Dark Souls II Vorschau #2

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Zwei Stunden lang durchsterben. Hoffen, die richtige Taktik zu finden. Lifegems zu schlucken bis ich keine mehr habe. Die richtige Herangehensweise finden und ganz nebenbei ein waschechtes Hardcore-RPG erleben. Dark Souls II ist genau das, was Fans wollen und worauf sie hoffen: Brechend schwer und unglaublich komplex. In den zwei Stunden, die ich die Beta spielen konnte (und leider hatte ich keine Zeit am vergangenen Sonntag zu spielen), hatte ich einen Spaß wie seit Jahren nicht mehr. Woran das lag, erfahrt ihr in den nachfolgenden Zeilen.

Oh und übrigens: Dieses Spiel ist bei weitem nicht final und etwaige Dinge, die ihr hier anmerke, könnten im finalen Spiel wohlmöglich so nicht vorkommen! Es wird Änderungen geben!

dark_souls_ii_19092013_7Da stand ich also mit meinem Krieger an einem Lagerfeuer, 5000 vorgesammelten Seelen und Level 20. Es standen dabei aber auch andere Klassen zur Verfügung, darunter der Soldat, der Zauberer, Tempelritter, Dual Swordman (dessen deutsche Übersetzung ich mir vielleicht besser spare!) und der Jäger. Die ersten 90 Minuten habe ich aber mit dem Krieger verbracht und der Frage: Wie komme ich hier lebend heraus? Links neben mir stand ein untoter Händler, bei dem ich kurzerhand einen Blick in die verfügbaren Waren werfe, aber daraufhin doch nichts kaufe, denn das meiste davon ist sowieso zu teuer oder schlechter als das, was ich besitze. Die 5000 Seelen benutze ich am Lagerfeuer, um die Lebensenergie sowie Stärke zu verbessern. Einen Treffer mehr auszuhalten kann immerhin über Leben und Tod entscheiden.

Und nochmal!

Nachdem ich meinen Charakter also ein wenig stärker gemacht habe, ging es auch direkt in die Dunkelheit. Eine Fackel wäre ja nicht schlecht, allerdings müsste ich dafür meinen Schild aufgeben. Mh. Keine leichte Entscheidung. Für’s Erste habe ich mich gegen die Fackel entschieden und erledigte die ersten zwei Ghoule recht problemlos. Sogar ohne Schaden zu nehmen. Ein befriedigendes Gefühl. Daraufhin fand ich ein Gebäude, in dem es Dunkel wie in der Nacht war. Ich ging rein. Und starb. Meine erste Frage: „Was zum Teufel ist gerade passiert?“. Okay, also nochmal von vorne. Diesmal halte ich meinen Schild aufrecht, um mögliche Geschosse abzuwehren. Und siehe da, ein Bogenschütze aus den weiten Fernen der Dunkelheit griff mich an. Zudem standen da zwei Schurken, einer mit zwei Dolchen und sehr hoher Angriffsgeschwindigkeit und einer mit einer etwas schwereren Waffe.

Die bekannten Spielmechaniken des Vorgängers wurden dabei nahtlos übernommen und keinerlei großen Experimente gewagt. Das ist Dark Souls in Reinform. Nichtsdestoweniger gibt es auch einige Verbesserungen gegenüber dem ersten Teil, allen voran grafisch. Das Gras wiegt sich im Wind und selbst die Rüstung der Protagonisten interagiert mit den Wetterzuständen. Vorausgesetzt, ihr habt keine Plattenrüstung, sondern Leder oder ein Cape. Doch auch die Gegner haben deutlich dazugelernt und agieren sehr viel cleverer. Fieser.

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Und falls ich getroffen werde, stehe ich vor der schwierigen Wahl: Nutze ich meine Estus Flask oder lieber einen Lifegem? Erstere Wahl lässt meinen Charakter sehr langsam werden und Feinde nutzen diesen Umstand sofort aus. Die Lifegems hingegen regenerieren meine Lebensenergie nur langsam über einen gewissen Zeitraum, dafür aber kann ich mich mit maximaler Geschwindigkeit bewegen. Da letztere ohnehin sehr häufig in vernichteten Gegnern zu finden sind, entscheide ich mich für die taktisch etwas wertvolleren Lifegems. Apropos Lebensenergie: Ähnlich wie Demon’s Souls sinkt eure maximale HP mit jedem Tod, wenn ihr eure Menschlichkeit nicht zurückholt (und das tut ihr, indem ihr zum Ort eures Todes geht und eure Blutlacke anklickt).

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Alles in allem ist jeder Kampf Nervenkitzel pur, vor allem die vielen Bossbegegnungen haben es stellenweise in sich. Seien es mehrere starke Krieger-Skelette, Phantoms oder geisterartige Wesen mit Sensen oder riesigen Peitschen – Vorsicht und ein wenig Planung sind die Mutter der Natur. Es gilt immer sehr genau abzuschätzen, ob ihr einen Kampf gerade nehmen könnt oder lieber ein besseres Terrain sucht, bei dem ihr mehr Bewegungsfreiraum habt.


Ersteindruck:
120 Minuten Spielzeit für Dark Souls II. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass die Entwickler Sadisten sind, denn wie soll ich die fünf Monate bis zum Release des Spiels überstehen? Dark Souls II ist so verdammt gut und es ist genau das, was wir uns alle erhoffen: Wie Teil 1 nur besser. Es spielt sich genauso wie der erste Teil, hat aber ausreichend viele Detailänderungen, um Fans bei der Stange zu halten und ihnen neue Dinge zu liefern. Außerdem sieht der Titel fantastisch aus. Dark Souls II kniet nicht nieder vor dem Casual-Altar. Ihr werdet sterben, verdammt oft sogar. Der Schwierigkeitsgrad ist sogar noch höher als im ersten Teil, weil die Entwickler mit einer höheren Erfahrung rechnen und mehr Vorkenntnissen. Gut so!

Einschätzung: Sehr gut (14 Punkte – Wertung im Bereich von 90 Prozent und mehr!)




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