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Skylanders: Spyro’s Adventure – GC 2011 Vorschau

Ein Comeback der anderen Art erwartet die Zockergemeinde mit dem neuen Spyro-Spiel, welches noch diesen Oktober für alle gängigen Spieleplattformen über Activision erscheinen wird. Warum das Spiel so besonders ist und ob Spyro nicht ein neues Opfer der gepflegten Lizenzverwurstung geworden ist, bekommt ihr in unserer gamescom-Vorschau zu lesen.

Kombiniere zwei Welten

Das, was das neue Spyro-Abenteuer auszeichnet, ist nicht nur das Spiel allein, sondern die Art, in welcher man das Spiel spielt – und wir reden jetzt nicht unbedingt über die Steuerung der wählbaren Figuren. Gleich als wir den Präsentationsraum zu Skylanders betreten haben, fiel uns das große Podest in der Mitte des Raumes auf. Auf diesem befanden sich mehrere witzig aussehende Plastikfiguren, welche um ein kleines Gerät aufgestellt wurden. Kaum stellt sich uns die Frage, ob wir bei einer Actionfigurvorführung der ComicCon gelandet sind, werden wir auch schon vom zuständigen Entwickler begrüßt und gebeten, Platz zu nehmen. Dann erklärt er uns, dass das, was Skylanders so besonders macht, die Möglichkeit ist, die kleinen Platikfiguren Teil unseres Spiels werden zu lassen. Nachdem er uns allen je eine Figur gegeben hat und wir die gut verarbeiteten Plastikknubbel in unserer Hand näher betrachten durften, bittet er uns, unsere Figur auf das kleine runde Gerät in der Mitte des Podests zu stellen. Gesagt getan, unsere Figur steht und wird prompt vor uns auf dem Screen gezeigt und in das erste Level des Spiels teleportiert. Das kleine runde, wie eine Insel ausschauende Gerät mit der weißen Auflagefläche scannt die Figur ein und überträgt sie sofort an die Konsole bzw. das Spiel, erklärt uns der Entwickler. Eigentlich eine nette Idee, denken wir uns, nehmen prompt unsere Figur, ein kleines affenähnliches und mit zwei Pistolen bewaffnetes Geschöpf, von der Plattform und setzen die Figur von Spyro drauf. Einen Augenblick später wird auch unsere Figur im Spiel mit der von Spyro getauscht und wir können nun diesen durch das Level steuern. Das Wechseln der Figuren geht also intuitiv und schnell vonstatten und scheint den Spielfluss eher wenig zu stören.

Elementspielerei

Welche Auswirkungen der Figurenwechsel hat, wird uns kurz danach erklärt. Denn jede Figur sieht nicht nur anders aus, sondern besitzt eigene Angriffe und Fähigkeiten, die einem beim Vorankommen in den Levels helfen sollen. So kann jedem Charakter ein Element zugeordnet werden, wonach sich auch seine Attacken richten. Spyro steht zum Beispiel für das Windelement und kann schnell rennen und Rammen. Es gibt aber auch viele andere Figuren, bisher 32 an der Zahl, welche den unterschiedlichsten Elementen zugeordnet werden können. So kann das Naturwesen namens „Stump Smash“, ein laufender Baumstamm mit Keulenarmen, schwere Schläge ausführen und somit Steinbarrikaden vernichten, welche den Weg versperren. So soll der Einsatz verschiedenster Figuren helfen, die vielen kleinen Rätsel in den Level zu lösen und sich immer weiter Richtung Ziel voranzuarbeiten. Auch wird es spezielle Bereiche geben, welche nur durch den Einsatz bestimmter Fähigkeiten spezifischer Monster betreten werden können, um so Extras wie Ausrüstungsgegenstände zu erhalten. Ja, ihr habt vollkommen richtig gelesen. Es ist möglich, all seine Monster mit Items auszurüsten, welche ihnen Boni auf verschiedene Statuswerte wie Geschwindigkeit oder Angriffskraft verleihen. So haben wir während unseres Anspielens einen Hut gefunden, welcher Boni auf den Verteidigungswert unserer Figur gibt. Sehr nützlich, da in vielen Abschnitten der Level gegen Gegner gekämpft werden muss. Da man aber anscheinend nicht nur am Verkauf des Spiels verdienen möchte, wird es beim Kauf des Spiels zwar das kleine Scangerät dazu geben, aber nur 3 von 32 Figuren werden in der Box enthalten sein. Zwar ist es möglich, das gesamte Spiel mit ihnen durchzuspielen, aber wer die viele Extras erhalten möchte oder doch daran interessiert ist, andere Fähigkeiten und Figuren zu nutzen, der muss nochmals in die Tasche greifen und sich die weiteren Figuren einzeln dazu kaufen. Wie teuer diese sein werden und wo genau man sie kaufen können wird, konnte man uns noch nicht sagen.

Portalmeister

Die Geschichte ist so kinderfreundlich wie das gesamte Spiel und die Figuren obendrein. Der böse Portalmeister Kaos hat die 32 Figuren aus ihrer Welt durch das Portal der Macht in unsere reale Welt verbannt und sie dort zu festen Figuren gefrieren lassen. Wir als Gegenspieler von Kaos besitzen selbst die Fähigkeiten eines Portalmeisters und müssen mit Hilfe des Portals der Macht die Figuren wieder in die digitale Welt teleportieren, um mit ihrer Hilfe dem Oberschurken und seinem Fußvolk das Handwerk zu legen. Generell richtet sich das Spiel an die jüngere Generation der Spieler. Quietschbunte Level, viel Gehüpfe, ein wenig leichte Rätselkost und das obligatorische aber zu keiner Zeit fordernde oder gar brutale Gekämpfe machen Skylanders: Spyro's Adventure zu einem knuffigen Spiel für kleine Geschwister oder die eigenen Kinder. Aber was macht mehr Spaß, als allein zu spielen? Selbstverständlich das Spielen zu zweit an einem TV-Gerät. So ist es möglich, eine zweite Figur auf das Portal zu stellen und diese in das laufende Spiel zu integrieren, wodurch ein zweiter Spieler zu jeder Zeit seinen Freund unterstützen kann. Auch gewinnen die Figuren mit der Zeit an Erfahrung, was sie im Level aufsteigen lässt und fortwährend stärker macht. Diese Informationen sowie ausgerüstete Gegenstände werden jederzeit auf den integrierten Speicher der Plastikfigur gesichert, wodurch es möglich ist, nicht nur mehrere Figuren zu leveln, sondern auch zu späteren Zeitpunkten oder bei Freunden mit seiner gestärkten Figur wieder in das Spiel einzusteigen. Dies funktioniert auch konsolenübergreifend. Das heisst, dass Spieler der PS3-Version bei Freunden, welche die Wii, PC oder Xbox 360-Fassung besitzen, ohne weitere Probleme mit ihrer eigenen Figur mitspielen können. Aber nicht nur das kooperative Spiel wird möglich sein, ihr könnt eure Figuren auch gegeneinander kämpfen lassen. Das erfolgt in einem extra dafür vorgesehenen Modus, welcher mit seinen Arenen und verteilten Goodies ein wenig an Super Mario Smash Bros erinnert.

Weitere Versionen

Dass man natürlich die Lizenz nicht nur auf dem PC und aktuellen Konsolen ausweiten möchte, beweist die vorgestellte Version für Nintendos 3DS. Bei dieser Fassung werden die Figuren zwar auch über das Portal eingelesen, aber dann per WiFi an den 3DS gesendet, welcher die Daten aufnimmt und die Figuren so ins Spiel integriert. Eine Besonderheit, welche gerade bei der portablen Variante auffällt, ist die Möglichkeit, gleich zwei Figuren einlesen zu lassen und diese über den unteren Bildschirm des 3DS ständig während des laufenden Spiels zu wechseln. Sonst sollen sich die Versionen so gut wie gar nicht voneinander unterscheiden und die Spielerfahrung bleibt auf allen Systemen gleich. Nur der 3DS kann sich etwas durch den 3D-Effekt abheben, während die Versionen für PS3 und Xbox 360 deutlich höher aufgelöst sind. Zudem punktet die 3DS-Version mit dem dunklen Spyro als exklusiven Charakter. Geplant ist weiterhin auch eine Umsetzung als Browserspiel, in welchem man Codes, die bei jeder Figur beiliegen, eingibt und so seinen Charakter online freischaltet. Wie das aber genau aussehen soll und was das Browserspiel auszeichnet bzw. was es gegenüber den restlichen Versionen anders macht, ist noch nicht bekannt.

Eine Frage, die wir uns während der gesamten Präsentation gestellt haben, ist, was das ganze Spiel eigentlich mit Spyro zu tun haben soll, da so garnichts an die alten Teile erinnert und auch die Geschichte nichts mit den Vorgängern zu tun hat. Theoretisch hätte man Spyro auch ganz rauslassen können und genau das gleiche Spielerlebnis erhalten. Die Antwort auf diese Frage liegt wohl darin begründet, dass man doch den Namen Spyro als Zugpferd für diese neue Spieleihe „missbrauchen“ möchte, um die Verkäufe anzukurbeln, schließlich ist der lila Drache in der Spielegermeinde kein Unbekannter.


Die Idee mit dem Portal und dem Scannen der Figuren finde ich äußerst interessant und gerade jüngeren Spielern wird es jede Menge Freude machen, alle Figuren zu sammeln, um etweder zusammen mit einem Freund zu spielen oder seine Figuren wie bei Pokémon gegeneinander antreten zu lassen. Auch der notwendige und einwandfrei klappende Wechsel der Figuren für Rätsel oder das Zerstören von Hindernissen ist eine durchaus gute Idee. Trotzdem ist dieses Spiel wohl doch nur etwas für jüngere Spieler, lässt doch die Geschichte und auch Spielmechanik etwas an Tiefgang vermissen. Dass aber der arme Spyro mit sich selbst und seinem Namen für dieses Spiel herhalten musste, ist eher traurig, da so nichts an alte Glanzzeiten des kleinen Drachen erinnert und meine guten Kindheitserinnerungen etwas getrübt werden. Trotz alledem ist Skylanders: Spyro's Adventure per se kein schlechtes Spiel, aber auch kein herausragendes.

Ersteindruck: Befriedigend

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