Ganze sieben Filme (Saw 3D mitgerechnet) gibt es mittlerweile von der kleinen verrückten Puppe auf ihrem Fahhrad – und noch immer strömen die Zuschauer in Massen ins Kino, um sich einige der wohl brutalsten und teilweise geschmacklosesten Szenen in der Filmgeschichte anzuschauen. Kein Wunder, dass mittlerweile auch die Spieleindustrie Wind von Jigsaw’s Erfolg bekommen hat und mit SAW: The Video Game Ende des letzten Jahres einen ersten Ableger der Reihe auf die heimische Konsole sowie auf den PC brachte. Nun steht mit Saw II: Flesh & Blood der Nachfolger in den Startlöchern, doch gelingt es auch diesmal, die legendäre Saw-Film-Atmosphäre einzufangen? Erfahrt es in unserer Vorschau!

Wie der Vater so der Sohn

Auch SAW II: Flesh & Blood erzählt nicht einfach einen der Kinofilme nach, sondern macht genau da weiter, wo der Vorgänger aufgehört hat. Als Michael Tapp, Sohn des Progatonisten aus Teil 1, geht ihr nun dem Tod eures Vaters nach und versucht natürlich selber, den berüchtigten Jigsaw-Killer zu stellen. Geschichtlich ist das Ganze nun nicht mehr zwischen dem ersten und zweiten, sondern zwischen dem zweiten und dritten Kinofilm angesiedelt.

Wie es sich für Saw gehört, beginnt auch das zweite Videospiel in einer Falle. Michael steckt mitten in einer „Venus-Fliegen-Falle“ – nur, dass diese nicht Insekten verschlingt, sondern nach einer gewissen Zeit gnadenlos zuschnappt und den Schädel seines Opfers mit spitzen Nägeln durchbohrt. Wer den zweiten Film gesehen hat, kennt die Lösung: Der Schlüssel für den Apperat steckt hinter Michael’s Auge. Wer den Film verpasst hat: Keine Angst – in typischer Saw-Manier gibt euch die kleine Puppe über den Fernseher natürlich wieder einen Hinweis. In einem blutigen Minispielchen müssen wir nun unser unteres Augenlied aufschneiden und den Schlüssel rausholen. Auf einigen Monitoren im Hintergrund wird uns die entsprechende Tasten-Reihenfolge angezeigt. Drücken wir den falschen Knopf, rutscht Michael ab und verletzt sich tödlich.

QTEs – Fluch oder Segen?

Knöpfe drücken – das ist ohnehin eine große Beschäftigung in Saw, denn auch im zweiten Teil gibt es wieder unzähle Fallen – von brüchigen Böden und Falltüren bis hin zu Äxten, die auf euch zurasen, nachdem ihr eine Tür geöffnet habt, ist wieder alles dabei. Hier hat man wieder nur wenige Sekunden Zeit, um die richtigen Tasten zu drücken, sonst heißt es: Game Over. Ob diese QTEs nun sinnvoll und vor allem gern gesehen sind, bleibt jedem selbst überlassen.

Viel wichtiger ist jedoch, dass Konami das im ersten Teil stark kritisierte Kampf-System überarbeitet hat. Hier gibt es zwei Arten: Normale und mit Rätseln verbundene Kämpfe. Während ihr bei der ersten Variante gewohnt – aber mit verbesserter Steuerung – mit Waffen wie Baseball-Schlägern oder Messern auf eure Gegner losgeht und vor allem Timing und eine hohe Reaktionsgeschwindigkeit gefragt ist. Bei den rätsellastigen Kämpfen könnt ihr euren Gegnern Fallen stellen und sie etwa in offene Fahrstuhlschächte rennen lassen.

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Schön ist auch, dass die Rätsel nun deutlich abwechslungsreicher sind. Die Taschenlampe ist natürlich wieder mit von der Partie, diesmal aber noch viel nötiger, denn einige Räume sind wirklich stockdunkel. Wir irren also durch den Raum und suchen nach der Kombination für das Schloss, das wir vorher an einer Tür gefunden haben. An der Wand finden wir einen Schriftzug: „Du kannst es sehen, aber verstehst du es auch?“ Schaltet man nun die Taschenlampe aus, sieht man an der selben Stelle in fluorisizierenden Farben den gesuchten Zahlencode. In einem anderen Rätsel mussten wir unsere Narben auf der Brust genauer im Spiegel betrachten, um ein Dreh-Puzzle richtig auszurichten und so aus dem Raum zu gelangen.


Fazit:

Für Fans der Saw-Reihe und des ersten Films gibt es eigentlich nur gute Nachrichten: Die Engine ist die selbe, wurde aber deutlich aufgewertet, das Kampfsystem wurde verbessert, die Rätsel sind schön abwechslungsreich – sofern man das anhand der kurzen Anspiel-Runde sagen kann – und die Atmosphäre ist wieder vollkommen gelungen. Wenn sich das alles jetzt noch durch das gesamte Spiel zieht und die Story spannend inszeniert wird, erwartet uns kurz vor Halloween ein wesentlich besserer zweiter Teil!

Ersteindruck: Gut

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... ist freier Redakteur bei Spieletester.de seit 2013. Zuvor übernahm er die Leitung des Portals. Seine Lieblingsgenre sind Fantasy-Rollenspiele (The Elder Scrolls/The Witcher) und Action-Adventures (The Last of Us).

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