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7 Days to Die

Ich bin ja ein großer Fan von Survival-Spielen wie ARK: Survival Evolved oder auch DayZ. Und als ich dann mitbekommen habe, dass Telltale Games die Publishing-Rechte an 7 Days to Die erhalten hat, wurde ich durchaus aufmerksam. Doch leider hat das talentierte Studio mit dem Spiel selbst nichts zu tun. Und das sollte ich sehr schnell merken. Warum der Titel gegenwärtig nicht empfehlenswert ist, erfahrt ihr in den nachfolgenden Zeilen.

7 Days to Die erhält seinen Namen aus der Tatsache, dass sich die Zombies im Spiel nach exakt sieben Tagen zusammenfinden und dann auf Jagd gehen. Das bedeutet aber nicht, dass sie die anderen Tage über harmlos sind. Am Tage mögen sie keine Gefahr darstellen, doch in der Nacht sind sie umso furchterregender! Dann laufen sie auf euch zu, klettern sogar an Bäumen hinauf und stressen unerfahrene Spieler. Keine Sorge: Es gibt viele Mittel und Wege, um sich der Hirnfresser zu erwehren!

7 Days to Die

7 Days to Die – Build a wall!

Genau wie in ARK könnt ihr das damit erreichen, indem ihr einfach Gegenstände herstellt. Oder Gebäude baut. Oder Mauern errichtet. Das Minecraft-inspirierte Gameplay schickt euch dabei mit so gut wie nichts ins Rennen und überlässt euch dem eigenen Schicksal. Das anfängliche Tutorial wird kurz und knapp die wichtigsten Basics erläutern und schon wenig später findet ihr euch in einer zufällig generierten Welt wieder. Mal eine Wüste, mal eine verschneite Einöde oder anderes amerikanisches Land.

Die erste Aufgabe ist offensichtlich: Utensilien und Kleidung herstellen. Danach gilt es Materialien zu sammeln und eine eigene Basis zu errichten. Das Baumenü ist dabei extrem ungeschickt umgesetzt worden für die Konsolen, allerdings stellt sich nach mehreren Stunden eine Art Gewohnheit ein. Das Wichtigste ist aber: Überleben. Ob ihr das alleine oder mit anderen Spielern macht, liegt ganz bei euch. Wollt ihr die Umwelt erkunden und andere Spieler so richtig nerven? Kein Problem? Oder möchtet ihr lieber eine Festung errichten, stets nach Nahrung, Wasser und Brennholz suchen, um irgendwie über die Runden zu kommen? 7 Days to Die bietet dahingehend viele Möglichkeiten zur Entfaltung.

Alpha als vollwertiges Spiel verkauft

Normalerweise habe ich ja nichts gegen Spiele, die sich in einer Alpha befinden. Sie sind unfertig. Kein Problem. Dinge ändern sich also stets. Aber 7 Days to Die als vollwertiges Spiel zu verkaufen ist dreist. So oberflächlich es klingt, aber der Titel sieht grottenschlecht aus. Selbst für ein Budget-Spiel ist die gebotene Qualität unter aller Kanone und würde nicht einmal auf der PlayStation 2 ein gutes Bild abliefern. Und so kommt es, dass sich die Spielwelt nie wirklich authentisch anfühlt, die Charaktere keinerlei Wiedererkennungswert haben und die Animationen so unrealistisch wirken, das mir schon nach wenigen Minuten der Spaß vergeht.

Es wird schnell ersichtlich, dass der Titel seine schlechte Grafik mit einer großen Spielwelt kaschieren will, doch das schafft es keineswegs. Warum? Weil an jeder Ecke und Kante irgendein Bug wartet, der einen Spielabsturz zur Folge haben kann. Oh, und habe ich schon erwähnt, dass der Level-Grind im Spiel unerträglich ist und sich gegen sämtliche Konventionen stellt? Nein? Ihr wisst es nun. Zudem ist die Spielwelt leer. Selten werdet ihr auf andere Spieler oder gar Zombies treffen, sodass die eigentliche Gefahr ausbleibt.

Und als wäre all das nicht genug sind die Spielmechaniken beim Kampf ebenfalls vollkommen unfertig. Trefferfeedback? Wer braucht das 2016 schon? Ob ich einen Zombie mit einer dicken Axt treffe oder mit einem Taschentuch – der Rückstoß ist immer derselbe. Übrigens: Andersherum gilt dasselbe. Der eigene Charakter schreit auf, wenn ihn schon eine Biene sticht, gleichermaßen laut ist er aber auch, wenn ein Zombie an ihm knabbert.


[blockquote cite=“Andreas Turin“]

Fazit

7 Days to Die fühlt sich nicht nur hoffnungslos veraltet an, es spielt sich auch so. Dass die Grafik ein Relikt des zwanzigsten Jahrhunderts ist, spielt dabei fast schon eine untergeordnete Rolle. Ich musste schon eine ganze Weile überlegen, was mir am Spiel gefallen hat, doch am Ende kamen nur zwei Dinge dabei herum: Die tendenziell große Spielwelt und die grundsätzliche Idee. Alles andere? Funktioniert nicht oder nur unzureichend. Wenn die Entwickler das wirklich durchziehen wollen, dann haben sie locker vier bis fünf Jahre damit zu tun, Baustellen abzuarbeiten. Kurzum: Lasst am besten gleich die Dinger davon.
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1 Comment

  1. Die Alpha 16 hatte noch etwas Potenzial. Wenn man dort auf Wünsche von Spielern eingegangen wäre und sich ein wenig Beispiel von den Mods genommen hätte. Aber die 17 ist nach meiner Meinung ein ganz großer Krampf. Ein Auto toll, aber dafür nur noch ein achtel der Welt. Ich lach mich weg. Wenn ich mein Auto gefahren habe und es nicht mehr brauch pack ich auch in meine Tasche, hi hi hi sehr witzig. Bei der 16 musste man sein Bike wenigstens zerlegen. Der Gyrokopter, die Bedienung ist der letzte scheiß!!!! Bei der 15 konnte man seine Basis noch ein wenig verschönern (mit Mods), bei der 17 kann man aus der Kiste leben alles andere aufbauen ist sinnlos. Objekte zum verschönern fehlen genz. Wenn sich die Blöcke Minskraft ähneln warum nicht auch die Tools. Stühle zum sitzen, die auch funtionieren, Betten zum schlafen ( zum heilen, nacht überspringen, kraft schöpfen(Starvation-Mod)). Essen und Tools um auf den Tisch zu stellen, Regale zum benutzen( The Forrest, Minekraft können es). Bei 7 Days sind Stühle, Betten, Sofas alles nur unützer Kram, eine Kiste reicht, den Rest kann man so wie so nicht gebrauchen warum dann erst bauen.
    Mehr Rezepte, mehr Tools, mehr Pflanzen und Früchte, Vorhänge zum benutzen, so wie so mehr bentzbare Artikel (Sachen). Das stäcken der Gegenstände war bei der 16 toll, Waffen konnte man zerlegen. Aber bei der 17, wo ist es geblieben? Warum sammeln wenn man es nicht mehr braucht?
    Die 17 ist ein gewaltige Rückschritt! Spiel gelöscht und alle Server geschlossen, weil macht kein Spass mehr!

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