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Overwatch (PC) Vorschau #2

Endlich ist die Beta von Overwatch zurück und ich konnte es kaum noch abwarten, mit D.VA, Tracer und Co. wieder in die Schlacht zu ziehen. Blizzard saß allerdings nicht untätig herum und hat die Offline-Zeit so richtig gut genutzt, um das gesamte Spielerlebnis zu verbessern. Was hat sich getan? Was ist neu? Das und ein wenig mehr erfahrt ihr in den nachfolgenden Zeilen!

Die ersten Neuheiten lassen sich dabei schon im Start-Bildschirm des Spiels festmachen, denn neben den üblichen Play-Modi, Optionen gibt es nun auch eine Collection für alle bisher freigeschalteten Goodies. Diese waren schon im Rahmen der ersten Beta des Spiels geleaked: Neue Skins, Sprays, weitere Sprachschnipsel, „heroische Posen“ und so weiter und so fort. Tatsächlich neu ist also nichts davon, denn Blizzard hatte die meiste Arbeit bereits absolviert, nun aber ein passendes Modell gefunden, um diese auch ins Spiel zu bringen.

Der Kniff, den man hierfür benutzt ist nicht neu, aber gut: Durch sogenannte „Loot Boxes“ werdet ihr im finalen Spiel an jene kosmetischen Gegenstände gelangen. Diese Loot Boxes gibt es aktuell für Level-Ups im Rahmen des komplett neuen Fortschritt-Systems (dazu gleich mehr). Die darin enthaltenen Gegenstände stehen andererseits für Credits zur Verfügung, die auf mehreren Wegen verdient werden können. Ein Shop-Button ist auch vorhanden, allerdings ist ein solcher noch nicht implementiert. Das lässt die Spekulation offen, ob es künftig möglich sein wird, die kosmetischen Spielereien auch gegen echtes Geld zu kaufen. Ein solcher Schritt wäre gar nicht überraschend, da Counter-Strike: Global Offensive und Team Fortress 2 sehr ähnlich vorgehen. Credits gibt es also derzeit nur für Duplikate (werden automatisch umgewandelt) oder eben aus besagten Loot Boxes.

Overwatch – Aller guten Dinge sind drei

overwatch preview2 17022016 6Das oben bereits angesprochene Fortschrittsystem gehört zu den vielleicht wichtigsten und zugleich größten Neuerungen in Overwatch, denn genau dadurch entsteht derzeit ein Anreiz, den Team-Shooter langwierig zu zocken. Eine Level-Grenze gibt es – ähnlich wie mit den Paragon-Leveln in Diablo III – nicht. Während die ersten zehn Stufen noch recht schnell zu schaffen sind, dauert es später schon wesentlich länger. Die Erfahrungspunkte sammelt ihr dabei nur durch abgeschlossene Partien. Wer vorher aussteigt oder einen Verbindungsabbruch erleidet, geht leer aus. Boni hingegen gibt es für die meisten Abschüsse, Assists, „Objective Kills“ und so weiter und so fort. Die Votings für die besten Spieler haben offenbar weiterhin keinen Einfluss auf irgendwas – schade, denn das Feature lässt sich eigentlich gut dazu nutzen, um besondere Boni zu verschenken. Umfangreiche Statistiken komplettieren das Fortschrittssystem.

Die zweite große Neuheit ist der neueste Spielmodus: Control. Hierbei handelt es sich um eine Art Domination-Modus, in dem zwei Teams um einen Punkt auf der Karte kämpfen. Der Modus wird dabei im Best-of-3-Design gehalten, sodass nicht schon nach wenigen Minuten Schluss ist. Eine Runde gilt dabei als gewonnen, wenn der Sektor zunächst erobert und anschließend so lange verteidigt wird, bis die Leiste am oberen Bildschirmrand 100% anzeigt. Die Punkte sind dabei hart umkämpft und es kam während meiner Spielsessions schon ein paar Mal vor, dass ein Team bereits 90 Prozent hatte, das andere aber gerade noch so die Kurve bekam und die Partie komplett drehen konnte. Ein spannender Modus, der durch gutes Teamplay auf den Kopf gestellt werden kann!

Die dritte Neuheit im Bunde sind die beiden neuen Maps: Lijang Tower und Nepal. Beide sind Control-Maps und nur in diesem Modus spielbar. Erstere spielt dabei – wie der Name vermuten lässt – in einer modernen chinesischen Metropole. Euch erwarten einige Straßen, verschiedene Shops, Restaurants und die famosen Nachtmärkte. Die strategischen Punkte hier sind clever verteilt und bieten allerhand Möglichkeiten, um Feinde aus sicherer Entfernung zu nerven (etwa mit Junkrat, der in den Kontrollpunkt hinein seine explosiven Kugeln schleudern kann). Ähnlich smart ist auch Nepal – eine Map hoch in den Bergen des Himalayas.

Die Map-Anzahl ist inzwischen sehr stattlich und das offenbart auch eine kleine Schwäche des Spiels: Meine Spielzeit betrug mehr als sieben Stunden ehe ich beide neuen Maps zu Gesicht bekam. Auch die vorherige Hollywood-Map hatte ich zu diesem Zeitpunkt lediglich ein Mal gespielt, während Watchpoint Gibraltar oder Numbani mitunter am häufigsten vertreten waren. Hier wäre es wünschenswert, wenn Blizzard eine Art Mapvoting oder gar „bevorzugte Maps“-Einstellung integrieren könnte.

Damit ist aber nicht genug, denn auch an der Balance des Spiels wurde gefeilt. So laden sich die Ultimate-Fähigkeiten nicht mehr auf, wenn ihr Schaden nehmt. Stattdessen gibt es nun einen kontinuierlichen Zuwachs der Leiste. Darüber hinaus wurden einige Fähigkeiten verändert, um diese Änderung zu optimieren. Bastion etwa kann sich nun im Sentry-Modus um 360 Grad um den eigenen Körper herumdrehen (vorher nur 180°). Die Defense Matrix von D.VA hingegen wurde abgeschwächt und der Radius ist nun um stolze 50 Prozent geringer. Das Balancing des Spiels ist zum aktuellen Zeitpunkt sehr gut und jeder Held erfüllt eine ganz spezielle Nische. Für Neulinge dürften aber vor allem Bastion und Torbjoern weiterhin ein Dorn im Auge sein, während kompetitive Naturen im Zusammenspiel eben diese beiden Helden problemlos erledigen werden.


Ersteindruck:

Overwatch gehörte schon im Rahmen der ersten Beta zu den ganz wenigen Spielen, die mir unheimlich viel Spaß gemacht haben. Und seitdem diese wieder live ist, zählt meine Statistik weit über 30 Spielstunden. Für mich besteht kein Zweifel, dass Blizzards Hero-Shooter die Konkurrenz gnadenlos hinter sich lassen wird. Hierfür spricht nicht nur die sehr üppige und absolut einzigartige Auswahl an Helden, sondern auch die Map- und Modi-Vielfalt gepaart mit dem simplen Fortschrittssystem sowie den zahllosen kosmetischen Items. Der finale Release kann für meinen Geschmack nicht schnell genug kommen. Wenn Blizzard bis dahin einen Ranked-Modus einführt, bin ich rundum glücklich! [/blockquote]

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... ehemaliger Chefredakteur bei Spieletester.de. Adam war seit der Gründung 2003 dreizehn Jahre auf unserer Plattform tätig.

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