Kurz bevor ich mir bei Trion Worlds das MMORTS End of Nations angesehen habe, zeigte man mir in einer halbstündigen Präsentation das kommende MMORPG Rift: Planes of Telara. Wie der Titel aus dem Online-Rollenspiel-Dschungel hevorragen möchte, erfahrt ihr in unserer Vorschau!

Dimensions-Risse

In der Welt von Telara geht es gerade drunter und drüber. Kurz vor Ende des „Mathosianischesn Bürgerkrieges“ wurde der magische Schutz der Welt erheblich beschädigt, wodurch nun überall Dimensions-Risse („Rifts“) auftauchen, aus denen – wenn sie sich ungestört entfalten können – haufenweise Monster spawnen, die dann eine Invasion starten und NPCs wie Händler und Questgeber töten, Städte verwüsten und Spielern das Leben schwer machen. Hinzu kommt, dass es von diesen Rifts sechs verschiedene Arten gibt – Feuer, Wasser, Erde, Luft, Leben und Tod – die sich auch noch untereinander bekämpfen!

Damit also kein Chaos entsteht und dämonische Generäle durch eure Städte schreiten und einen Pfad der Verwüstung hinter sich herziehen, sollten drohende Invasionen immer sofort im Keim erstickt werden. Kommt es doch zu einer großangelegten Invasion, ist es die Aufgabe aller Spieler, gemeinsam in einer Public Quest den Ursprung der Streitmacht zu beseitigen.

Zu Beginn des Spiels könnt ihr aus zwei verschiedenen Fraktionen (Wächter und Skeptiker) sowie sechs Rassen (3 pro Fraktion) mit jeweiligen Boni und Spezialfähigkeiten entscheiden. Da wären zum Beispiel die Zwerge, die tugendhaften Mathosianer oder die Wüstenbewohner Eth. Danach wählt ihr eine von vier Hauptklassen: Magier, Krieger, Schurke oder Kleriker. Doch dabei bleibt es nicht, denn jede Klasse ist nochmal in acht Unterklassen eingeteilt, der Krieger zum Beispiel in Held, Plünderer, Paladain und so weiter. Von diesen acht Unterklassen dürft ihr euch im Verlauf des Spiels drei aussuchen, einmal am Anfang, dann auf Level 15 und dann nochmal bei Level 30. Die Level-Grenze liegt übrigens bei 50, sodass ihr am Ende insgesamt 51 Skillpoints habt, die ihr auf eure drei Unterklassen-Talentbäume (genannt: Seelen) verteilen könnt. Außerdem lassen sich eure Builds speichern und ihr könnt jederzeit auf andere Seelen umsteigen, um euren Charakter der Situation anzupassen – lediglich die Buffs gehen dann verloren.

Raids, Gilden, Berufe, das Übliche halt

Abgesehen von den Invasionen und den damit verbundenen Public Quests (je mehr Spieler daran teilnehmen, desto besser fallen übrigens die Belohnungen und die gewonnene XP aus) bietet auch Rift: Planes of Telara die MMORPG-Standardkost – eine frei begehbare Welt inkl. Fast-Travel-Funktion, Mounts, drei Berufe pro Charaktere, ein nettes Gilden-System mit speziellen Gilden-Rängen und –Buffs, PVP-Schlachtfelder sowie Open-PVP, wobei nicht jede Klasse oder vielmehr Klassenkombination für den Kampf gegen andere Spieler geeignet ist, Raids für bis zu 20 Spieler sowie kleinere Dungeons für Gruppen aus 5 Spielern – wahlweise im normalen oder Epic Mode.

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Neben den Invasions-Quests wird es aber natürlich auch ganz normale Quests geben, wer also nun befürchtet hat, dass man ständig gegen die Rifts ankämpfen muss, darf durchatmen. Übrigens: Noch in diesem Jahr soll ein Beta-Test stattfinden, inklusive einigen von den Entwicklern inszenierten und großangelegten Invasionen und sonstigen Events. Trion Worlds soll übrigens in der Lage sein, on the fly etwas im Spiel zu ändern, etwa Monster-Spawn-Raten oder sonstige Dinge, ohne das in große Updates zu verpacken.


Fazit:

In der Präsentation wirkte besonders das Skillbaum-System doch noch etwas verwirrend, vielleicht lag das aber auch einfach an der gewaltigen Informationsflut, die auf uns einprasselte. Einmal rekapituliert und schon macht das System absolut Sinn und wirkt recht interessant. Fraglich ist nur, ob es nicht zu „Pflicht-Skillungen“ kommt, wodurch die eigentliche Vielfalt an Möglichkeiten eingeschränkt wird – selbst, wenn die Entwickler das so nicht wollen und dem Spieler alle Freiheiten geben wollen. Alles weitere wird wohl der Beta-Test zeigen, bisher sieht Rift: Planes of Telara aber nach einem soliden MMORPG aus.

Ersteindruck: Gut

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