Escape Dead Island – gamescom 2014 Vorschau

1

Wer Dead Island hört, denkt wahrscheinlich an brutale Frontal-Action mit viel Gore und das Ganze am besten möglichst nah dran. Dafür ist das Spiel schließlich bekannt und auch der zweite Teil tritt in die Fußstapfen des Vorgängers. Doch Escape Dead Island teilt sich mit den beiden Spielen eigentlich nur den Namen, das Universum und Zombies. Abgesehen davon ist es ein gänzlich anderes Spiel, nämlich ein Third Person Mystery Survival Shooter in Cel-Shading-Optik, der sich ganz auf den Singleplayer konzentriert. Ihr habt genau richtig gelesen, die Entwickler von Fatshark aus Stockholm haben es sich zur Aufgabe gemacht, den Namen Dead Island auch in einem etwas anderen Licht zu präsentieren. Ich war für euch vor Ort und habe mir den Titel zeigen lassen.

Keine optimalen Bedingungen

escape_dead_island_02072014_4Nachdem ich gestern kurz Dead Island 2 anspielen konnte und gar nicht begeistert war, ging ich mit gemischten Gefühlen in die Präsentation von Escape Dead Island. Ich wusste zwar, dass es sich um ein ganz anderes Spiel handelt, das im Prinzip nur das Universum und Zombies mit Dead Island gemeinsam hat, aber trotzdem hatte ich keine große Vorfreude. Mein skeptisches Gefühl schlug dann aber fast schon schlagartig in reine Freude um und spätestens als ich meine Hände selbst an das Spiel anlegen konnte war klar: Hier ist was ganz interessantes in der Mache.

In Espace Dead Island spielt ihr den versnobbten und arroganten Cliff, Sohn eines Medienmoguls, der im Leben nicht wirklich etwas auf die Reihe bekommen hat und nun mit seinen Freunden auf einem Boot unterwegs ist, um eine Dokumentation über den Zombie Ausbruch zu drehen, um den es in den Dead Island Spielen geht. Das geht natürlich schief, die Truppe erleidet Schiffsbruch und nachdem Cliff bewusstlos wird, wacht er in einem Frachtcontainer wieder auf, erinnert sich an nichts und ist erst einmal auf sich alleine gestellt. Das Blöde: Überall wimmelt es von Zombies. Also sind die Ziele für einen geübten Spieler klar gesteckt: Waffen finden, Freunde finden, den Aufenthaltsort herausfinden und schließlich abhauen. Gesagt, getan und schon von Anfang an fällt auf, wie gewohnt anders und frisch Escape Dead Island sich spielt.

Als erstes fällt der moderne Cel-Shading-Look ins Auge, der ziemlich sauber gehalten ist und mit seinen Comic-Aufploppern und den kantigen Gesichtern mehr an das Kultspiel XIII, als an moderne Cel-Shading-Titel wie Borderlands erinnert. Die nächste Auffälligkeit: Escape Dead Island ist ein Third Person Spiel. Und schon nach wenigen Minuten zahlt sich die erweiterte Übersicht der Perspektive auch schon aus, denn wir müssen uns – unbewaffnet wie wir sind – um die ersten Zombies herumschleichen. Wie ein sehr ungeübter Sam Fisher krabbeln wir über den Strand und durch ein kleines Warenlager, bis wir schließlich mit einem Schraubenzieher unsere erste Waffe finden. Und dann nimmt das Spiel so langsam fahrt auf und beginnt zu motivieren. Am Ende der ca. 15 Minuten Anspielzeit habe ich bereits meine zweite Waffe, eine Freundin wiedergefunden und bin gerade hochmotiviert, endlich die Insel zu erkunden und weiterzukommen. Escape Dead Island beruft sich ganz auf die Stärken eines Singleplayer-Spiels: Atmosphäre, Storytelling und gut gesetzte Ziele.

escape_dead_island_02072014_2

80s Horror Comic

Auch wenn der Stil eher auf subtile Spannung statt auf plumpen Splatter aus ist, mangelt es nicht an zermatschten Zombies und schwarzem Humor. Spätestens wenn man vernünftige Waffen bekommt oder im New Game+ sogar komplett bepackt gegen die Zombie Horden antritt, kommt zusammen mit der Optik und dem Soundtrack teils trashige 80s Comic Atmosphäre auf und zwar in einem sehr guten Maße. Man fühlt sich ein bisschen an Klassiker wie From Dusk Till Dawn erinnert, und das obwohl man kurz zuvor noch ängstlich und fast wehrlos ausgeliefert war. Wenn das Team um Fatshark diese Ambivalenz im gesamten Spiel durchziehen kann, steht mit Escape Dead Island definitiv ein Shooter-Geheimtipp an.

Bestseller PC & Konsolen Spiele


[blockquote cite=”Philipp Kleidt”]Ersteindruck: So kann es manchmal kommen, da gehe ich mit niedrigen Erwartungen zum Termin und komme heraus in der Überzeugung, mein persönliches Messehighlight gesehen zu haben! Wie lange habe ich gehofft, dass endlich ein XIII-Nachfolger erscheint und wie sehr habe ich mich gefreut, als ich die ersten Schritte in Escape Dead Island gemacht habe und es sich einfach richtig angefühlt hat. Stil, Humor, Gameplay – hier scheint momentan alles wie die Faust aufs Auge zu passen. Wenn das fertige Spiel auch nur ansatzweise so gut wird, wie die Präsentation es heute vermuten ließ, wird Escape Dead Island sicherlich ein Spiel, was viele von euch glücklich machen wird. Mein persönlicher gamescom-Geheimtipp in diesem Jahr!.

[/blockquote]

Einschätzung (keine finale Wertung!):

Kommentar hinterlassen

1 KOMMENTAR

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Spamschutz *