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Nintendo Switch – Special: Die versteckten Kosten

Wenn Nintendo Switch am 03. März 2017 erscheint, dann kostet das Ding mindestens 300 Euro. Die meisten Händler verlangen aber mehr. Und damit ist es noch lange nicht getan, denn Nintendo musste viele Einschnitte in Kauf nehmen, um diesen Preis zu erreichen. Um loszulegen, ist natürlich alles in der Box. Doch „loslegen“ ist hier nur ein operativer Begriff. Die wahren Kosten kommen erst noch.

Während die PlayStation 4 und Xbox One nicht das Gefühl vermitteln, dass zusätzliche Peripherie unbedingt notwendig ist, sieht es bei Nintendo Switch anders aus. Mehrspieler-Titel sind natürlich eine treibende Kraft für Nintendo und ganz vorne stehen die Couch-Spielchen. Wenn es euch nun dämmert: Ja, im Lieferumfang ist nur ein Paar an Joycon Controllern enthalten. Wir haben also eine Liste an Dingen zusammengestellt, die Switch in ihrem wahren Licht zeigt.

Nintendo Switch – 64GB microSD Karte: 21,99 Euro

Nintendo SwitchZunächst wäre der mickrige interne Speicher der Switch zu bemängeln. Mit 32 GB (effektiv 25,9 GB) werdet ihr nicht weit kommen. Bereits The Legend of Zelda: Breath of the Wild verschluckt 13,4 GB – also mehr als die Hälfte. Sofern ihr euch also keine physischen Versionen der Spiele kauft, kommt ihr nicht um eine microSD Karte herum. Die Konsole kann insgesamt Karten mit bis zu 2 Terabyte an Platz beherbergen, wobei es solche Karten noch gar nicht gibt. Die von uns gewählte SanDisk-Karte kostet nur 21,99 Euro und kann unter diesem Link gekauft werden. Externe Festplatten sind zum Launch nicht von der Konsole unterstützt. Ein künftiges Firmware-Update soll das aber ändern.

Nintendo Switch – Ein zusätzliches paar Joycon Controller: 79,99 Euro

Die Switch erscheint mit einem Paar an Joycon Controllern in grau oder Neon (blau links, rot rechts). Jedes davon kann als Gamepad fungieren, aber für Mehrspieler-Titel wie ARMS braucht ihr gleich ein zweites Set an Drückern. Und dann greift ihr richtig tief in die Tasche – satte 79,99 Euro gilt es auf die (virtuelle) Ladentheke zu klatschen. Damit übertrifft Nintendo sogar die Preise der PS4- und Xbox-Controller, die jeweils 59,99 Euro kosten.

Nintendo SwitchAn dieser Stelle sollten wir aber auch fairerweise erwähnen, dass die Joycons keine spiegelgleichen Kopien voneinander sind. Die rechte Einheit bietet die Face Bottons, eine IR Kamera und den NFC Sensor. Die linke Controller-Einheit dagegen hat das Steuerkreuz und die Screenshot-Funktion.

Kleiner fun fact: Kauft ihr euch ein zusätzliches Neonpaar, dann gibt es den linken Controller in rot und den rechten in blau, sodass ihr dann ein ganzes, gleichfarbiges Set besitzt.

Nintendo Switch – Pro Controller: 69,99 Euro

Wenig überraschend hat Nintendo keinen Pro Controller in den Lieferumfang der Switch gepackt. Einen solchen gab es schon bei der Wii und Wii U nicht. Dadurch können es sich die Designer bei Nintendo erlauben, verrückte Designs auszudenken. Doch bei den Joycons hat das einen Nachteil: Das Steuerkreuz besteht aus vier Buttons. Wenn euch das nicht gefällt, dann braucht ihr einen Pro Controller, der aber ziemlich teuer ist.

Nintendo SwitchNatürlich steht es euch frei, die Joycons auch an den im Lieferumfang enthaltenen Grip zu stecken. Damit soll zumindest im Ansatz das Gefühl eines normalen Drückers vermittelt werden. Doch selbst dann ist das Layout und das Gefühl der Buttons selbst eher ungewohnt. Kampfspiele oder Shooter sind damit sicherlich kein großer Spaß.

Der Pro Controller ähnelt dem der Xbox One am ehesten. Der vergleichsweise hohe Preis für den Switch Pro Controller liegt im „HD Rumble“, amiibo Support und dem Accelerometer und Gyroskop begründet.

Nintendo Switch – Joycon Aufladehalterung: 29,99 Euro

Die Switch erscheint lediglich mit einem Joycon Grip, die im Endeffekt nicht mehr ist als eine Plastik-Hülle, die eure Joycon in einen Controller verwandelt, der dem typischen Look entspricht. Zwar ist die Batterielaufzeit der beiden Drücker recht lang, doch auf langen Reisen könnte auch denen irgendwann der Saft ausgehen. Und dann braucht ihr die Aufladehalterung für knapp 30 Euro.

Nintendo SwitchDoch auch sonst gibt es ein Problem. Stellt euch vor, ihr ladet einen Kumpel für eine Mehrspieler-Partie von beispielsweise FIFA 18 ein. Wäre es nicht etwas unfair, wenn ihr mit dem Standard-Grip spielt und somit den Komfort eines „echten“ Controllers habt, während euer Kollege sich mit den beiden Joycons abmühen muss?

Kleiner Hinweis am Rande: Die Controller lassen sich auch laden, wenn ihr sie an die Switch selbst dockt.

Nintendo Switch – Fazit

Bevor ihr nun schreit: „Was ist denn mit Spielen?“ – die zählen wir ausdrücklich nicht zu versteckten Kosten. Wir wollen aber anmerken, dass Switch ohne Bundle auskommt. Während die Wii U noch Nintendo Land bot oder die Wii mit Wii Sports ausgeliefert wurde, geht ihr bei Switch leer aus. Die Preise für Spiele rangieren zwischen 19,99 Euro (Snipperclips) und 59,99 Euro (The Legend of Zelda).

Und damit wollen wir auch mal die Milchmädchen-Rechnung machen:

320 Euro für die Konsole + 21,99 Euro microSD + 79,99 Euro Joycon Controller + 69,99 Euro Pro Controller + 29,99 Euro Aufladehalterung + 59,99 Euro für z.B. The Legend of Zelda = 581,95 Euro.

Und damit sind wir noch längst nicht am Ende angekommen. Es gibt nämlich noch viele weitere, kleine Accessoires wie Switch-Schutztaschen, ein zweites Dock (schlappe 89,99 Euro) und den kostenpflichtigen Online-Dienst.

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