Doom VFR (PC) Vorschau

Doom VFR hat in einer rund 20 Minuten langen Anspielsession bereits außerordentlich gut gefallen. Während eines Events in den Räumlichkeiten von Bethesda konnte ich mir ein erstes Level des Spiels ansehen. Gezockt habe ich mit einem HTC Vive und fühlte mich sogleich mittendrin statt nur dabei. Wie mir die zugegebenermaßen kurze Demo gefallen hat, verrate ich euch in den nachfolgenden Zeilen des Artikels!

Machen wir uns nichts vor. Spieler lieben das neue Doom. Das waghalsige Tempo, die fetten Wummen, das „mitten in die Fresse“ Gefühl und die krasse Musik. Umso mehr hat es mich überrascht, dass die Entwickler all diese essenziellen Elemente einfach so in eine VR-Umgebung gepackt haben. Auf den ersten Blick erinnert das Geschehen ein bisschen an Robo Recall oder Superhot VR, doch es bietet genug Ansätze, um seine eigene Identität aufzubauen. Und das Wichtigste: Doom VFR ist quasi 1:1 dasselbe Spektakel wie das eigentliche Spiel.

Doom VFR

Doom VFR – Neuer Held, neue Story

In Doom VFR übernehmt ihr die Rolle eines neuen Charakters. Dabei handelt es sich um einen Wissenschaftler, der eigentlich während der Dämonen-Invasion des Mars gestorben ist. Sein Unterbewusstsein konnte jedoch gerettet und so auf eine künstliche Intelligenz übertragen werden. Deswegen ist es möglich, als Roboter auf jeder erdenklichen Station zu arbeiten. VFR spielt zudem nach den Ereignissen von Doom. Eure Aufgabe ist es, die tote Crew und die verbleibenden Dämonen zu entsorgen. Dass es hier auch sehr actionreich zugeht, ist also kein Zufall. So ein Roboter-Körper hält eine Menge aus.

Doom VFRDoom VFR spielt sich mit dem HTC Vive grundsätzlich wie Doom, wenngleich technisch durchaus Unterschiede vorhanden sind. Die Bewegung etwa ist nicht frei, obwohl das vermutlich sogar dank der starken Raumsensoren des Vive möglich wäre. Stattdessen aber nutzt ihr den linken Controller, um so zu eigens ausgewählten Orten zu teleportieren. Damit schaffen es die Entwickler auch spielend einfach, Motion Sickness zu vermeiden. Für diejenigen unter euch, die die schnelle Action bevorzugen: Das Touchpad des Vive Drückers könnt ihr auch bequem nach vorne, hinten, links, rechts drücken und teleportiert euch so in kurzen Abständen schnell in die entsprechende Richtung. Zudem lassen sich auf diese Art und Weise auch die fatalen Finishing Blows („Telefragging“) durchführen. Der Flow des Spiels unterbricht zu keinem Zeitpunkt. Ich kann mich jedenfalls an kein FPS erinnern, das sich so geschmeidig anfühlte und keinerlei Einbußen bei der Action machte.

Neben der Action soll es auch hin und wieder kleine Puzzle-Aufgaben geben. Diese konnte ich aber leider nicht während der 20 Minuten Spielzeit ausprobieren. Den Hauptanteil macht aber die Splatter-Action aus. Und das ist auch gut so, denn optisch wie auch akustisch gibt es bei Doom VFR überhaupt nichts zu bemängeln.


Ersteindruck:

Wenn Bethesda als Publisher irgendwas anpackt, dann kann es nur gut werden. Die vergangenen Jahre mit der Wiedergeburt von Wolfenstein oder eben Doom sind perfekte Beispiele dafür. Doom VFR zeigt anderen Shootern, wie der Hase läuft. Und im Falle von VFR läuft dieser mit maximaler Geschwindigkeit. Das irrwitzige Tempo des eigentlichen Spiels haben die Entwickler bestens in das VR-Spiel übertragen und einige gute Ideen eingebracht, um Motion Sickness zu entgehen. Wenn ihr ein HTC Vive besitzt und auf krasse, völlig übertriebene Action steht – Doom VFR wartet auf euch.

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... ehemaliger Chefredakteur bei Spieletester.de. Adam war seit der Gründung 2003 dreizehn Jahre auf unserer Plattform tätig.

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