F1 2014 Vorschau

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Ich muss ja zugeben: Ein wenig war ich ja schon enttäuscht, als Codemasters seinen neuesten Ableger von F1 für die alte Konsolengeneration ankündigte. Und unweigerlich entstand auch eine Sorge in mir, die mir sagte „Das kann doch nur ein lauer Aufguss von 2013 sein mit marginalen Optimierungen“. Doch dann fiel mir ein, dass die Formula One das Regelwerk gravierend geändert hatte und Turbomotoren erlaubt sind. All diese Änderungen sind – zusammen mit den neuen Pisten – bereits integriert. Führen diese auch zu einem neuen Spielgefühl? Wie sich das alles mit einer alten Engine verträgt, erfahrt ihr in den nachfolgenden Zeilen.

Die gespielte Version von F1 2014 enthielt leider noch nicht die Karriere und auch der Mehrspieler-Modus war nicht aktiv, doch so viel sei gesagt: Im Gegensatz zu F1 2012 ist der Grand-Prix-Modus auf jeden Fall mit dabei. Kein Wunder, schließlich wurden viele Elemente von F1 2013 übernommen. Keine schlechte Sache, denn der letzte Ableger gilt gemeinhin als bester der Reihe.

Neues Regelwerk, neues Spielgefühl?

f1_2014_31072014_6Falls euch die Änderungen nicht geläufig sind, will ich euch die wichtigsten einmal kurz nennen: Die seit acht Jahren verwendeten 2,4 Liter V8-Saugmotoren haben ausgedient und müssen mit einem 1,6 Liter V6-Turbomotor ersetzt werden. Neben festgesetzten Parametern beim Hubraum sowie der Zylinderzahl darf es nur noch einen einzigen Turbolader geben. Außerdem dürfen Fahrer nur noch fünf statt der bisherigen acht Aggregate nutzen. Für den Fall, dass ein Fahrer ein zusätzliches Power-Unit benötigt, muss dieser aus der Box starten. Auch am Chassis gibt es Änderungen, womit die Stufennase endgültig verbannt wird. Diejenigen unter euch, die sich für die Formel 1 interessieren, wissen aber: Wirklich schöner sehen die neuen Boliden dadurch auch nicht aus.

Damit aber nicht genug, denn auch das Strafpunktesystem wurde geändert. Je nach Schwere des Vergehens erhalten Fahrer nun eins, zwei, drei oder fünf Punkte zusätzlich zur normalen Strafe. Die gesammelten Punkte halten das gesamte Jahr auf der Lizenz des Piloten. Sobald zwölf Punkte angesammelt wurden, gibt es eine Strafe: Er muss ein ganzes Rennen aussetzen. Die Punkte verfallen daraufhin.

Doch kommen wir zum eigentlichen Spiel. Wie die Karriere aussieht, können wir auch derzeit nicht sagen. Doch Codemasters hat auch in F1 2014 nicht gespart und allerhand Modi reingepackt. Vom Grand Prix über „Proving Grounds“ bis hin zur Karriere und dem Mehrspieler-Modus ist alles wieder mit dabei, was Rang und Namen hat. Bei Proving Grounds dürft ihr eure Fähigkeiten im Szenario-Modus, Time Attack und Time Trials testen, wobei euch hier verschiedene Schwierigkeitsgrade mit weltweiten Leaderboards zur Verfügung stehen. Vom Classic-Modus aus dem Vorgänger war in der Vorschau-Version bisher nichts zu sehen.

Mit F1 2014 haben die Entwickler es sich auf die Stirn geschrieben, den Titel grundsätzlich zugänglicher zu gestalten. Und das ist auch durchaus gelungen, denn dank zahlreicher verschiedener Fahrhilfen (Brems-, Lenk-, Traktionskontroll-, Boxenassistenz, uvm.) könnt ihr das Fahrerlebnis bestens auf eure spielerischen Fähigkeiten abstimmen. Für die Veteranen unter euch, die eine beinharte Simulation suchen, gibt es ebenfalls die Möglichkeit alles auszustellen und die Flashbacks auszuschalten sowie Schäden am Fahrzeug zu aktivieren. Wirklich realitätsnah ist die Sache aber nicht, denn derzeit verhalten sich die Boliden noch etwas unnatürlich in manchen Kurvenlagen. Die Entwickler haben überdies ein neues Spielerbewertungssystem integriert, das euch nach einem Testrennen möglichst genau in einen der Schwierigkeitsgrade verfrachtet. In meinem Fall funktionierte das ziemlich gut, wenngleich für meinen Geschmack zu vorsichtig vorgegangen wurde und allerhand Fahrhilfen eingeschaltet blieben. Übrigens: Die Schwierigkeitsgrade wurden ebenfalls etwas breiter gefächert, um euch mehr Optionen zu geben.

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Generell hat sich beim Fahrgefühl trotz der maßgeblichen Änderungen am Regelwerk nicht viel geändert. Ja, die Boliden fühlen sich etwas anders an, doch die versprochene Revolution bleibt aus. Vielmehr ist das hier eine konsequente Evolution einer längst betagten Engine. Ich gehe stark davon aus, dass die echten Änderungen erst im kommenden Jahr auf der PlayStation 4 und Xbox One zu sehen sein werden. Die PC-Fassung von F1 2014 profitiert jedenfalls nicht gegenüber der PS3 und Xbox 360, wenngleich der Titel natürlich deutlich besser aussieht als auf den betagten Konsolen. Die Steuerung ist dafür aber weiterhin sehr authentisch und präzise.


[blockquote cite=”Adam Smieja”]Ich bin immer noch traurig darüber, dass F1 2014 für die letzte Konsolengeneration erscheint. Und das merkt man auch der PC-Fassung des Spiels an, denn die Wettereffekte etwa wirken genauso billig wie noch in F1 2013. Zwar sieht alles andere fantastisch aus, doch der Unterschied zu einem Forza 5 oder Project CARS ist deutlich sichtbar. Abseits der technischen Mängel aufgrund einer veralteten Engine gibt es aber keinen Grund zum Meckern. F1 2014 spielt sich nach wie vor exzellent und bietet Fans eine gelungene Evolution der Serie. Die Änderungen am Regelwerk wirken sich meiner Meinung nach nicht so stark auf das Fahrgefühl aus wie ich es mir erhofft habe. Und die Gegner-KI könnte ebenfalls an Können zulegen – doch das erwarte ich eher von der 2015er Version. So oder so: Fans der Formel 1 kommen definitiv nicht um F1 2014 herum. Ich bin gespannt, was die Karriere diesmal auf dem Kasten hat, denn die konnte ich in der Vorschauversion noch nicht spielen.[/blockquote]

Einschätzung (keine finale Wertung!):

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