Project Gotham Racing 4 – GC-Preview Testbericht

Die Project Gotham Racing Reihe ist eine der beliebtesten und besten auf der Xbox sowie Xbox 360. Die Entwickler wollen im vierten Teil der Serie alles das einbauen, was sie in Teil 3 aufgrund von Zeitmangel und zu wenig Erfahrung mit der neuen Hardware nicht machen konnten. Haben sie es auch wirklich getan?

Die Antwort lautet: Ja!

Schon wenn man das Hauptmenue sieht, wird man etwas anderes finden: Gotham on demand. Was sich die Entwickler da ausgedacht haben, werdet ihr aber erst weiter unten im Text erfahren. Das Menue wurde optisch ein wenig veraendert und sieht nun frischer, bunter und einfach besser aus als in Teil 3. Startet man eine Karriere im Offline-Modus wird man zuerst gebeten, sich eine eigene Fahrer-ID zu erstellen. Hierbei kann man sich einen Namen aussuchen, die Nationalitaet waehlen und das erste Auto (und alle spaeteren) individuell gestalten. Tuning gibt es jedoch nicht und wird es auch nicht geben, denn das war nie Hauptbestandteil eines Project Gotham Racing. Darueber hinaus kann man aber nicht nur sein Fahrzeug, sondern auch den Fahrer bzw. eine Fahrerin waehlen, was ebenfalls neu im Game ist. Am Charakter kann man dann den Anzug sowie den Helm nach Belieben veraendern – sehr cool. Der Vorteil des Ganzen liegt auf der Hand, denn mit jenem Charakter werdet ihr auch im Online-Modus gegen andere Gameer antreten, die ganz bestimmt nicht so aussehen werden, wie ihr es tut. Damit kann es im Mehrgameermodus durchaus passieren, dass sich reine Nationalfighte herauskristallisieren, wie zum Beigame Deutschland gegen England o.ae..

Eine weitere grosse Erweiterung in PGR4 sind die Motorraeder, die ihr im Game kontrollieren und fahren koennen werdet. Es ist allerdings sofort klarzustellen, dass sie eine eigene Physik besitzen und keine echten Vorteile gegenueber den Vierraedern haben. PGR4 wurde so ausbalanciert, dass es reine Skillsache ist, mit welcher Art Fahrzeug ihr besser zurecht kommt, denn auf einer ebenen, trockenen Strecke sind beide Arten gleichgut, wobei leichte Vorteile fuer das Zweirad sicherlich nicht abzustreiten sind. Dafuer aber rutschen jene Dinger auf nasser Strecke deutlich schneller ab als die grossen Boliden, die da besser klarkommen. Ihr seht, es gibt keinen echten Vorteil zwischen den beiden Fahrzeugarten. Und falls es doch zu einer extremen Polarisierung kommen sollte, werden die Entwickler einen Patch bringen, der genau das wieder aendern soll. Die Motorradfahrer werden ein paar kleine Gimmicks haben. Man kann darum einige sehr coole Stunts machen, ergo: Man laesst das Vorder- bzw. Hinterrad in die Luft ragen, steht auf dem Motorrad, macht einen Wink zum gerade ueberholten Gegner oder haut sich selbst auf den Hintern, was ziemlich witzig aussieht.

Des Weiteren koennen sich Gameer auf viele verschiedene Wetterverhaeltnisse freuen. Regen, Sturmregen, Schnee, Eis, Glaette und die ueblichen Wetterzustaende aus bekannten anderen Serien, wie Sonnenschein, bewoelkt und so weiter werden natuerlich auch vorhanden sein. Leider kann ich euch nicht sagen, ob die Wetterverhaeltnisse sich auch waehrend des Rennens aendern werden. Da die meisten Rennen jedoch nur zwei oder drei Runden gehen und kaum mehr als 8 Minuten in Anspruch nehmen, gehe ich eigentlich eher weniger davon aus.[]

Singleplayer ein wenig aufgepeppt

Im Vergleich zum Vorgaenger hat Bizarre Creations einige kleine Ae;nderungen vorgenommen, die sich aber jederzeit bemerkbar machen. Der Arcade-Modus wurde darum um einige Modi erweitert, darunter: Catch me if you can, Drift-Events und viele weitere, die aber leider nicht naeher gezeigt und vor allem nicht definiert worden sind. Hauptaspekt jenes Modus ist natuerlich die Karriere, die man durchlaufen wird. Sie funktioniert aehnlich wie im Vorgaenger. De facto wird man an Championships teilnehmen, die in Dreierblocks gestaffelt sind. Neu hingegen ist, dass man sich nun in einer Rangliste von ganz unten nach oben arbeiten muss. Gestartet wird die Karriere am 1. September auf Platz 72. Auch in den Rennen wird euch direkt eine Ae;nderung ins Auge springen: Die Gegner haben auch eine Nationalitaet. Welchen Sinn und Zweck das hat, wurde leider nicht verraten, aber das soll uns jetzt erst noch weniger stoeren. Weiterhin ist zu sagen, dass es zwei grundsaetzliche Arten von Rennen gibt: Die Championships und die Invitations. Bei den letzteren werdet ihr dazu aufgefordert eine Zeit auf einer Strecke vorzulegen, die dann vom PC-Gameer geknackt werden muss. Darueber hinaus wurde das Kudos-System geaendert. Waehrend ihr frueher nur Slides, Drifts und dergleichen machen musstet, um die Kudos zu bekommen, gilt es nun Sterne zu kriegen, damit man noch mehr Kudos erwirtschaftet. Geld wurde abgeschafft, nun werden alle Fahrzeuge und andere Dinge mit Kudos erworben. Die Bewertung anhand der Sterne geht von 1 bis 5, wobei eins ein schwacher Drift (o.ae.) war und fuenf Sterne fuer eine richtig gute Aktion stehen. Nach dem Rennen wird alles abgerechnet und man bekommt fuer viele coole Aktionen zusaetzliche Kudos.

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Online-Modus deutlich cooler

Oben habe ich schon den On demand Service kurz erwaehnt, nun will ich ihn euch erklaeren. Bei PGR3 war Gotham TV eine coole Sache, aber schon nach kurzer Zeit dominierten die ganz starken Fahrzeuge das Bild und die Replays sowie Rennen wurden allgemein langweilig. Bei PGR4 wird das anders sein, denn hier gibt es mehr als das. Ihr koennt stetig Bilder im Singleplayer machen und jene sofort online stellen. Alle anderen User werden jene Bilder sehen und bewerten koennen. Wer moechte, der kann sich ein ganz besonders cooles Bild auch einfach herunterladen. Dadurch werden Rankings entstehen, die aber jede Woche oder jeden Monat erneuert werden. Des Weiteren koennt ihr eure Bilder mit so genannten ‚Meta-Tags‘ versehen. Diese haben folgenden Sinn: Gebt ihr in der Bildersuche zum Beigame ‚Crash Los Angeles‘ ein, dann kommen nur Bilder, die in den Meta-Tags eben jene Worte haben. Dasselbe soll auch bei den Replays funktionieren. Die Online-Rennen werden wie gewohnt ausgetragen.

Technisch wegweisend

Die Grafik von Project Gotham Racing 4 wird die Messlatte fuer alle Renngamee um ein gehoeriges Stueck nach oben setzen. Die Fahrzeuge sehen so unheimlich realistisch aus, dass man denkt, man wuerde eine echte TV-Uebertragung sehen. Wenn es regnet, sieht man das Wasser von dem Auto herabperlen und gerade in der Cockpitsicht kommt jener Effekt erst recht gut zur Geltung. Auch sonst ueberzeugt die Grafik mit einem Detailreichtum der ganz besonderen Art – hier kann man absolut nicht meckern. Auch beim Sound haben die Entwickler keine Muehen und Kosten gescheut, ein moeglichst echtes Feeling herueberkommen zu lassen. Die Fahrzeuge hoeren sich sehr authentisch an und auch der Soundtrack macht einen sehr positiven Eindruck. Fuer mich als Fan von Punk-Rock wird jedenfalls viel geboten, aber auch Metaller und Rocker werden nicht zu kurz kommen. Ob es auch wieder Klassiker von Mozart und Konsorten geben wird, kann ich leider noch nicht sagen.

Was soll ich jetzt noch grossartig zu PGR4 sagen? Es wird auf jeden Fall ein Referenztitel fuer die Xbox 360, ein Must-Have, denn die Grafik ist absolute Spitze, der Umfang scheint wieder sehr gross zu werden und auch die gesamten Neuerungen machen einen klasse Eindruck. Streicht euch den Releasetermin rot im Kalendar an, denn PGR4 ist einer der ganz grossen Hits in jenem Jahr!

Ersteindruck

sehr gut  (Wertung zwischen 85 und 100% moeglich)

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