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Far Cry 5 (PS4) Vorschau

Ubisoft hat uns eingeladen einen ersten Blick auf das neue Far Cry 5 zu werfen. Wir haben uns die Gelegenheit nicht entgehen lassen. Was für einen Eindruck das Spiel auf uns gemacht hat, erfahrt ihr im folgenden Artikel.

Vor kurzem landete die Einladung zu einem Presseevent für Far Cry 5 in unserer Redaktion auf dem Tisch. Ohne lange zu überlegen, packte ich meine sieben Sachen und machte auf den Weg zum Veranstaltungsort. Als ich dann vor einer Kirche stand, habe ich nicht schlecht gestaunt.

Die Einrichtung war geschmückt in den Farben Amerikas und auf den Tischen standen schon Burger und American Cheesecake bereit. Ein großartiger Chor sorgte mit einem extra für das Spiel komponierten Song für die passende Kirchenstimmung. Doch was genau hat das jetzt mit Far Cry 5 zu tun?

Far Cry 5 – Vater, lass mich beichten

Die Antwort ist einfach: In Far Cry 5 zieht es euch ins heutige Amerika. Ihr werdet jedoch keine Großstadt aufsuchen. Stattdessen führt euch das fiktive Hope County ins ländliche Montana. Um dieses möglichst realitätsgetreu darzustellen, hat das Ubisoft-Team sogar extra Vor-Ort-Aufnahmen gemacht.

Das erklärt schon mal die Speisen und die Farbwahl. Bleibt nur die Frage nach der Kirche. Anders als in den vorherigen Teilen der Far Cry Reihe, habt ihr es in Far Cry 5 nicht mit einem wahnsinnigen Diktator zu tun. Jedenfalls nicht direkt. Mit dem größenwahnsinnigen Joseph Seed, aka Vater Joseph, seht ihr euch diesmal einem Sektenführer gegenübergestellt. Dieser ist fest davon überzeugt, von Gott als Erlöser auserwählt worden zu sein. Um Joseph dabei möglichst glaubwürdig erscheinen zu lassen, wurden sogar Experten ins Team geholt, die sich mit tatsächlichem Sektentum beschäftigen.

Joseph glaubt, dass das Ende der Welt bevorsteht und sieht seine Aufgabe darin, so viele Menschen wie möglich vor dem Fegefeuer zu retten. Dafür gehen er und seine Familie ironischerweise sogar über Leichen. Denn wer sich Vater Joseph und Eden‘s Gate nicht anschließt, gilt als Sünder und muss aus der Gemeinde entfernt werden. Dafür stehen Joseph sowohl seine beiden Brüder John und Jacob, als auch die mysteriöse Faith zur Seite. Gemeinsam übt die Seed Familie ihren Einfluss auf einen Großteil von Hope County aus. Josephs Jünger sind dabei mehr als bereit, ihr Leben für ihren Erlöser zu geben.

Far Cry 5 – Widerstand wider Willen

Wie bereits im Voraus angekündigt, hat Ubisoft mit Far Cry 5 der Reihe einen neuen Anstrich verpasst. Erstmals schlüpft ihr nicht in die Rolle eines vorgefertigten Charakters. Stattdessen dürft ihr euch diesmal ein Männlein oder Weiblein nach euren Vorstellungen erstellen. Als neuer Nachwuchsdeputy des Hope County Sheriff Departements ist es eure erste Aufgabe, niemand geringeren als Joseph Seed zu verhaften und aus seiner Gemeinde abzuführen.

Mit den Worten „Gott wird das nicht zulassen“ lässt sich Vater Joseph von uns die Handschellen anlegen. Es kommt, wie es kommen muss. Schnell wird klar, dass Vater Josephs Einfluss weiter reicht, als man zunächst vermuten könnte. Eine fehlgeschlagene Verhaftung und einen Hubschrauberabsturz später findet ihr euch daher auf der Flucht wieder. Die Gemeindemitglieder von Eden’s Gate hängen euch dabei stets im Nacken.

Glücklicherweise findet ihr jedoch schnell Unterschlupf bei einem zunächst unbekannten Verbündeten. Dieser stellt eure Fähigkeiten prompt auf die Probe und trägt euch auf, das Gebiet von den Gläubigen zu befreien. Dafür könnt ihr Gefangene befreien, Stützpunkte der Gläubigen einnehmen, ihre Schreine zerstören und dabei neue Verbündete für den Widerstand gegen die Sekte gewinnen. Vom frisch gebackenen Polizisten, werdet ihr also in kürzester Zeit zum Widerstandskämpfer.

Um den Widerstand jedoch überhaupt zu einer richtigen Bedrohung für die Gemeinde machen zu können, benötigt ihr Kämpfer. Dafür könnt ihr überall in der großen, offenen Welt diverse Personen treffen, deren Abneigung gegenüber der Sekte ebenso hoch ist, wie eure eigene. Ob kriegserfahrene Scharfschützin, diabetiskranker Grizzlybär oder Fanliebling und Vollzeitkatastrophe Hurk. Für Abwechslung ist bei den NPCs auf jeden Fall gesorgt.

Far Cry 5 – Ohne Ende Content

Wenn ihr gerade nicht mit einer Hauptmission beschäftigt seid, könnt ihr euch beispielsweise einer der vielen Herausforderungen widmen. Schließt ihr eine davon ab, erhaltet ihr Token, die ihr wiederum in neue Fähigkeiten investieren könnt. Ihr könnt eure Zeit jedoch auch beim Angeln oder beim Jagen vertreiben. Und wenn euch das nicht extrem genug ist, könnt ihr euch an den epischen Stunts von Clutch versuchen. Dieser war sowas wie Hope Countys eigener Evel Knievel und gilt unter den Einwohnern als Legende.

Spielerisch verhält sich Far Cry 5 insgesamt nicht viel anders, als bei den Vorgängern. Zwar müsst ihr nicht mehr auf diverse Funktürme klettern, um die Karte aufzudecken, im Kern ändert sich jedoch nicht viel. Ihr könnt immer noch schleichen, Takedowns existieren ebenfalls noch. Die Fahrzeugsteuerung ist auch gleichgeblieben. Kurz: Far Cry 5 ist immer noch Far Cry. Jedoch gibt es durchaus auch Veränderungen. Allen voran wohl den Multiplayer-Modus, den ich jedoch zeitlich leider noch nicht selbst testen konnte. Was ich gesehen habe, lässt jedoch auf Gutes hoffen.

Neben dem eigentlichen Hauptspiel wurde auch schon ein Ausblick auf weitere Inhalte gegeben. Mit drei verschiedenen DLCs, die inhaltlich nicht unterschiedlicher sein könnten, dürft ihr euch entweder auf dem Mars einer Alieninvasion in den Weg stellen, seht die Auswirkungen einer Zombieapokalypse oder erlebt den Vietnamkrieg aus ersten Hand. Zudem wird wie bereits Angekündigt Far Cry 3 neu aufgelegt.

Als wenn das noch nicht reichen würde, gibt Ubisoft mit Far Cry Arcade den Spielern die Schlüssel zur firmeneigenen Bastelkiste in die Hand. Diese können dann mit Hilfe etlicher Gegenstände aus den Far Cry Teilen, aber auch mit Items aus Watch Dogs oder Assassins Creed eigene Level und Herausforderungen erstellen. Der Arcade Modus soll dabei sowohl im Singleplayer, als auch im Multiplayer spielbar sein und sogar diverse PvP-Modi mit sich bringen.


Ersteinschätzung

Nachdem Ubisoft mit Assassin’s Creed Origins bereits gezeigt hat, wie man einer Serie neues Leben einhaucht, scheinen sie ihre Kreativität auch in Far Cry 5 wieder voll auszuleben. Auch wenn viele Features aus den Vorgängern übernommen wurden, fühlt sich Far Cry 5 frisch an. Ein Eindruck, der sich hoffentlich mit der Vollversion bestätigen wird. Ich jedenfalls freue mich schon jetzt aufs Release und kann es kaum erwarten, Vater Joseph sein selbstgefälliges Grinsen auszutreiben und Hope County wieder in den friedlichen Vorort zu verwandeln, der er sein sollte.

... ist seit Februar 2017 als Redakteur für Spieletester.de tätig. Er ist ein waschechter PS4 Freak, hat 40 Platin Trophies und liebt Herausforderungen wie Dark Souls, Bloodborne oder Nioh.

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