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Far Cry 5 (E3 2017) Vorschau

Während uns der letzte Ableger der Far Cry-Reihe weit, weit in die Vergangenheit schickte, dürfen wir in Far Cry 5 den patriotischen Geruch von BBQ, Abgasen und Freiheit erschnuppern. Es geht in die USA des 21. Jahrhunderts und als gäbe es in den Staaten aktuell nicht ohnehin genug Chaos, sorgt in Far Cry 5 auch noch eine religiöse Sekte für Unruhe. Wir haben uns den Titel in einer 30-minütigen Demo auf der E3 in Los Angeles anschauen können. Gelingt der Homerun? Erfahrt es in den nächsten Zeilen!

Far Cry 5 – God Bless America

Far Cry 5roblem: Die religiöse Sekte „Eden’s Gate“, angeführt durch den fanatischen Joseph Seed, überfällt im Namen ihres Glaubens eine Siedlung nach der anderen und macht das Leben für die Bewohner von Hope County quasi zur Hölle. Als namensloser Hilfsscheriff sollen wir den Sektenführer, der sich selbst schlicht „Vater“ nennt, verhaften und dem Chaos ein Ende bereiten – wenn das doch nur so einfach wäre.

Erstmalig in der Geschichte der Far Cry-Reihe dürft ihr übrigens euren Charakter frei gestalten. Nicht nur das Aussehen, auch das Geschlecht und die Hautfarbe sollen wählbar sein. In der Demo konnten wir uns davon zwar keinen eigenen Eindruck machen, dieser Schritt zeigt aber bereits sehr gut, dass Ubisoft mit Far Cry 5 in eine wesentlich offenere Richtung gehen will. So könnt ihr die offene Spielwelt komplett nach eurem Gusto erkunden und dabei vorgehen, wie ihr wollt. Das große Ziel: Verbündete finden und einen Widerstand gegen die Sekte gründen. Wie ihr dabei vorgeht, bleibt euch überlassen. Die klassischen Ubisoft-Türme sind auch verschwunden, ihr rennt also nicht mehr relativ linear von einem Punkt zum nächsten um das entsprechende Gebiet freizuschalten.

Far Cry 5 – Qual der Wahl

Auf eurem Abenteuer lernt ihr dabei zahlreiche Charaktere kennen, die euch im Kampf gegen Eden’s Gate unterstützen. Die Demo stellte uns dabei zur Befreiung der Siedlung „Fall’s End“ drei Helfer zur Auswahl: Die lautlose Scharfschützin Grace, den brachialen Bomberpiloten Nick und unseren treuen Hund Boomer. Je nachdem, für wen ihr euch entscheidet, wird sich eure Herangehensweise ändern. Kontextsensitiv können wir Grace beispielsweise im nahelegenden Wasserturm positionieren und selber mit Schrotflinte und Sturmgewehr am Boden kämpfen. Oder wir schleichen uns rein und nutzen Boomer dabei, um Gegner zu markieren und lautlos Gegner auszuschalten. Wer gerne Explosionen sieht, kann natürlich auch einfach Nick anrufen, der im Nu ein paar Bomben abwirft.

Sicherlich werden diese drei KI-Kameraden aber nicht die einzigen Helfer sein. Ähnlich wie in Far Cry: Primal könnt ihr beispielsweise andere Tiere zähmen, darunter Bären oder Berglöwen, die für euch dann die Arbeit übernehmen. Cool: Boomer kann Gegner nicht nur zu Boden zerren, sondern auch ihre Waffen klauen und zum Spieler bringen. Wer keine Lust auf KI-Kollegen hat, darf sich übrigens auch einen Freund dazuholen. Die komplette Kampagne von Far Cry 5 wird im Koop-Modus spielbar sein, wobei euer Kumpel ähnliche Rollen ausfüllen und sich beispielsweise hinter das Steuer des Bombers setzen kann.

Far Cry 5 –Das Land der unendlichen Möglichkeiten

Die spielerische Freiheit in Far Cry 5 macht sich nicht nur in der Eroberung von Siedlungen und Auswahl von Partnern deutlich, sondern fängt erst bei der offenen Spielwelt so richtig an, zu glänzen. Schon die ersten 20-30 Minuten im schönen Montana fühlten sich wesentlich freier an, als jedes andere Far Cry-Spiel zuvor, in dem ganz klar war, wo uns das Spiel als nächstes hinschickt. Stattdessen können wir hier mit Trucks, Pickups, Traktoren oder gar Flugzeugen die Spielwelt erkunden und stolpern dabei über kleinere Missionen oder Ereignisse, die die tragische Situation in Hope County näher erläutern. Dabei lernen wir dann auch neue Verbündete kennen und bauen so Stück für Stück unseren Widerstand auf.

Wer von all dem eine Pause braucht, kann sich auch einfach zum nächsten See begeben, die Angelrute auswerfen und ein paar Fische fangen. Ja, Far Cry 5 bietet ein Angel-Minigame, das sogar ziemlich viel Spaß macht! Problemlos hätten wir die 30 Minuten am See verbringen können, dann hat aber doch die Pflicht zur Action gerufen. Grafisch sieht Far Cry 5 übrigens hervorragend aus. Nicht nur hat sich Ubisoft Montreal mit Montana ein bildhübsches Areal ausgesucht, auch Explosionen, Animationen und Effekte sehen – vor allem mitten im Gefecht – buchstäblich bombastisch aus. Wenn sich diese cineastische Qualität durch den Rest des Spiels zieht, wartet hier definitiv ein Augenschmaus!


Ersteindruck:

Wie sehr bin ich sie leid gewesen: Die Erkundungstürme der Marke Ubisoft Open World-Spiel. Egal ob in Far Cry, Assassin’s Creed oder Watch Dogs, das Spielprinzip war immer dasselbe und nach all den Jahren mittlerweile nur noch nervig. Far Cry 5 scheint hier in eine wesentlich offenere Richtung zu gehen und macht vieles richtig, um dem Spieler das Gefühl der Freiheit zu verleihen. Unsere ersten 30 Minuten mit dem Spiel waren fantastisch – wenn diese die Klasse des restlichen Spiels widerspiegeln, haben wir hier einen guten Kandidaten für das beste Far Cry seit langem!

... ist freier Redakteur bei Spieletester.de seit 2013. Zuvor übernahm er die Leitung des Portals. Seine Lieblingsgenre sind Fantasy-Rollenspiele (The Elder Scrolls/The Witcher) und Action-Adventures (The Last of Us).

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