Eigentlich bin ich ja überhaupt kein Fan von selbstlaufenden Demos, weil sie im Grunde nur Material zeigen, das hernach ohnehin nicht im Spiel vorkommt oder nicht genau in diesem Sinne. Da ich aber bisher leider noch gar nichts von Driver gesehen habe, ließ ich mich dennoch auf den Deal bei Ubisoft ein, wenn auch mit einem eher mulmigen Gefühl.

Und so kam es dann auch: Material, das eigentlich nicht Fisch und nicht Fleisch ist, nur wenige und nahezu nebensächliche Aspekte des Spiels zeigt, die über 100 lizenzierten Karren ins Rampenlicht rücken soll und ein wenig die Stadt vorführt. Längst bekannte Features (nämlich die der E3) wurden erneut vorgekaut und als neu verkauft, echte Neuheiten gab es nicht. Doch genug gemosert, kommen wir mal langsam zu den Fakten.

Driver so wie es sein soll

Die Überschrift signalisiert genau das, was Ubisoft vermitteln will: Driver San Fran ist genau das, was sich Fans gewünscht haben. Jedenfalls ist das der Claim und während der Präsentation wurden – um das natürlich zu bekräftigen – auch nur Verfolgungsfahrten aus dem Auto heraus gezeigt. Die eine gezeigte Mission war auch zugleich ein Showcase von San Fran an sich, denn die Stadt ist bekanntlich ziemlich groß und das wurde auch in der selbstlaufenden Demo durchaus deutlich. Die Straßen wirkten belebt durch die vielen, vielen Autos, die Menschen auf den Straßen und die Mini-Events, die es sonst noch so zu sehen gab (etwa einstürzende Konstruktionen) – es machte hierbei durchaus Spaß zuzusehen.

Die belebte Stadt ist aber durchaus wichtig für eines der ausschlaggebenden Features des Spiels, nämlich das Shifting. Damit könnt ihr on the fly von Auto zu Auto springen und damit im Matrixstyle die Führung über dieses gewinnen. Für diverse Missionen ist das auch immens wichtig, wie uns dann deutlich gemacht wurde anhand einer – man lese und staune – Verfolgungsjagd. Uns standen zwei Polizeiwagen zur Verfügung, um etwaigen Verkehr zu verdrängen, damit wir schlussendlich den Sträfling erreichen. Wenn das alles nicht reichen sollte, können wir auch das Shifting dazu nutzen, nicht nur von Polizeiwagen zu Polizeiwagen zu springen, sondern auch etwa einen weit entfernten Truck zu kontrollieren und diesen volle Kanone in den Sträfling zu lenken. An sich eine gute Idee, den ankommenden Verkehr für sich zu nutzen.

Eine andere durchaus nette Idee ist, dass ihr komplett herauszoomen könnt und dann von Zeit zur Zeit die Menschen in den Autos eingeblendet bekommt, die Missionen oder einfach nur Chatbubbles haben, um dem Spiel und vor allem den Menschen darin, eine Persönlichkeit zu geben. Ob das aber letztlich gut umgesetzt wird und die Missionen sich auf Dauer nicht zu schnell wiederholen, muss sich noch zeigen. Genau so wie vieles andere auch: Was für andere Missionstypen wird es geben? Bietet Driver noch weitere Attraktionen? Grafisch ist der Titel ganz gelungen, auch wenn GTA IV besser aussieht, obwohl der Titel einige Jahre mehr auf dem Buckel hat. Es gab überhaupt keine Antwort auf irgendeine Frage während der Ubipräsentationen – offensichtlich hielt man es nicht für nötig, der anwesenden Presse durchaus wichtige Fragen zu beantworten.


Fazit:

Bestseller PC & Konsolen Spiele

Mir gefiel es nicht. Und mit „es“ meine ich die Präsentation per se und nicht das Spiel, denn was will ich aus einer selbstlaufenden Demo und keinerlei Fragen zulassender Q&A an nennenswerten Informationen herausfiltern? Ich hätte auch gleich eine unkommentierte Theatre-Version sehen können und wäre gleichermaßen bedient gewesen. Driver an sich scheint ein ganz ordentlicher Titel zu werden, wobei ich die Qualität des Spiels anhand dieser selbstlaufenden Demo überhaupt nicht einschätzen kann. Der gezeigte Teil war schlichtweg nichtssagend.

Ersteindruck: Nicht möglich

 

Kommentar hinterlassen

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Spamschutz *