Einer der anstrengendsten Termine am ersten Tag der gamescom war mit Sicherheit unserer Hands-On-Session zu Kung Fu Live, dem ersten Game der schwedischen Spieleschmiede Virtual Air Guitar. Was den Titel so besonders macht? Ganz einfach: Er macht das, was Kinect macht – nur auf der PS3! Warum die eigens entwickelte Technologie Sony im Rennen mit Kinect weit nach vorne bringen könnte und warum der Titel anstrengender ist, als angebliche Fitness-Titel, erfahrt ihr in unserer Vorschau!

Vom Comic-Laden-Besitzer zum Comic-Helden

Stellen wir uns mal den normalen Comic-Laden-Besitzer im Vorurteil an: Lange, fettige Haare, unreine Haut, keine Freundin und stattdessen eine riesige Sammlung an Comics und sogar einigen Erstausgaben. Doch was, wenn dieser "Nerd" plötzlich zum Superhelden wird?

Genau das passiert in Kung Fu Live, denn euer Charakter – bzw. ihr! – werdet in ein Comic-Buch gesaugt und müsst euch wieder herauskämpfen… mit Kung Fu natürlich! Viel interessanter als die doch etwas nebensächliche Story ist aber die Technologie, denn dank einer eigenen Technologie ermöglicht Virtual Air Guitar die Erkennung des gesamten Körpers mit Hilfe der EyeToy-Kamera. Binnen Sekunden findet ihr euch in einer sehr arcardig-angehauchten Welt wieder und müsst gegen fies-dreinblickende Burschen kämpfen!

Schläge, Tritte, Magie, Gegenstände – alles ist erlaubt. Die Kamera erkennt dabei eure Bewegungen und setzt sie relativ wahrheitsgemäß im Spiel um. Kickjumps, Schlag-Kombos oder Tritte in die Weichteile lassen sich so wunderbar ausführen, und wenn der Gegner nicht blockt, lassen die Treffer den Combo-Meter auch schnell in die Höhe schießen. Mit Hilfe von vorbestimmten Gesten und Posen könnt ihr zudem Magie-Angriffe ausführen, solange euer Combo-Meter voll genug ist. Hilft auch das nicht, könnt ihr euch jeden x-beliebigen Gegenstand in eurem Raum schnappen und damit kämpfen – Teddybären, Fernbedienungen, Messer, was ihr wollt. Diese werden dann sofort vom Spiel erkannt und schon trägt euer Charakter den entsprechenden Gegenstand als Waffe.

In 10 Leveln gilt es nun, gegen immer stärker werdende Kerle und teilweise richtig große Bosse zu kämpfen. Darüber hinaus bietet Kung Fu Life auch einen interessanten Multiplayer-Modus, in dem ein Spieler ohne Controller gegen bis zu vier Freunde mit DualShock 3-Controller spielt – wer ist besser, die Genauigkeit des DualShock oder die Beweglichkeit des ersten Spielers?



Fazit:

Kung Fu Live hat mich ganz schön überrascht. Nicht nur, dass aus einer geplanten Präsentation plötzlich ein Hands-On wurde und ich selber kicken und schlagen durfte, auch die Technologie von Virtual Air Guitar ist recht beeindruckend! Wenn die noch weiter ausgewickelt und perfektioniert wird, könnte hier eine echte Konkurrenz für Kinect entstehen. Das Spiel selbst macht auch Spaß. Zwar dürfte es auf Dauer etwas eintönig werden, aber wer einfach mal ein paar Airkicks machen oder ein paar Kilo verlieren will, kann hier problemlos reinspringen.

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Ersteindruck: Gut

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