstäblich pulverisiert wird. Ohnehin geizt man nicht gerade mit der Gewaltdarstellung. Da explodieren Gegner, Blut spritzt überall herum und jeder Splatter-Fan wird sich hier richtig wohl fühlen. Dieser hohe Grad an Gewalt sowie die Belohnung für das Töten von Gegnern dürfte der USK wohl ein großer Dorn im Auge sein. Zwar diskutiere man derzeit mit den Prüfern, doch selbst einer der Entwickler meinte, es sei wohl am einfachsten, sich den Titel einfach aus der Schweiz oder Österreich zu importieren.


Fazit:

Das mag zwar komisch klingen und jeder Psychiater würde mich nun wohl gerne zu einem Intensiv-Gespräch einladen, aber Bulletstorm macht verdammt viel Spaß, besonders wenn man gerade einen richtig guten Lauf hat, reihenweise Gegner auf kreative Art und Weise killt und so den Score in die Höhe treibt. Auch die Zusätzfähigkeiten wie die Peitsche oder der Kick sind irgendwie ganz lustig und neben viel, viel roter Farbe bietet die Welt von Bulletstorm auch wunderschöne, grüne Landschaften – teilweise mit enormer Weitsicht. Wer also mal wieder einfach das Hirn abschalten und im Serious Sam- oder Duke Nukem-Stil wild um sich ballern will, sollte das Spiel auf jeden Fall im Auge behalten.

Und an die lieben Psychiater: Es ist nur ein Spiel!

Ersteindruck: Sehr gut

... ist freier Redakteur bei Spieletester.de seit 2013. Zuvor übernahm er die Leitung des Portals. Seine Lieblingsgenre sind Fantasy-Rollenspiele (The Elder Scrolls/The Witcher) und Action-Adventures (The Last of Us).

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1 Comment

  1. Bulletstorm ist ein guter Zeitvertreib bis endlich Duke Nukem erhältlich ist.

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