Sherlock Holmes 3: Die Spur des Erwachten Testbericht

Letzte Woche bekamen wir in der Redaktion eine Vorschau-Edition zum neuesten Sherlock Holmes-Game, dem dritten Teil. Zwar ist die Preview noch mit einigen Bugs versehen, aber dennoch macht jene Beta-Editionen einen guten Eindruck. Weitere Details folgen nun in der Preview – viel Spass!

Eine sehr lustige Sache muss ich noch erwaehnen, denn das zauberte mir ein gewisses Laecheln auf die Lippen: Die Synchronisation ist komplett auf Englisch und gerade das macht meiner Meinung nach den gesamten Charme des Games aus (ich hoffe, dass das Game mit englischer Sprachausgabe erscheint, denn es gibt keinen deutschen Synchronsprecher, der nur annaeherungsweise den grandiosen Stil und das perfekte ‚royal british english‘ so herueberbringen wird, wie es der englische Sprecher tut). Wenn der feine Herr Holmes nach einem ‚Pint‘ in der Kneipe fragt, dann fuehlt man sich auch wirklich an wie in England, denn hier wird noch ein richtig gutes Englisch gepflegt. Generell kann ich die Sprachausgabe nur loben, herrliche Arbeit! Aber kommen wir zum Erlebnis zurueck: In der Buecherei gilt es sich einige Buecher zu suchen. Habt ihr das getan, koennt ihr den Inhaber der Buecherei etwas fertig machen, denn Holmes wird ihn ein wenig anmotzen, nachdem ihr bemerkt hat, dass er von einer Treppe gefallen ist und Blumen hat verrotten lassen. Warum ist er von der Treppe gefallen? Er hatte Stoeckelschuhe an. Warum hat er die Blumen verrotten lassen? Er scheint sich in die Blumenverkaeuferin von Nebenan verliebt zu haben und wollte, dass sie das sieht und ihm Blumen schenkt – scharf kombiniert!
Drei Levels waren gamebar, wobei eines nicht wirklich funktionierte, dafuer aber ein Bordell bietet (ist es deshalb schon jetzt mein Lieblingslevel?). Die anderen beiden Missionen, eine davon in der Baker Street (London) ist etwas laenger gamebar als Thames, welches sich an einem Dock abgamet. Ich gehe davon aus, dass dies die ersten drei Levels des Games (1. Baker, 2. Thames, 3. Luisiana) sind. Reden, ermitteln, reden und so weiter und sofort – die typische Kost des Point & Klick-Adventures wird auch im dritten Teil der Serie nahtlos und ohne Veraenderung uebernommen – es kommt aber noch die gewisse Prise von Sherlock hinzu.

Aufmerksamkeit zahlt sich aus

In der ersten Mission erlebt ihr ein etwas laengeres Gespraech zwischen Sherlock und seinem treuen Gefaehrten Wattson, der euch jederzeit mit vielen Informationen zur Seite stehen wird. Es geht ‚roughly speaking‘ darum, dass Sherlock derzeit irgendwie nicht genug ausgelastet ist und sich wieder einen spannenden Fall wuenscht, den er aufklaeren soll. Und siehe da, bald darauf ergeben sich einige mysterioese Ereignisse. So verschwand ein Bediensteter von einem reichen Schnoesel ohne Wort und Ton von Tag 1 auf Tag 2 und wurde nicht gesehen – Mord? Das weiss man noch nicht, auch die Preview gab darauf noch keine Antwort. Ihr koennt euch aber leider nicht ganz frei in der Baker Street ( + naehere Umgebung) bewegen, denn dann sagt euch der gute Sherlock, dass er dort gerade nicht hin muss.
Kommen wir aber wieder zur Gamemechanik zurueck. Ihr erkundet die Areale, sucht nach auffaelligen Materialien, Inschriften oder Malereien und muesst jene anschliessend untersuchen bzw. sehr scharf kombinieren. Um aber nicht die Suche verzweifelt aufzugeben, wird euch ein Symbol in Form einer Hand sofort den korrekten Gegenstand anzeigen, wenn ihr euch in der Naehe befindet. Leider gibt es kein Feature, dass euch – etwa wie in Geheimakte: Tunguska – schon vorher verraet, wo sich was befindet. Ich befuerchte, dass das Game daran ein wenig in eine endlose Sucherei entarten wird. Bislang waren die meisten Objekte jedoch sehr auffaellig positioniert, wodurch ich sie leichter finden konnte. Gelegentlich gilt es mit der Lupe zu suchen, wo ihr dann wirklich nur rumklicken koennt, da auch hier nicht direkt gezeigt wird, welches Objekt das Wichtige ist – schade.

Damit ihr euch nicht alle Anhaltspunkte umstaendlich merken muesst, gibt es ein sehr uebersichtliches Logbuch, in dem Holmes alle gefuehrten Gespraeche protokolliert. Weiterhin koennt ihr in dem Menue (wird per rechten Mausklick aufgerufen) alle bislang errungenen Items anschauen, kombinieren und pruefen.

Oben habe ich schon die ersten Bugs erwaehnt, nun komme ich ein wenig eher drauf zu sprechen: Die Speicherfunktion war etwas.. naja, sagen wir fuern Eimer, das stand aber zum Glueck schon als Warnung auf einem extra mitgelieferten Zettel von Frogster. Was aber nicht erwaehnt war, waren die regelmaessigen Abstuerze des Games. Ich hoffe, dass gerade jener Aspekt noch ausgemerzt wird.

Aus grafischer Sicht gibt sich der Titel bislang sehr solide, wirkt aber leider noch extrem leblos und trist. Klar, das englische Wetter ist nun nicht das Beste und Luisana sieht farblich richtig schick aus, aber insgesamt wird jener Titel leider nicht viel Aufsehen erregen. Aber insgesamt, wie schon erwaehnt, ist die Grafik kein Beinbruch fuer das Game.

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Kommentar (AS) :

Joar, gar nicht mal schlecht, Herr Specht. Diese recht fruehe Beta von Sherlock Holmes‘ dritten Abenteuer macht schon jetzt einen durchaus gelungenen Eindruck. Die Raetsel sind wie ueblich recht gut durchdacht, die Grafik praesentiert sich solide und die Dialoge sind dank der grandiosen englischen Synchronisation ein Fest fuer die Ohren – bitte belasst es bei der englischen Sprachausgabe! Ich freue mich schon auf die Vollversion und vergebe schon jetzt ein ‚Sehr gut‘, denn jenen Eindruck vom Game hatte ich die rund 6 Gamestunden, die ich mit dem Game verbracht habe (rund 2 Stunden brauchte ich, um alle drei Areale abzuklappern).

Ergebnis der Preview: ‚Sehr gut‘

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