Nachdem der Berliner Publisher Frogster mit Runes of Magic bereits einen gewaltigen Erfolg hatte, will man nun zusammen mit dem koreanischen Entwicklungsstudio Bluehole und dem MMORPG TERA den nächsten Hit landen. Wir hatten auf der gamescom die Gelegenheit, den Titel etwas genauer unter die Lupe zu nehmen, und verraten euch, ob der Titel tatsächlich an den Erfolg von RoM anschließen könnte.

Unreal Engine 3 meets MMORPG

Einer der wichtigsten und größten Plus-Punkte des Spiels springt einem sofort ins Auge: Die Grafik. Während die meisten MMORPGs zu Gunsten eines stabilen Spielablaufs und eines breiten Publikums mit unterschiedlichen PC-Systemen auf wirklich pompöse Grafiken verzichten und stets nur „irgendwie ganz nett“ aussehen, dreht TERA – das steht übrigens für The Exiled Realm of Arborea – so richtig auf. Entwickler Bluehole Studio hat sich nämlich die Unreal Engine 3 geschnappt und daran ordentlich gewerkelt, um diese an die Anforderungen eines Online-Rollenspiels anzupassen. Dadurch sieht TERA unglaublich gut aus und kann sich schon jetzt eines der schönsten Online-Rollenspiele dieser Zeit nennen. Eine große, frei begehbare und wunderschöne Welt ohne Ladezeiten, viele kleine Details und ein schickes, leicht asiatisches Charakterdesign – all das bietet TERA für verhältnismäßig geringe Hardware-Anforderungen. Mit einem Intel Core 2 Duo, einer GeForce 7600 oder ATI Radeon X1800 GTO und 2GB Ram soll das Ganze schon wunderbar laufen.

Doch TERA trumpft noch weiter auf. Insgesamt stehen euch sechs verschiedene Völker sowie acht unterschiedliche Charakterklassen zur Verfügung, die allesamt miteinander kombiniert werden können. Bei den Völkern wären da die einstige Sklaven-Rasse Aman, die knudelligen und waschbärähnlichen Popori, die düsteren und sarkastischen Castaner, die edlen Hochelfen, die friedlichen Baraka und natürlich die Menschen. Die Klassen sind genretypisch in Tanks, Nahkämpfer, Fernkämpfer, Zauberer und Heiler eingeteilt, bieten aber dennoch durch eigene Spielstile genug Abwechslung.

Dynamisches Kampfsystem

Auch bei der Steuerung hebt sich TERA eindeutig von anderen Genrevertretern ab. Ist sonst das simple Point & Click-Verfahren üblich, heißt es hier: Zielen! So könnt ihr Gegner nicht einfach anklicken und dann eure Zauber oder Angriffe vom Stapel lassen, nein, ihr müsst stets in ihre Richtung schauen und genau zielen, damit zum Beispiel Feuerbälle auch ihr Ziel finden. Besonders in Gruppen wird das Ganze interessant, denn wenn der Tank wild umherspringt oder von einem Monster verdeckt wird, ist es für die Heiler nahezu unmöglich, ihn am Leben zu halten. Daher sollte man immer auf seine Aufstellung achten, nicht zuletzt auch deswegen, weil jeder Charakter im Spiel eine Kollisionsabfrage hat und Tanks wirklich Tanks sein können, die den Weg zu den Heilern und Zauberern blockieren. In den Kampfpausen lassen sich übrigens Lagerfeuer aufbauen, in denen man Talismane verbrennen kann, um Buffs zu erhalten.

Beinahe am Interessantesten ist jedoch das Politik- und Wirtschaftssystem, denn in jeder Stadt wird ein Spieler als Bürgermeister gewählt, gelegentlich auch über PVP-Kämpfe. Alle Bürgermeister eines Kontinents wählen dann ihren jeweiligen König (ebenfalls ein Spieler), der es sich für zwei Wochen in einer der drei Hauptstädten gemütlich machen und Herrscher spielen darf – inklusive Steuer-Erhöhungen, wodurch die NPC-Preise höher werden und er mehr verdient, aber auch die Respawn-Rate der Monster lässt sich als König variieren. Ist seine Zeit vorüber, gibt es Neuwahlen.

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Fazit:

TERA ist ein richtig interessantes MMORPG, das neben den typischen Dingen wie Dungeons, PVP, Crafting, Mounts und spannenden Quests (trotz koreanischen Entwicklern soll das Spiel nicht zum Asia-Grinder werden, sondern coole Aufträge bieten) auch einige bisher kaum gesehene Features wie das dynamische Kampfsystem, das übrigens auch mit einem Gamepad spielbar ist) oder die interne Wirtschafts- und Politiksimulation mit sich bringt. Hinzu kommt natürlich der optische Faktor, denn TERA sieht einfach umwerfend aus. Wenn jetzt noch die Story und die Quests vernünftig gestaltet werden, könnte da im kommenden Jahr eine richtig gute Alternative zu WoW: Cataclysm und Konsorten auf den Mark kommen.!

Ersteindruck: Gut

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