Nachdem wir euch gestern als Einstimmung bereits unsere Vorschau zum Arcade-Titel Red Faction: Battlegrounds präsentiert haben, geht der Kampf auf dem Mars heute erst so richtig los, denn bei THQ konnten wir uns natürlich auch den großen Bruder Red Faction: Armageddon anschauen und uns ein Bild vom neuen Gameplay unterhalb der Marsoberfläche machen. Unsere Eindrücke zum mittlerweile vierten Teil der Reihe lest ihr nun in den folgenden Zeilen.

Go Beneath

Wir schreiben das Jahr 2170. Seit dem Sieg über die EDF und der Befreiung des Mars durch Alec Mason und die Red Faction sind mittlerweile mehrere Generationen vergangen und das Leben auf dem Roten Planeten hat sich maßgeblich verändert. Eine mysteriöse und fanatische Gruppe hat die Terraforming-Einrichtungen auf dem Mars zerstört und somit eine Kette von verheerenden Katastrophen gestartet. Super-Tornados und gewaltige Stürme verwüsten die Marsoberfläche und machen sie unbewohnbar, sodass den Kolonisten nichts anders bleibt, als sich in die Minen-Schächte zurückzuziehen und ein Leben unter Tage zu führen.

Nach jahrelangen Bemühungen hat man es langsam geschaft, eine mehr oder weniger lebenswerte Situation in den Tiefen des Mars zu schaffen, doch fünf Jahre nach dem Rückzug in den Untergrund geschieht eine weitere, noch größere Katastrophe! Wie aus dem Nichts werden Außenposten und größere Siedlungen von einer unbekannten Alien-Rasse überrannt, die seit Ewigkeiten in den Tiefen des Mars geschlummert hat und plötzlich erweckt wurde – und irgendwie soll Darius Mason, Enkel von Red Faction-Held Alec Mason und der hübschen Samanya, etwas damit zu tun haben! Binnen Tagen werden die unterirdischen Kolonien verwüstet und die Aliens rücken immer weiter vor. Mit der lebensfeindlichen Marsoberfläche im Rücken und einer immer weiter fortschreitenden Alien-Invasion vor sich, liegt es erneut an euch, den Mars und seine Bewohner zu retten!

Dunkle Höhlen statt hügelige Ebenen

Red Faction: Armageddon unterscheidet sich vor allem in einer Sache von seinem Vorgänger: Statt ausschließlich auf einer riesigen Karte auf der Marsoberfläche herumzufahren, dürft ihr euch hier auf große Höhlen, Lavaströme und scheinbar endlos tiefe Schluchten freuen. Das Gameplay bleibt jedoch weiterhin erhalten und so ist auch Red Faction: Armageddon ein klassischer Third-Person-Shooter mit einer Extra-Prise Zerstörung, denn auch in den Tiefen des Mars gibt es genug Gebäude, die ihr mit reichlich Feuerkraft bis auf ihre Grundmauern zerlegen könnt! Hierbei gilt aber wie auch schon im dritten Teil: Die Architektur ist zerstörbar, die direkte Umgebung aber nicht. Es wird also erneut nicht möglich sein, sich mit genug Sprengstoff quer durch den Level zu „graben“ – etwas, das bei den ersten beiden Teilen zwar seinen Reiz hatte, das Spiel aber auch schnell buchstäblich auf den Kopf stellen und den Spieler vergraulen konnte, etwa durch selbst gegrabene Löcher, aus denen man nicht mehr herauskam.

Wer übrigens fürchtet, dass die große, freie Spielwelt nun komplett vergessen wird, darf nun beruhigt durchatmen, denn wie man uns in der Präsentation bestätigte, wird euch der Kampf ums Überleben auch wieder zurück auf die Marsoberfläche führen. In welchem Umfang wir letztendlich „oben“ herumlaufen werden, bleibt aber noch abzuwarten. Doch auch die mehr oder weniger Indoor-Kämpfe während der Präsentation wussten bereits zu gefallen, nicht zuletzt, weil viele Gameplay-Elemente aus dem Vorgänger übernommen wurden und einige neue Tools für zusätzlichen Spaß sorgen. []
Konvoi-Mission?! Bitte nicht….

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Das waren in etwa meine ersten Gedanken, als die Präsentation zu Red Faction: Armageddon begann, denn im gezeigten Abschnitt war es die Aufgabe des Spielers, einen Konvoi zu begleiten und eventuelle Überlebende in einem von Aliens überranten Außenposten zu bergen. Glücklicherweise entpuppte sich das Ganze aber nicht als stupide Begleit- bzw. Verteidigungsmission, denn gleich zu Beginn hielt der Konvoi an und schickte euch voraus, um die Umgebung zu sichern. Hoffen wir mal, dass Volition nicht auf die dumme Idee kommt, tatsächlich eine oder gar mehrere dieser stupiden „Verteidige deine Verbündeten bis ihr das Ziel erreicht habt“-Missionen einbaut.

Doch zurück zum Spiel. Mit unserem Gewehr marschieren wir langsam und vorsichtig durch die verwüstete Basis. Zu unserer Linken ist der Ursprung des Alien-Befalls zu erkennen – eine riesige Narbe in der Höhlenwand, von der aus sich die pilzartige Plage über den gesamten Außenposten ausgebreitet hat. Noch scheint alles ruhig, doch schon längst sind wir nicht mehr allein. Plötzlich werden wir von einer Gruppe kleinerer Aliens überrascht, die uns einkreisen und versuchen, von allen Seiten anzugreifen. Hier kommt auch gleich unsere erste neue Fähigkeit zum Einsatz: Die Schockwelle! Damit lassen sich die Gegner in der näheren Umgebung nicht nur betäuben, nein, sie schweben auch auf Schulterhöhe in der Luft und können sich nicht bewegen – ideale Ziele also!

Magnetismus rockt!

Mit der Zeit bekommen wir es jedoch mit immer härteren Gegnern zu tun – kein Problem, denn auch unser Arsenal ist gut bestückt, und dabei müssen wir noch nicht einmal viel ballern. Mit der Magnet-Gun zum Beispiel können wir alle möglichen Objekte im Spiel miteinander kollidieren lassen – sei es nun ein Alien mit einer Häuserwand, ein Gegner mit einem Gegner oder ein Trümmer mit einem Widersacher. Dazu schießt ihr einfach einen Marker an Objekt 1 und dann einen weiteren auf das Ziel, auf das er katapultiert werden soll.

Auch sehr nützlich ist die Nano-Schmiede, die sich im Laufe der Jahre von einer Zerstörungswaffe in ein Reparatur-Tool verwandelt hat. In der Präsentation reparierte Darius ganz einfach Teile eines Gebäudes oder riss zuerst eine Wand aus einem Container, nur um sie dann wieder zu reparieren und sich so erstmal eine kleine Verschnaufpause gönnen zu können. Vermutlich wird man später über Upgrades auch die vaporisierende Kraft des „guten alten“ Nano-Gewehrs erlangen und Dinge in ihre Bestandteile zerlegen dürfen. Wenn das alles nicht hilft, könnt ihr auch die neue Singularity Gun rausholen, ja richtig gehört – GUN! Diese ist eine Weiterentwicklung der aus dem Vorgänger so beliebten Singularity Bomb und verschießt quasi Schwarze Löcher. Mit dieser „Fire and Forget“-Waffe lassen sich mit Leichtigkeit ganze Gebäude, aber auch Gegnerscharen, in Luft auflösen.

Als schönen Abschluss beantwortete man auch eine unserer dringendsten Fragen: Es wird Fahrzeuge geben! Mit einem Kampf-Anzug raste Darius durch Wände, riss Gebäude ein, vernichtete dabei den Alien-Befall und pulverisierte Gegner dank eingebautem Raketenwerfen. Später sollen noch Mechs und weitere Fahrzeuge hinzukommen – näher ins Detail gehen wollte man hier aber leider nicht. Auch zum Mehrspieler-Modus verlor man leider bisher nicht viele Worte. Sicher ist: Es wird ihn geben – vermutlich mit ähnlichen Gameplay-Modi, wie im Vorgänger. Ob aber der „Abrisskommando“-Modus zurückkehren wird, bleibt dank des doch etwas eingeschränkteren Platzes fraglich. Dafür arbeitet Volition aber an einem Koop-Survival-Modus, in dem vier Spieler gegen Wellen von Aliens bestehen müssen.


Fazit:

Red Faction: Armageddon sieht sehr vielversprechend aus! Das klassische Gameplay aus dem Vorgänger wurde übernommen und mit einigen netten Tools erweitert, doch irgendwie kann ich mich noch nicht ganz mit der etwas eingeschränkten Freiheit anfreunden. Werde ich wie bei Red Faction: Guerrilla hundert Meter hohe Türme mitten auf ein von Feinden besetztes Gebäude fallen lassen können – ich hoffe es, denn sonst wäre eine meiner Lieblingsbeschäftigungen auf dem Mars wie vaporisiert. Dennoch: Die durch die Geo-Mod 2.5-Engine ermöglichte Zerstörung ist immer noch vorhanden und hat auch schon wunderbar funktioniert! Vor allem mit der Magnet-Gun macht das Zerlegen der Gebäude nun noch mehr Spaß, nicht zuletzt, weil man dabei noch ein paar Gegner auf lustige Art und Weise loswerden kann. Bleibt nur noch zu hoffen, dass Volition für genug Abwechslung unter Tage sorgt und den Wechsel an die Marsoberfläche ordentlich hinkriegt, denn dann wartet ein neues und etwas dunkleres Red Faction-Spiel und ein hoffentlich würdiger Nachfolger auf zerstörungswütige Spieler!

Übrigens: Eine Kurzfassung der gezeigten Gameplay-Präsentation findet ihr in unserem Video-Bereich!

Ersteindruck: Sehr gut

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