Follow

Skylanders Imaginators (PS4) Vorschau

Activision bringt Jahr für Jahr neue Spiele aus der Skylanders-Reihe. Und auch 2016 können sich Fans von Toys-to-Life-Spielen über einen weiteren Ableger freuen. In Skylanders Imaginators baut ihr aber eure Helden selbst und geht mit ihnen auf ein großes Abenteuer. Was sich zunächst sehr cool anhört, wird aber ein schwarzes Loch im Geldbeutel hinterlassen, denn viele Dinge sind hinter Paywalls versteckt.

Im Rahmen der gamescom 2016 haben Activision und Entwickler Toys for Bob neue Skylanders-Figuren vorgestellt. Crash Bandicoot und Dr. Neo Cortex sind nun mit dabei. Der Held des legendären PlayStation-Plattformers bekommt dabei eine eigene Hintergrundgeschichte spendiert. Hier müsst ihr eine groovende Heimatinsel in den richtigen Rhythmus bringen. Während der 40 bis 60 Minuten im Level gibt es Äpfel zu sammeln, Kisten zu zerstören und mit Musik im Einklang zu sein. Der Abschnitt spielt sich wirklich gut und erinnert durchaus an frühere Tage.

Skylanders Imaginators

Doch nun kommt das Problem bei der Sache: Nur wer die passenden Figuren auch kauft, wird die Abschnitte sehen können. Crash Bandicoot und Dr. Neo Cortex sind nämlich sogenannte Senseis und spielen eine besondere Rolle in Skylanders Imaginators.

Skylanders Imaginators – Held Marke Eigenbau

Anders als in den bisherigen Spielen dürft ihr in Skylanders Imaginators selbst Hand anlegen und eigene Figuren erschaffen. Der umfangreiche und trotzdem sehr zugängliche Editor liefert dabei die passenden Werkzeuge, um auch Soundeffekte oder die Stimme zu bestimmen. Es gilt dabei aus zehn Klassen und zwischen hellen sowie dunklen Recken zu wählen. Danach kümmert ihr euch um die Ausrüstung und wertet mit diversen Items die vier Grundwerte auf. Entgegen meiner Erwartung entpuppt sich die ganze Sache als tiefgründig und durchdacht.

Während des Spielverlaufs findet ihr stets neue Bauteile, die eure Figur verbessern bzw. erweitert. Der Haken hierbei: Diese wird nicht auf der Konsole, sondern im Kreationskristall gespeichert, der – wie alle anderen Skylanders-Figuren auch – auf dem Portal sein Platz hat. Und schon hier tun sich weitere Probleme auf, denn auf einem Kristall lässt sich nur eine Charakterklasse sichern. Wer also andere ausprobieren will, muss einen weiteren Kristall kaufen.

Die oben erwähnten Senseis komplettieren dann dieses Geldruck-Prinzip. Senseis erweitern das Levelcap eures Helden um einen Punkt und schenken ihm einen Spezial-Move. Überdies benötigt ihr die Meister, um bestimmte Kisten oder Areale innerhalb der Spielwelt zu öffnen. Kurzum: Wer alles sehen will, muss viel Geld ausgeben. Das Starter-Set kostet bereits 70 Euro (PS4 & Xbox One). Wieviel Activision für die Figuren verlangen wird, ist nicht bekannt, aber mit 10 bis 15 Euro ist durchaus zu rechnen.

Spielerisch bekommt ihr den üblichen Mix aus Geballer und Gehüpfe präsentiert. In der gespielten Fassung war auch Starcast spielbar. Die Lehrmeister besitzen persönliche Sky-Chi-Movies, die im Zweifelsfall alles aus dem Weg räumen. Mit Dr. Neo Cortex könnt ihr ein Hologramm von euch selbst erschaffen und Laser aus den Augen abfeuern. Optisch hätte ich mir gerne eine Überarbeitung gewünscht, denn so langsam nutzt sich der Comic-Stil ab.


Ersteindruck:

Der Charme von Skylanders ist und bleibt ein ganz großer Antrieb. Und einer, der Eltern dazu bringen soll, über 100 Euro auszugeben, weil Corporate Greed ganz offensichtlich an erster Stelle steht. Mich hat es schon im ersten Ableger der Reihe ungemein gestört, dass gewisse Abschnitte hinter einer Paywall verborgen bleiben, doch Skylanders Imaginators treibt das Ganze auf die Spitze.

Spielerisch ist der neue Ableger dabei gar nicht so schlecht. Im Gegenteil, vor allem der Crash-Abschnitt gehört zu den besten Level, die ihr je in der Reihe gespielt haben werdet. Und während es auf Seiten des Gameplays keine Bedenken meinerseits gibt, wünsche ich mir so langsam eine neue Engine, denn der Cartoon-Look entschuldigt längst nicht mehr alle Unzulänglichkeiten.

Written by
... ehemaliger Chefredakteur bei Spieletester.de. Adam war seit der Gründung 2003 dreizehn Jahre auf unserer Plattform tätig.

Have your say!

0 0

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>