Die Entwickler beschreiben nail’d immer wieder gerne als eine Art „Reflex-Racer“, weil die Spieler wirklich schnell reagieren müssen, wenn sie mit High-Speed über die Pisten rasen und dabei diversen Hindernissen aus dem Weg fahren müssen. Doch was unterscheidet diesen Titel zum Beispiel von Pure?

Auf diese Frage hatten die Entwickler eine durchaus gute Antwort parat, denn während es in Pure nur um die Tricks an sich ging, hat man sich bei nail’d eher darauf spezialisiert, Adrenalin und Reaktionsschnelligkeit in den Vordergrund zu stellen. An sich wirkte zumindest letztere Aussage wahr, denn es gab durchaus Situationen, in denen es wirklich etwas hektisch, wenn nicht gar sehr eng wurde und ein gutes Reaktionsvermögen gefordert war. Komischerweise aber schlägt nail’d auch ein klein wenig in die Richtung der Tricks, denn für den Boost-Meter müsst ihr etwa sauber landen, Gegner rammen, durch „Rings of Fire“ springen oder einen Wheelie hinlegen.

Die üblichen Verdächtigen

Während der gesamten Präsentation von nail’d hatte ich das Gefühl, dieser Racer sei zu gewöhnlich. Etwas Individualität bei den Charakteren und Fahrzeugen, die „Karriere“ wirkte ziemlich generisch durch ihren Baum-Aufbau, den es schon in zig anderen Racern gegeben hat (und da zum Teil auch besser), Belohnungen für Siege in diesem und so weiter und so fort. Es fehlte einfach die zündende Idee und das blieb mir letztlich im Gedächtnis, nachdem die rund vierzig Minuten lange Präsentation vorbei war. Es mag zwar schön und gut sein, dass die Tracks immer zwei Wege zum Ziel bieten, doch das haben auch schon Spiele wie Race Driver: Grid und Konsorten angeboten, wodurch es nicht neu wirkt.

Doch so ganz zerschmettern will ich nail’d auch nicht, denn das, was es machen und erreichen will, tut es auch in zufriedenstellendem Maße. Die Gegner wirkten nicht dumm und machten den Eindruck, durchaus verbissen um ihren Platz zu kämpfen und den Spieler wirklich von der Strecke rammen zu wollen. Auf den rund 14 Strecken, die sich auf insgesamt vier Zonen aufteilen (Wüste, Arizona, etc.) bekommt ihr also einiges zu sehen. Die Frage ist: Bleibt es immer bei Hügellandschaften? Wenn ja, dann könnte das Art-Design des Spiels schnell dazu führen, dass ein Langeweilegefühl auftritt, immer und immer wieder dieselben Strukturen zu erleben – doch das muss sich dann erst im Test beweisen.

Technisch sieht nail’d im Grunde ganz sauber aus, liefert durchaus schicke Texturen und kann durch die recht hohe Sichtweite auch etwas fürs Auge bieten. Musikalisch bekommt ihr so richtig was auf die Ohren, denn die Entwickler haben sich diverse Tracks von Rock- und Punk-Bands sichern können. Unter anderem bekommt ihr die Deftones zu hören, Rise Against und viele, viele mehr. Ein Mehrspieler-Modus wird vorhanden sein, der jedoch nur online funktioniert oder über LAN – Splitscreen wird leider nicht unterstützt.


Fazit:

Bestseller PC & Konsolen Spiele

Eigentlich ist nail’d wirklich kein schlechter Arcade-Racer, doch der Titel wirkt einfach viel zu gewöhnlich und das trotz der Auslegung auf schnelle Reaktionen und tiefe Schluchten, die es herunterzufallen gibt. Spielerisch wird meiner Meinung nach zu wenig geboten und das könnte ein ziemlich großes Manko werden, wenn es letztlich um den Vergleich mit anderen Racern dieses Genres geht.

Ersteindruck:  Gut

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