Heute beginnt die Closed Alpha für Toadman Interactives Sci-Fi Action-Shooter Immortal: Unchained. Wir konnten bereits im Vorfeld einen ersten Blick auf den Titel werfen. Ob wir uns auf die Vollversion des Spiels freuen und was für Erwartungen wir an diese haben, erfahrt ihr im folgenden Artikel.

Vor ungefähr neun Jahren veröffentlichte das japanische Entwicklerteam From Software mit Demon‘s Souls den ersten Souls-Titel. Das Spiel zeichnete sich durch eine düstere Atmosphäre und anspruchsvolle Kämpfe aus, die jeden noch so kleinen Fehler prompt mit dem Tod bestraften. Was zunächst nur als Geheimtipp für die hartgesotteneren Gamer galt, wurde spätestens mit dem Release von Dark Souls schnell zu einem großen Hype um den sich mittlerweile eine recht große Fanbase gebildet hat.

Während From Software mit weiteren Ablegern der Dark Souls Reihe und dem PS4-Exklusivtitel Bloodborne auf ihrem Erfolg weiter aufbauten, sahen andere Entwickler ebenfalls das Potenzial solcher Spiele. Die Folge waren verschiedene Souls-like Titel, wie Team Ninjas Nioh oder Deck13s The Surge. Mit dem Erfolg der Originale konnten die Titel jedoch nicht wirklich mithalten. Mit Immortal: Unchained wirft Toadman Interactive jetzt einen weiteren Kandidaten in den Ring. Diesmal jedoch bewaffnet mit einem ganzen Haufen Schusswaffen.

Immortal: Unchained – Zeit auszubrechen

Zur Story von Immortal: Unchained lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht wirklich viel sagen. Was jedoch bereits feststeht, ist dass ihr zu Beginn des Spiels aus einer Art Gefängnis befreit werdet. Euer Retter gibt euch dabei zu verstehen, dass nur ihr in der Lage seid, die Welt vor dem Untergang zu bewahren. Was ihr ausgefressen habt, um überhaupt im Knast zu landen, wird zumindest im Verlauf der Closed Alpha noch nicht klar. Das Spiel soll jedoch im Vergleich zu Dark Souls eine offensichtlichere Story bekommen.

Sicher ist zunächst aber nur, dass die zombieartigen Wachmänner euch nicht ohne weiteres gehen lassen wollen. Es bleibt euch also keine andere Wahl, als euch eure Freiheit zu erkämpfen. Praktischerweise findet ihr dafür im ganzen Gefängniskomplex an den verschiedensten Stellen Kisten, in denen ihr nützliche Waffen, wie Dolche, Pistolen oder Sturmgewehre findet. Auch Spritzen für die Gesundheit oder Granaten für flächendeckenden Schaden dürfen dabei natürlich nicht fehlen.

Immortal: Unchained – Der Tod hält nicht ewig

Bereits beim Starten des Spiels weist euch Immortal: Unchained freundlicherweise daraufhin, dass ihr am besten einen Controller verwenden solltet. Ein Rat, dem ich nur beipflichten kann. Denn ähnlich wie bei der Dark Souls Reihe ist die Steuerung mit Maus und Tastatur bestenfalls ungünstig und wird euch den ein oder anderen unnötigen Tod bescheren. Und davon werdet in Immortal: Unchained ohnehin schon genügend sammeln.

Denn genau wie bei den Souls-Titeln müsst ihr auch hier zunächst herausfinden, was eure Gegner so auf dem Kasten haben, um die bestmögliche Strategie gegen diese zu entwickeln. Besonders bei Bosskämpfen fällt das schwer ins Gewicht. Kennt ihr das Moveset eurer Gegner nicht oder wisst nicht, wo ihre Schwachpunkte liegen, werden die Kämpfe vermutlich mehr als einmal mit eurem Tod enden. So lassen sich manche Feinde etwa verlangsamen, wenn ihr gezielt ihre Beine ins Visier nehmt. Andere Gegner lassen sich entwaffnen, wenn ihr ihre Arme fokussiert.

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Zieht ihr im Kampf trotzdem den Kürzeren, kostet euch das etwas von eurem Spielfortschritt in Form von wertvollen Bits. Diese gleichen den Seelen, welche ihr in Dark Souls sammelt. Ihr benötigt sie zum Aufwerten eurer Waffen oder zum Verbessern eurer Stats an einem der Obelisken. Diese sind gleichzeitig eure Checkpoints. Sterbt ihr, so respawnt ihr am letzten aktivierten Obelisken. Zudem respawnen auch eure Gegner, sobald ihr einen Obelisken aktiviert.

Immortal: Unchained – Jeder Schuss ein Treffer

Was bisher wie eine weitere Kopie der Souls-Titel im Sci-Fi Setting klingt, unterscheidet sich jedoch in einem entscheidenden Punkt von diesen. Ihr werdet in Immortal: Unchained einen Großteil der Zeit mit euren Schusswaffen kämpfen. Dafür stehen euch als Primärwaffen beispielsweise Sturmgewehre zur Verfügung. Als Sekundärwaffen habt ihr stattdessen Pistolen oder Maschinenpistolen dabei. Munition könnt ihr dabei von besiegten Gegnern oder durch das Rasten am Obelisken erhalten.

Zwar habt ihr auch eine Nahkampfwaffe dabei, jedoch habe ich diese während meines Tests höchstens gebraucht, um an manchen Stellen Schotter und Gerümpel aus dem Weg zu räumen und dadurch Abkürzungen freizuschalten. Munitionsmangel hatte ich während meines Tests noch keinen.

Bevor jetzt jedoch der eine oder andere befürchtet, dass dadurch aus Immortal: Unchained nur ein etwas schwererer Shooter wird, kann aufatmen. Denn auch wenn ihr hauptsächlich mit Schusswaffen spielen werdet, spielt sich das Spiel nicht wie ein generischer Shooter. Zum einen liegt das daran, dass das Spiel aus der Third-Person Perspektive gespielt wird. Zum anderen könnt ihr eure Gegner per Tastendruck anvisieren. Dadurch entfällt das Zielen und ihr könnt euch wie in jedem anderen Souls-like auf euer Timing und aufs Ausweichen konzentrieren. Auch das Ausdauermanagement bleibt wichtig. Denn jeder Schuss und jede Ausweichrolle kostet euch eben diese. Im Übrigen besitzen die meisten Feinde ebenfalls Schusswaffen. Einen unfairen Vorteil habt ihr durch eure Schießeisen also nicht.


Ersteinschätzung

Alles in allem spielt sich Immortal: Unchained nicht wirklich viel anders, als ähnliche Vertreter des Genres. Die Kämpfe sind fordernd und setzen stark auf das richtige Timing des Spielers. Feinde müssen zunächst kennengelernt werden und wer die Ausweichrolle und das Ausdauermanagement nicht beherrscht, wir wohl mehr als einmal die Radieschen von unten betrachten dürfen. Zwar bringt der Fokus auf die Schusswaffen neuen Wind mit sich, unterm Strich ist und bleibt Immortal: Unchained für mich jedoch erstmal nur ein weiterer Souls-like Titel. Ob die Vollversion noch mehr eigene Ideen mit sich bringen wird, bleibt vorerst abzuwarten.

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... ist seit Februar 2017 als Redakteur für Spieletester.de tätig. Er ist ein waschechter PS4 Freak, hat 40 Platin Trophies und liebt Herausforderungen wie Dark Souls, Bloodborne oder Nioh.

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