Es ist soweit! Nach 10 Jahren Runaway starten die Jungs von den Pendulo Studios mit “The Next Big Thing” einen Versuch außerhalb des Runaway-Universums. Als großer Fan der Runaway-Spiele bin ich mit einer großen Portion Vorfreude auf die diesjährige GamesCom zu Crimson Cow gegangen und habe mir das Spiel mal etwas genauer zeigen lassen. Eines vorweg: Ich war und bin begeistert. Mit dem neuen Spiel wagt man sich nun etwas weiter heraus und lässt den kreativen Gedanken freien Lauf, immerhin spielt The Next Big Thing in den fiktiven 50er/60er Jahren, in denen Menschen und Monster zusammen die Welt bevölkern, was viel Freiraum für abgefahrene Settings und Charaktere übrig lässt.

Freier Fluss für die Kreativität der Entwickler

Wie Producer Georg Hach mir erzählte, haben sich die Entwickler schon länger danach gesehnt, ihrer Kreativität einmal freien Lauf zu lassen und einfach eine abgefahrene Geschichte zu erzählen, ohne auf Realitätnsnähe zu achten. Mit The Next Big Thing konnte sie diesen Wunsch in die Tat umsetzen und da es so gut geklappt hat, brauchte das Spiel auch nur ca. 16 Monate zur Entwicklung und erscheint im Oktober 2010 für den PC. Den Spaß der Programmierer an ihrer Arbeit merkt man dem Spiel sofort an. Liebevoll und bis ins Detail gestaltete Hintergründe und eine größere Farbenvielfalt als noch in Runaway 3 zeichnen das Spiel aus und passen gut ins Szenario, die Synchronisation, auch wenn sie noch nicht fertig ist, klingt schon jetzt gewohnt sehr gut und macht Lust auf mehr.

Zwei wie Katz und Maus

[SCREEN:0]Anders als noch in Runaway 3, wo die beiden Protagonisten Gina und Brian ja eine romantische und positive Beziehung zueinander hatten, sind die beiden Protagonisten Liz und Dan in The Next Big Thing absolut gar nicht so gut aufeinander zu sprechen. Dan, Sportfan und Arbeitskollege von Liz, ist eher der gemütliche Typ, er macht sich nicht viel aus Karriere und möchte seinen Spaß haben, Liz hingegen ist motiviert und möchte die Karriereleiter aufsteigen. Kein Wunder, dass die beiden aneinander stoßen, doch im Laufe der Handlung sind sie gezwungen, miteinander zu arbeiten, was zu lustigen Situationen und Dialogen führt. Der Konflikt der Beiden ist auch Hauptaugenmerk des Spieles, was euch als Spieler sehr an seinen roten Faden binden wird. Es wird weniger Freiraum geben, weniger Herumgeirre und eine dichtere Handlung. So wird die Spielzeit zwar etwas verkürzt auf ca. 10 Stunden, aber es soll spannender und schöner zu spielen sein.

Runaway-Grundgerüst

[SCREEN:1]

Technisch sowie grafisch basiert The Next Big Thing auf Runaway 3, das heißt es sieht gut aus, hört sich gut an und spielt sich komfortabel. Ihr habt nach wie vor die gewohnten Komfortfunktionen, könnt Ideen im Inventar entwickeln, Gegenstände in einer 3D-Rundum-Ansicht anschauen und wenn ihr mal nicht weiterkommt, hilft das altbekannte Hilfe-System. Noch dazu gibt es diesmal ein sogenanntes Check-Point-System. Das zeigt euch, welche Nebenaufgaben ihr auf dem Weg zu eurem Hauptziel zu erledigen habt, damit ihr nicht zu viel Zeit verschwendet, indem ihr das Hauptziel erreichen wollt, aber eigentlich noch kleinere Aufgaben direkt vor euch erledigen müsstet. So entsteht ein strammerer Spielfluss, der durch einen Erzähler noch bestärkt wird. Es wird übrigens ca. 25 Charaktere, Monster sowie Menschen, geben, und die vier, die ich schon kennen lernen durfte, sehen so aus, als würden sie an gewohnte Qualitäten anknüpfen. Je nach Zählweise gibt es 30-50 Hintergründe, was mit Runaway 3 vergleichbar ist.


Fazit:Ich habe es im Artikel schon deutlich gezeigt: The Next Big Thing steht bei mir ganz oben auf der Warteliste. Nachdem ich Runaway 3 geliebt habe und es alleine im Artikel sicher 10 mal miteinander verglichen habe, brauche ich nicht viel mehr zu sagen als: Es kann kaum noch etwas schief gehen. Genre-Fans, das Warten wird sich lohnen, hier ist ein heißes Eisen in der Mache!

Bestseller PC & Konsolen Spiele

Ersteindruck: Sehr gut

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...ist seit 2008 bei Spieletester.de als Redakteur tätig. Er spielt am liebsten First-person Shooter und wenn es die Zeit zulässt auch gerne (J)RPGs. Bei Spieletester.com ist er außerdem unser Mann für Adventures, vornehmlich Point’n’Clicks, sowie Indie-Spiele

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