Die Castlevania dürfte in erster Linie den etwas älteren Zockern unter euch ein Begriff sein, doch selbst wer nicht in den späten 80er und frühen 90er Jahren Jagd auf Dracula gemacht hat, darf sich auf die kommende Veröffentlichung von Castlevania: Lords of Shadow freuen, denn nicht nur soll damit im Oktober die Reihe wieder ins Leben gerufen werden (wenn das nicht gar schon durch den XBLA-Titel Castlevania: Harmony of Despair erledigt wurde), es spielt sich auch wie ein zeitgenössisches Action-Spiel der Marke God of War und dürfte somit jedem zugänglich sein. Wir haben uns nach über 20 Jahren in das neue Abenteuer gestürzt und verraten euch, ob das Franchise-Reboot gelingt!

Liebe, Hoffnung und Vergeltung!

Im neuen Castlevania-Teil dreht sich alles um die namensgebenden Lords of Shadow. In einem von Kriegen verwüsteten, mittelalterlichen Europa legt sich ein böser Zauber über das Land, der verhindert, dass die Seelen der Toten ihren Frieden finden. Stattdessen wandern sie ruhelos über das zerstörte Land , während dunkle Kreaturen ihr Unwesen treiben und die Lebenden angreifen. Ihr übernehmt Gabriel Belmont, Mitglied des legendären und aus der Reihe bekannten Belmont-Clans, und erlebt gleich zu Beginn des Spiels, wie eure Frau Marie brutal ermordet wird. Gabriel schwört Rache und begibt sich auf einen blutigen Feldzug gegen die Mörder seiner Frau – die Lords of Shadow. Gleichzeitig erfährt er von seinem Freund Zobek, dass jeder der drei Lords ein Stück der „Gottesmaske“ besitzt, mit der es möglich ist, den dunklen Fluch zu bannen und die Toten wieder zum Leben zu erwecken. Aus Rache wird so der verzweifelte Versuch, seine Frau wieder zu sich zu holen.

Das macht ihr in über 50 verschiedenen Levels und begegnet dabei zahlreichen Gegnertypen – von kleineren Monstern, die zusammen arbeiten, über etwas forderndere Einzel-Gegner bis hin zu gewaltigen, bildfüllenden Bossgegnern. In erster Linie steht ihm hier neben einigen Nebenwaffen wir einem silbernen Dolch gegen Werwölfe das multifunktionale Kampf-Kreuz zur Verfügung, mit dem er sich nicht nur in feinster God of War-Manier durch Gegner schnetzeln, sondern auch über weite Schluchten schwingen und verschiedene Rätsel lösen kann.

Gelungener Mix aus Rätseln und Kämpfen

In unserer kurzen Anspiel-Runde hat uns vor allem das Kampfsystem gefallen. Zwar erinnert dieses sehr stark an God of War, doch während ihr mit Kratos im Grunde sinnfreies Button-Smashing betreiben könnt, will hier jede Aktion bedacht sein, zumal einzelne, zunächst unscheinbare Gegner sich teilweise als harte Brocken herausstellen. So machen die Kämpfe dann auch viel mehr Spaß und wenn das Ganze dann auch noch mit coolen Rätseln verbunden wird, kann man sich nicht mehr beklagen.

So konnten wir zum Beispiel eine gewaltige Spinne reiten, nachdem wir sie betäubt hatten, und so auf ihre Spezialfähigkeit zurückgreifen. Mit Hilfe der Spinnenfäden konnten wir dann problemlos über den Abgrund. Ähnliches war auch beim Kampf gegen einen mächtigen Oger nötig. Erst wollten seine kleinen Diener erledigt werden, dann war er an der Reihe, bis er sich erholen musste und wir seinen Rücken erklimmen konnten. Mit gewaltigen Schlägen konnten wir dann einen Haufen Steine bei Seite schaffen, der uns zuvor noch den Weg versperrt hatte. Hier darf man gespannt sein, welche Kreaturen man noch reiten darf!

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Fazit:

Ich muss ja zugeben – und bei meinem noch recht jungen Alter ist das nicht sonderlich verwunderlich: Ich hatte bisher nicht wirklich etwas mit Castlevania am Hut. Umso überraschter war ich dann, als ich den Titel selber mal anzocken konnte, denn die schnelle Action mit kurzen Schlägen, weit ausholenden Ketten-Angriffen und diversen Konter-Attacken erinnerte zwar stark an God of War, doch irgendwie war dann doch ein bisschen mehr Köpfchen notwenig, um die Gegner zu erledigen. Hinzu kommen die gelungenen Rätsel-Einlagen sowie die gelegentliche Verschmelzung der beiden Aspekte, die wirklich sehr gut gelungen ist! Gerne hätte ich mal gegeb einen dieser „bildschirmfüllenden“ Boss-Gegner gekämpft, die an Shadow of the Colossus erinnern sollen, doch zum Glück ist es Anfang Oktober schon so weit! Bis dahin wäre vielleicht mal der XBLA-Titel Castlevania: Harmony of Despair einen Blick wert…

Ersteindruck: Sehr gut

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