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For Honor Vorschau #2

Während eines Events in Paris hatte ich einmal mehr die Gelegenheit, For Honor zu spielen. Dabei haben die Entwickler das neueste Feature des Spiels in den Fokus gerückt: Faction Wars. Was das ist und was ich sonst noch spielen durfte, erfahrt ihr in den nachfolgenden Zeilen!

Wenn ihr bisher gedacht habt, dass For Honor ein reiner Mehrspieler-Titel wird, bei dem ihr lediglich von Lobby zu Lobby und Match zu Match springt, dann irrt ihr. Und zwar gewaltig! Die talentierten Jungs und Mädels bei Ubisoft haben nämlich einige Asse im Ärmel. Dazu wurde während des Events der Faction War angekündigt. Dabei handelt es sich um eine persistente Spielwelt, die sich sehr dynamisch verhält und auf die Geschehnisse des Mehrspieler-Modus reagiert.

For Honor

For Honor – Territorialherrschaft gewünscht

Auf einer Übersichtskarte sind alle Territorien des Spiels dargestellt, die von den verschiedenen Fraktionen kontrolliert werden. Mithilfe von Auseinandersetzungen lassen sich diese dann innerhalb einer Season für sich gewinnen. Und das Beste: Das Feature setzt voll und ganz auf Cross-Plattform. Dabei werden die Datensätze von PC, PlayStation 4 und Xbox One gleichermaßen synchronisiert. Ob ihr gegen Spieler anderer Plattformen zocken werdet, haben die Entwickler allerdings nicht verraten. Es erscheint unwahrscheinlich, dass Konsolenspieler untereinander zocken werden.

Zu Beginn einer Season entscheidet ihr euch also für eine der drei Fraktionen und kämpft anschließend an den verschiedenen Locations gegen eure Feinde. Je besser eure Fraktion abschneidet, desto mehr Anspruch lässt sich auf das Territorium erheben. Dabei unterscheidet das System in Züge, Runden und Seasons. Ein Zug dauert sechs Stunden, eine Runde zwei Wochen und eine Season zehn Wochen. Belohnungen gibt es am Ende einer Season für jede Fraktion – egal, ob ihr am Scharmützel teilgenommen habt oder nicht.

For HonorAußerdem haben die Entwickler die Maps auf die jeweiligen Fraktionen angepasst. Eine Karte verfügt also über einen gänzlich anderen Look & Feel, wenn die Vikinger sie beherrschen als bei den Samurai oder den Rittern. Übrigens: Auch Botmatches zählen, wenngleich geringer, zum Faction War. Insgesamt soll es zwölf Maps zum Launch geben, die zwischen vier und sechs Variationen besitzen. Bei den Belohnungen gibt es sogenannte Scavenger Crates, also Kisten. Darin findet ihr Stahl, die Hauptwährung des Spiels, sowie kosmetische Items wie Skins.

For Honor – Kein Community-Split gewünscht

Außerdem gaben die Entwickler während der Präsentation mehrfach betont, dass sie die Community zu keinem Zeitpunkt in zwei oder mehrere Lager teilen wollen. Deswegen werden sämtliche Maps und Modi kostenlos angeboten. Zudem werde neuer DLC auf den Verlauf der Faction Wars angepasst. Zwar werde es Mikrotransaktionen geben, mit denen sich Stahl kaufen lässt, doch das bringt nicht viel, denn „ihr müsst spielen, um das auch nutzen zu können.“

Um das neue System mit möglichst vielen Spielern zu testen, werde es deswegen eine Closed Beta im Januar 2017 geben. Dann dürft ihr auch einen neuen Modus ausprobieren sowie die drei vorgestellten Helden zocken: Den Peacekeeper, Shugoki und Warlord. Diese spielen sich natürlich allesamt extrem unterschiedlich und erfüllen verschiedene Rollen innerhalb ihrer Fraktionen. Der Shugoki ist beispielsweise sehr langsam, teilt mit seinem dicken Knüppel aber so richtig aus. Der Peacekeeper hingegen ist ein flinker Assassine, der sich auf Konter ausgelegt hat.

For HonorZudem wird die Beta drei Spielmodi bieten, wovon zwei bereits bekannt sind: Dominion, Duel und – neu dabei – Elimination. Beim letzteren handelt es sich um einen 4vs4-Modus im Best-of-5-Format und Last Man Standing. Um den Kämpfen mehr Oomph zu geben, gibt es auf den Maps einige Boosts, die die Geschwindigkeit, Stärke oder Verteidigung verbessern.

Während des Spielens mit den anderen anwesenden Journalisten stellte sich heraus, dass dieser Modus mitunter am meisten Spaß macht. Die Spannung ist sehr groß, wenn nur noch ein Mann aus dem Team lebt und versucht, einen anderen wiederzubeleben, während ihn drei oder vier andere jagen. Generell hat sich am Gameplay im Detail so einiges getan. So ist es nicht mehr möglich, ewig lange eine Kampfposition zu halten. Damit werden die Kämpfe umso intensiver und taktischer.

For Honor – Ausbaufähiger Singleplayer

Doch For Honor ist nicht nur ein reines Mehrspieler-Vergnügen. Auch eine Singlepalyer-Kampagne wird euch geboten, in der ihr alle drei Fraktionen begleiten werdet. Während des Events konnte ich dabei die erste Mission der Vikinger zocken und eine mit den Samurai. Beide waren sehr einfach und forderten mich als Spieler zu keinem Zeitpunkt. Zu zaghaft sind die KI-Feinde und es bleibt fraglich, ob es höhere Schwierigkeitsgrade gibt, die mehr Anspruch bieten.

For Honor

Während der Missionen galt es verschiedene Punkte zu zerstören oder Objekte aufzusammeln. Bei der Vikinger-Mission musste ich zudem ein Oberhaupt zu erledigen, wobei der Kampf in zwei Phasen aufgeteilt war. Zunächst gab es ein klassisches Mann gegen Frau-Gefecht, bei dem der Hüne ziemlich schnell das Nachsehen hatte. Anschließend flüchtete jener auf einem Pferd, doch ein zweites für meinen Helden stand bereits bereit. Das Verfolgungsrennen gestaltete sich insgesamt uninspiriert, galt es nur im richtigen Moment den Fallen auszuweichen und gelegentlich einigen Gegnern meine Axt ins Gesicht zu rammen.

Es bleibt zu hoffen, dass die Solo-Kampagne spannender ausfällt, denn die beiden gespielten Missionen haben mich nur ein müdes Lächeln entlocken können. Und deswegen befürchte ich, dass der Solopart eher eine nette Dreingabe sein wird. Kein Problem, denn der Mehrspieler-Modus macht umso mehr Laune!


Ersteindruck:

For Honor ist ein richtiges Brett. Die Spielmechanik funktionierte auch schon vor über einem Jahr wunderbar. Und ich bin sehr glücklich, dass die Entwickler noch mehr an den Kleinigkeiten geschraubt haben, um die Auseinandersetzungen noch intensiver zu gestalten. Ebenfalls gut gefallen hat mir, dass ich nun jederzeit eine umfassende und mitunter recht komplexe Move-Liste für alle Helden aufrufen kann. Die weiteren Feinabstimmungen sorgten zudem dazu, dass das Spielerlebnis sogar ein Stückchen besser war als bei der gamescom Demo.

So richtig gespannt bin ich aber auf das Faction-War-Feature, dessen Potenzial natürlich in einem so kleinen Rahmen nicht hinreichend getestet werden konnte. Die Ansätze mit der persistenten Welt und den sehr regelmäßigen Seasons wirkt aber ungemein motivierend. For Honor hat definitiv alle Chancen dazu, der Hit des Frühjahrs zu werden!

Written by
... ehemaliger Chefredakteur bei Spieletester.de. Adam war seit der Gründung 2003 dreizehn Jahre auf unserer Plattform tätig.

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