Bei Nintendo gab es einiges zu sehen und vieles davon nur in recht kurzer Zeit zu zocken. Alles reichte nicht für eine ganze Preview, daher gibt es stattdessen diese Zusammenfassung mit allem, was ich bei meinem Termin sah, spielte und erlebte. Und sind wir mal ehrlich: Euch interessiert doch sowieso nur der Nintendo 3DS. Und das neue Zelda. Das sollt ihr auch kriegen!

Fangen wir also gleich mal mit dem wichtigsten Thema, Nintendo 3DS, an. Nachdem der Kollege Philipp Kleidt den neuen Handheld von Nintendo auf einem Event in Frankfurt schon sehen konnte und nicht so wirklich begeistert war, dachte ich mir „Hat er wirklich recht? Oder ist er einfach kein Fan neuer Technik?“. Nun, ich hingegen bin total begeistert vom 3DS. Und vor allem der technischen Power, die in diesem kleinen Ding steckt. Die verstellbare Intensität (ich musste es auf die maximale Stufe stellen – ist das eigentlich gut oder schlecht?) macht hierbei einen wesentlichen Punkt aus, denn jeder Mensch nimmt den 3D-Effekt anders wahr und damit trifft Nintendo auch den Nagel auf dem Kopf, indem sie den Leuten die Entscheidung überlassen. Der einzige Nachteil von 3D ist: Die Augen werden nach einer gewissen Zeit müde, meine waren es – wohl des langen Arbeitstages wegen – schon nach einer guten halben Stunde.

 

Da der Handheld nur ein Prototyp gewesen ist und sich bei jenen tatsächlich noch viele Dinge am Design, Positionierung der Buttons und dergleichen ändern kann, will ich gar nicht weiter auf die optischen Details eingehen (abgesehen davon, dass die beiden Kameralinsen am Rücken des DS bleiben werden, um den 3D-Effekt für Bilder zu simulieren), sondern kurzerhand auf die selbstlaufenden Demos eingehen. So sah ich etwa das kommende Metal Gear Solid für den 3DS und war nicht nur vom 3D-Effekt (auf den eindeutig abgezielt wurde mit den ganzen Geschehnissen im Spiel) begeistert, sondern auch von der Grafik, die wohl tatsächlich im späteren Spiel so aussehen soll. Ist das der Fall und wenn Konami dann erneut eine dermaßen gute Story abliefert wie in den bisherigen MGS-Teilen, steht dem 3DS ein absolutes Highlight bevor. Auch Mario Kart und Kid Icarus können sich dank ihres 3D-Effekts und der bekannten Spielmechaniken schon jetzt sehen lassen und werden definitiv für viel Freude sorgen. Doch ein Problem besteht: Was ist, wenn die Entwickler ihre ganzen Spiele nur noch auf das 3D-Feature denunzieren? Ich hoffe, dass eben nicht dieser Fall allzu oft passieren wird, denn einen weiteren DS/Wii-Effekt will ich nicht erleben und täte dem Vormarsch von 3D absolut nicht gut.

The Legend of Zelda, Kirby und Donkey Kong

Nachdem ich mich also lange genug vom 3D-Effekt habe flashen lassen, musste ich mich letztlich wieder an das „2D“-Bild gewöhnen, was am Anfang irgendwie gar nicht so leicht für die Augen gewesen ist und ich das TV-Bild leicht schwammig vernahm, was sich dann aber nach wenigen Minuten der Gewöhnung wieder gelegt hatte. Der kommende Teil der Legend of Zelda-Reihe schließt sich wieder dem etwas erwachsenerem Link an, drückt ihm das Master-Schwert und ein Hyrule-Schild in die Hand, wie wir es aus Ocarina of Time gewohnt sind. Die Steuerung wurde noch mehr für die Wii optimiert als es noch bei Twilight Princess der Fall gewesen ist. Mit dem Nunchuck und C gedrückt hebt ihr den Schild zur Verteidigung feindlicher Angriffe in die Luft oder gebt den Gegnern einen gepflegten Slam mit dem durchaus mächtig wirkenden Bollwerk. Mit dem Schwer zugeschlagen wird inzwischen über Bewegungen der WiiMote, alle anderen Buttons auf der Wiimote selbst sind zum Ausweichen, Waffenwechsel und dergleichen belegt. Die gespielte Szene fand in einem Wald-Gebiet statt, bei der es galt, irgendein Dorf zu finden und nebenher diverse Gegner zu erledigen. Die Kämpfe liefen im gewohnten Zelda-Feeling ab und wirkten ohne weiteres ziemlich leicht.[]

Sehr viel mehr amüsiert hatten mich dann aber Kirby’s Epic Yarn und Donkey Kong, denn beide Spiele sind so dermaßen kreativ und einfallsreich gestaltet, das ich sie am liebsten gleich mitgenommen und intensiv gespielt hätte. Vor allem Kirbys neuestes Abenteuer ist so unglaublich süß und einfallsreich gestaltet (von der Designperspektive gesehen), das ich mir eigentlich sehr gut vorstellen kann, wie dieser Titel unglaublich viele Awards am Jahresende abräumen wird. Und dabei ist das Spielprinzip so wahnsinnig simpel: Kirby kann sich in mehrere verschiedene Formen verwandeln (Fallschirm, Panzer, Luftballon, etc.) und damit etwaige Hindernisse überwinden. Sehr cool wird es vor allem im 2-Spieler-Modus, bei dem ihr euren Partner hochhebt und als lebendes Geschoss benutzt, um Gegenstände kaputt zu machen oder Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Natürlich geht das auch im Solospiel, da sich immer irgendwo ein Gegner in der unmittelbaren Nähe befindet. Die Steuerung des Spiels war sehr leicht zu lernen und ging unglaublich schnell in Fleisch und Blut über. Mehr zu Kirbys neuestem Abenteuer gibt es dann wohl in wenigen Wochen bei uns zu lesen.

Donkey Kong gab es schlussendlich auch noch zu sehen und schoss mich im wahrsten Sinne des Wortes zurück in die gute, alte SNES/N64-Zeit zurück, in der ich Donkey Kong Country wie ein Irrer gespielt habe. Der 2D-Titel war so unglaublich cool gemacht und brillierte mit seinem astreinem, durchaus fordernden Gameplay, das ich es auch heute noch gerne spiele. Donkey Kong Country Returns ist ein ebensolches Spiel, das ich lange zocken werde. Es beinhaltet dieselben grandiosen Spielmechanismen, die mich vor einem Jahrzehnt so dermaßen begeistert haben in einer viel schöneren und cool gemachten Umgebung, denn DKCR verbindet das 2D-Sidescrolling mit nett gemachten 3D-Features ähnlich wie Paper Mario, wo ihr plötzlich durch irgendeinen Gameplay-Twist im Hintergrund des Levels landet und dort hüpft und springt bis Donkey und Diddy die Puste ausgeht. Übrigens: Ein cooles Gimmick ist, dass Diddy auf den Rücken von Donkey springen kann und dann einen Raketenantrieb starten kann, durch den beide über gefährliche Schluchten gelangen.

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Eindrücke:

Nintendo hat es wieder einmal geschafft. Ich bin begeistert ohne Ende vom Nintendo 3DS und kann den Release kaum noch abwarten, denn das kleine Ding hat mich sofort von sich überzeugen können. Einziger Wehrmutstropfen: Der 3DS wurde nicht der Öffentlichkeit präsentiert und das ist meiner Meinung nach keine gute Entscheidung gewesen, denn man muss den 3D-Effekt wirklich mal erlebt haben und selbst wenn sie nur die Prototypen zeigten, wäre das genug gewesen, um die hungrige Meute auf dieses Gerät anzufixen. Spielerisch bietet Nintendo ausreichend 1st-Party-Spiele, die uns Core-Gamer eine durchaus lange und vor allem spaßige Zeit beschäftigen werden.

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