Die Warhammer-Reihe ist unglaublich umfangreich und an sich gibt es auch fast nur gute Spiele. Nachdem Dawn of War II erschien und dieser Titel durchaus überzeugen konnte, habe ich mir auf der gamescom das kommende Addon „Retribution“ angeschaut, bei dem der Fokus klar auf den Orcs liegt.

Dieses Mal befindet ihr euch nicht etwa auf einem eisigen Planeten wie im Vorgänger-Addon, sondern in feurigen Ebenen, Vulkanen und zerschmetterten Welten. Diese sahen auch allesamt ziemlich cool aus und ließen ein leichtes Endzeitszenario sicherlich nicht missen. Die Präsentation fing übrigens auch mit einem neuen Planeten-Screen an, der nun übersichtlicher und vor allem schicker daherkommt als noch zuvor. Unten rechts befindet sich nach wie vor der Armybuilder, mit dem ihr eure Truppen für den Kampf bereit macht.

Micromanagement lebe hoch

Dass die Heldeneinheiten irgendwelche Spezialattacken haben, ist hinlänglich bekannt, doch in Retribution bekommen sie alle noch etwas mehr. Das führt unweigerlich dazu, dass ihr euch wirklich die ganzen Fähigkeiten merken müsst und die Hotkeys für jene nutzt. Der Grund: Der Gebrauch dieser Fähigkeiten wird unabdingbar für den Erfolg in einer Mission. So kann etwa der Anführer der Piraten-Orcs einen mächtigen Stampfer ausführen, der Gegner in einem bestimmten Radius zu Boden fallen lässt, sodass sie vorerst kampfunfähig sind für wenige Sekunden.

Sicherlich bekannt aus dem Mehrspieler-Modus sind die verschiedenen Gear-Sets, die eure Helden anziehen können und die komplett zufallsgeneriert von Bossen oder jenen, die nur so tun als wären sie welche, fallengelassen werden und euch nach einer Mission zur Verfügung stehen. Doch Obacht! Nach der Mission ist lediglich die Wahl eines Armor-Items möglich und so solltet ihr gut überlegen, welches wirklich nützlich ist. Zwar haben die Entwickler die Missionen so gestaltet, dass die Armor-Items nicht mehr zwingend notwendig zu 100% die Besten sein müssen, die richtige Wahl erleichtert die Aufgaben aber dennoch immens.

Wirklich echte Neuerungen wurden dann aber leider nicht gezeigt – natürlich abseits des Szenarios. Ihr könnt jetzt mehr als 4 Squads gleichzeitig befehligen und sammelt nebenher Power-Ressourcen ein, um quasi on the fly neue Einheiten zu bauen, doch gerade Letzteres gab es schon im Addon davor, wenn auch in einer etwas kleinerer Version. Für Freunde des Zusammenspiels erfreulich: Die Kampagne lässt sich komplett im Coop on- wie auch offline zocken. Technisch hat sich nichts getan – das ist aber nichts Schlechtes, denn Warhammer 40k: Dawn of War II sieht nach wie vor gut aus.


Fazit:

Bestseller PC & Konsolen Spiele

Kurze Präsentation, viel Bekanntes, wenig Neues. Neben den Orcs soll es noch weitere spielbare Rassen geben, die jedoch leider nicht genannt wurden. Dass die Kampagne also wieder etwas umfangreicher ausfällt, ist nicht auszuschließen und dass die Warhammer-Fans voll auf ihre Kosten werden, steht ebenso komplett außer Frage. Bleibt nur zu hoffen, dass die Entwickler kreative Missions-Ideen reinbringen können, denn die gezeigten Einsätze sahen eher nach 08/15-Standard-Zeug aus.

Eindruck:  Gut

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