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The Chronicles of Spellborn – GC-Preview

The Chronicles of Spellborn – GC-Preview Testbericht

MMORPGs gibt es mittlerweile wie Sand am Meer und auch Spellborn ist da keine Ausnahme, bringt aber eigene Ideen ins Genre, die ziemlich auffrischend und auf den ersten Eindruck ziemlich cool wirken.

Fangen wir erstmal ein wenig trocken an. Die erste Levelgrenze wird bei Level 50 sein, danach muesst ihr auf neue Updates oder sogar AddOns warten, wobei mir die Entwickler hier noch keine endgueltige Aussage machen konnten, ob man die Levelgrenze durch Updates oder AddOns erhoehen wird. Vor jedem Game wird man seinen Charakter erstellen koennen, wobei man hier eine riesige Auswahl an Parameter hat, um seinen Charakter absolut individuell darstellen lassen zu koennen. Sei es eine dicke, weibliche Person oder dasselbe in duenn. Darueber hinaus koennt ihr euch fuer eine von acht Stimmen sowie fuer coole Tatoos oder andere Bemalungen entscheiden. Des Weiteren koennt ihr euren Charakter schon vorab mit ordentlich aussehender Ausruestung ausruesten. Weiterhin koennt ihr aus drei Klassen, den Mages, Rogues und Warriors waehlen, dessen Faehigkeiten, von denen ihr am Anfang nur zwei haben werdet, ihr im Laufe des Games stetig weiter ausbauen und verbessern koennt. Derzeit zaehlt das MMORPG schon mehr als 1000 Quests, wobei ich hier auch sagen muss: Eine Hauptquest kann sich in satte 40 Einzeleile aufteilen, die ihr nacheinander absolvieren muesst, um die Geschichte voranzutreiben.

Prinzip aehnlich WoW

Wenn man allen MMORPGs, die nach WoW erschienen sind, einen Vorwurf machen kann, dann ist es der, dass sich keines mehr was neues getraut hat und alle nur eine Blindkopie von WoW waren und noch stetig sind. Der Erfolg jener Gamee war meistens gar nicht vorhanden, es verschwand schon kurz nach Release von der Bildflaeche. Auf den ersten Blick gehoert Spellborn auch zu jener Gattung Game, die nur zur Eintagsfliege taugen, weil man oben rechts eine Minimap mit etwaigen Zielen sieht, links oben befindet sich eure Statusleiste, unten links steht der Chat sowie das Kampflogbuch und unten rechts findet ihr Hotkeys fuer eure Skills. Das Interface stimmt also in so ziemlich jedem Punkt mit WoW ueberein, aber sobald man schon ein Blick auf die Items und dann einen weiteren Blick auf das Skillsystem wirft, sieht man die deutlichen Unterschiede.

Eure Ausruestung wird keinerlei Statuswerte haben, die Kleidung wird einen rein kosmetischen Zweck haben, der nur darin besteht, sich von anderen Gameern zu unterscheiden. Die Gegenstaende an sich haben aber ihre Levelgrenzen. Level 1 Gameer werden ganz sicher nicht die Ausruestung tragen, die ein Level 50-Gameer tragen wird. Ob jene hoehere Levelgrenze fuer die Ausruestung einen Unterschied macht? Ja und nein, denn an sich ist es egal, was man traegt, es kommt nur auf den Skill an. Und damit kommen wir auch direkt zu den Skills. Zunaechst gibt es hier ein so genanntes Skillbook, wo alle eure Faehigkeiten aufgelistet werden. Auf der anderen Seite gibt es ein Skilldeck, welches aus Raedern besteht und in jeder Reihe eines solchen Rads bzw. Wuerfels befinden sich sechs freie Slots, die ihr mit den Faehigkeiten aus dem Skillbook fuellen koennt. Dies passiert ganz einfach durch Drag & drop. Ihr klickt eine Faehigkeit an, haltet die Maustaste gedrueckt und zieht sie auf die Stelle im Rad/Wuerfel. Von jenen Wuerfeln gibt es noch einige mehr, nicht nur einen und das fuehrt uns automatisch zum Kampfsystem, denn auch das ist ein wenig anders als in handelsueblichen MMORPGs.[]

Ihr habt darum ein Fadenkreuz, das bei grauer Umrandung kein Ziel hat und wenn es sich rot verfaerbt, habt ihr einen Feind im Visier. Es ist wichtig, dass ihr den Gegner stetig im Fadenkreuz habt, denn wenn ihr das nicht gewaehrleisten koennt, kann es passieren, dass ein Angriff einfach so ins Leere geht. Ihr waehlt im Kampf einen Skill aus und es werden die Wuerfel geworfen, denn dann entscheidet sich, welchen Angriff ihr wirklich ausfuehren werdet. Schien ganz gut zu funktionieren, aber wirklich viel wurde uns vom Kampf an sich leider nicht gezeigt. Fuer die Gefechte nicht ganz unwichtig werden ganz sicher die Runen sein, die man nach 10 Levels bekommt und dann auf seine Waffe montieren kann. Wechselt ihr die Waffe gegen eine andere aus, koennt ihr die Runen der alten Waffe herausnehmen und in der neuen problemlos einsetzen.

Apropos Waffen. The Chronicles of Spellborn hat ein noch cooleres Feature auf Lager. Sollte eure Waffe mal kaputt sein, weil sie sich abgenutzt hat, dann koennt ihr in einen bestimmen Shop gehen und euch dort ein Rezept geben lassen, wie ihr eben jene Waffe mit Rohstoffen zurueckerlangen koennt. Durch jene Art Schmiedekunst kann man auch ganz andere Waffen erstellen, hierbei ist der Kreativitaet keine Grenze gesetzt. Und noch eine kleine Info am Ende: Es wird PvP geben, aber nur an bestimmten Orten im Game, zum Beigame in Arenen.

Grafisch auf dem MMORPG-Thron

Es ist kein Wunder, dass die Grafik von Spellborn momentan zur Spitze gehoert, denn die Engine ist die Unreal Engine 2.5, also eine aufgebohrte Unreal 2-Engine, die vom Egoshooter- auf das Rollengamegenre uebertragen worden ist. Die Bodentexturen wirken durch die Bank solide, die Effekte sind nett anzuschauen und auch die verschiedenen NPCs sehen gut aus. Ausserdem gefiel mir der Stil des Games sehr, denn die Engine wurde ein wenig in den Zeichenstil uebertragen, wodurch der Look des Games auf jeden Fall einzigartig ist und man auf den ersten Blick nicht die Unreal 2-Engine vermutet.

Eines muss man den Entwicklern lassen: The Chronicles of Spellborn ist ein erfrischender Wind im angeschlagenen MMORPG-Genre, denn das Skillrad im Kampf und bei der Verteilung der Skills sowie die anderen beschriebenen einzigartigen Features machen Spellborn zu keinem billigen WoW-Abklatsch, sondern zu einem ambitionierten, anscheinend richtig guten Game. Wollen wir hoffen, dass die Qualitaet des Games weiterhin so hoch ist wie sie es in der Praesentation gewesen ist. Sofern dann noch genug Gameer in den grossen Staedten unterwegs sind, duerfte Spellborn zu einem ernsten Konkurrent zum Genrekoenig World of Warcraft werden!

Ersteindruck

  gut  (Wertung zwischen 70 und 84% moeglich)

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... ehemaliger Chefredakteur bei Spieletester.de. Adam war seit der Gründung 2003 dreizehn Jahre auf unserer Plattform tätig.

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