MMORPGs hier, MMORPGs da, überall gibt es Online-Rollenspiele, doch nur wenige Entwickler wagen mal etwas ganz neues und verbinden andere Genres mit den Features eines MMOs. Genau das hat das amerikanische Entwicklungsstudio Petroglyph Games getan und uns auf der gamescom mit End of Nations ein vielversprechendes MMORTS, also ein Online-Echtzeitstrategiespiel, gezeigt. Warum der Titel für Genre-Fans einen Blick wert ist, erfahrt ihr in unserer Vorschau!

Anarchie!

End of Nations spinnt die Wirtschaftskrise der letzten Jahre weiter und treibt sie auf die Spitze! Ein Staat nach dem anderen bricht zusammen und es entsteht Anarchie. Doch wie ein Phönix aus der Asche erhebt sich die „Order der Nationen“ aus den Überresten der großen Staaten, um wieder Ordnung in die Welt zu bringen, mit allen nötigen Mitteln! Aus einer Anarchie wird schnell Tyrannei und so vereinigen sich die unterdrückten Bürger und starten eine schlagkräftige Rebellion. End of Nations wirft euch auf die Seite dieser Rebellen und lässt euch überall auf der Welt gegen andere Spieler oder gemeinsam gegen die Order der Nationen antreten.

Ausgehend von einer nicht-zerstörbaren Basis produziert ihr eure Einheiten, von denen ihr im Laufe des Spiels natürlich immer weitere und bessere freischaltet – entweder durch Kämpfe und Belohnungen oder über Handel. Zunächst müsst euch jedoch für eine von drei Klassen entscheiden, zur Auswahl stehen der Tank-, Artillerie- sowie der Strike-Commander. Zwar könnt ihr auch als Strike-Commander fleissig Panzer bauen, doch nur der Tank-Commander hat hier einige Boni. Darüber hinaus könnt ihr eure Einheiten auch wie bei Warhammer individualisieren, bemalen und mit vorgefertigten Stickern ausstatten (eigene Aufkleber sind derzeit nicht in Planung, allein schon, weil schnell anstößige Symbole verwendet werden würden).

Krieg spielen

Im War Room habt ihr dann die gesamte Weltkarte mit ihren einzelen Schlachtplätzen im Überblick. Hier seht ihr auch, was eure Freunde zuletzt getan haben, welche Neuigkeiten es gibt und wo Mitstreiter von euch gerade kämpfen. Haben wir ein öffentliches Spiel gefunden, das uns zusagt, können wir direkt reinspringen. Nun ist vor allem eines wichtig: Das vorgegebene Punkte-Limit! Jede eurer Einheiten hat nämlich einen bestimmten Wert und um für etwas Balancing zu sorgen, ist jede Map mit einem Limit ausgestattet. Starke Spieler könenn so zum Beispiel nur eine super-große Mega-Einheit aufstellen, während Spieler mit einem niedrigeren Level und entsprechend schwächeren Einheiten wesentlich mehr auffahren dürfen. Dadurch sollen auch Kämpfe zwischen Level 50 und Level 30-Spielern ermöglicht werden.

End of Nations

Seid ihr dann im richtigen Spiel, steuert sich End of Nations wie ein klassisches Echtzeitstrategiespiel, schließlich hat Petrogylph Games hier schon mit Universe at War, Star Wars: Empire at War und Panzer General reichlich Erfahrung gesammelt. Die einzige Auffälligkeit ist die für MMORPGs typische Angriffs-Leiste, auf der sich diverse Spezialfähigkeiten, in diesem Falle zum Beispiel Rauchgranaten oder Schilde, befinden. Neben dem Kampf gegen die Order der Nationen, in dem ihr zusammen mit euren Mitstreitern diverse Missionen erledigen müsst, um letztendlich gemeinsam vor einer gewaltigen Artillerie-Kampf-Maschine, die einem laufenden Todesstern gleicht, kämpfen müsst, gibt es natürlich auch den Kampf gegen andere Spieler. Hier sind die Kapazitäten nahezu unbegrenzt und rein theoretisch können locker 50, 60, ja sogar 100 Spieler gegeneinander spielen und sich in gewaltigen Materialschlachten, inklusive Superwaffen wir Atombomben, austoben. Einziges Hindernis ist hier natürlich der Spaßfaktor und Petroglyph Games achtet darauf, gleichzeitig den Spielspaß am Leben zu halten, der bei über 40 unterschiedlichen Gegnern mit ihren eigenen Armeen schonmal gerne zu Grunde gehen kann, aber auch die Hardware-Anforderungen zu berücksichtigen. So wird der Detail-Level beim Herauszoomen deutlich heruntergefahren, damit die Performance auch bei Massenschlachten noch gut erhalten bleibt.

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Fazit:

Die Präsentation zu End of Nations hat uns zwar nur einen kleinen Vorgeschmack auf unsere Zukunft geben können, doch was Petroglyph Games da auf die Beine gestellt hat, sieht schon ganz ordentlich aus. Besonders die Schlachten mit dutzenden von Spielern klingen sehr interessant, bleibt nur die Frage, wie hoch die Hardware-Anforderungen letztendlich werden. Außerdem gibt es auch noch keine näheren Details zum Abo-System und gerade das ist einem MMO ja schließlich bei einem MMO eine der wichtigsten Fakten beim Kauf. Bis zum Release im kommenden Jahr ist aber noch reichlich Zeit und wenn die Entwickler das ausbauen, was sie schon jetzt fertiggstellt haben, dürfte da ein richtig gelungener MMO-RTS-Mix auf uns zukommen.

Ersteindruck: Gut

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