Ace Combat 6: Fires of Liberation Testbericht

Alle Hobby-Kampfpiloten duerfen sich seit kurzem wieder hinter das Steuer eines Kampfjets stuerzen, um die Welt vor Terroristen zu schuetzen. Die Rede ist von Namcos neuestem Sproessling aus der Ace Combat Reihe, welcher nun zeitexklusiv (eine PS3 Edition wird wahrscheinlich naechstes Jahr folgen) fuer die Box aus Redmond veroeffentlicht wurde. Wie sich der Kampf ueber den Wolken macht und ob Teil 6 stetig noch genauso ueberzeugen kann, erfahrt ihr im Review.

Es ist schon bemerkenswert, was ein Game beeinflussen kann. Die Ace Combat Reihe erfreut sich schon seit Jahren allergroesster Beliebtheit im Land der aufgehenden Sonne und erscheint nun ausgerechnet fuer eine Konsole aus Amerika. In der Tat weiss mittlerweile jeder, dass Microsoft nicht richtig Fuss in Japan fassen kann, auch wenn das Potenzial der Gamee vorhanden zu sein scheint. Doch gerade durch die Kampfjetsimulation konnte Microsoft einen kleinen Erfolg verbuchen. Durch die Veroeffentlichung vor rund zwei Wochen in Nippon konnten die Absaetze der 360 ueber 100 % gesteigert werden und ueberholten fuer jene Woche sogar die Playstation 3, was wirklich schon eine kleine Sensation war. Die Vermutungen lagen nah, dass sich Ace Combat dafuer verantwortlich zeigte. So war ich natuerlich noch mehr gespannt, ob das Game wirklich so gut ist, wie es sich in Japan verkauft.

Irreale Gamewelt

Die DVD liegt im Laufwerk, das Game wurde gestartet und das fulminante Intro konnte mich restlos begeistern. Doch was mich danach erwartet hat, war ein Schock, den ich erstmal ueberwinden musste. Fires of Liberation bietet lediglich ein fiktives Land, das an die USA erinnert und einen fiktiven Feind, der als Terrororganisation durchgehen kann. Wo bleibt denn hier bitte die Authensitaet? Doch es geht noch weiter. Die Kampfjets verfuegen ueber 150 Bomben und unbegrenzter MG-Munition? Wo ist denn dafuer bitte der Platz in so einer Maschine? Und dann noch jene Steuerung. So einfach soll ich ein Flugzeug steuern lassen? Einfach den Analog-Stick in eine bestimmte Richtung schieben und damit hat sich die Sache? Liebes Entwicklerteam von Namco, was habt ihr euch bitte dabei gedacht. Findet ihr nicht, dass eine Simulation voellig anders auszusehen hat? Ich bin schockiert! All jene Zutaten sind perfekt und das Schlimme, Ace Combat bietet 110 % Action nonstop, ohne jegliche Atempause. Das Gameplay ist super einfach, die fiktiven Areale sehen super aus und soviel Munition an Bord? Ist doch super, jetzt darf ich noch mehr zerstoeren! Aber nochmals von vorne.

Kampf ueber den Wolken

Der Himmel ueber der fiktiven amerikanischen Stadt strahlt in einem tiefen Blau, das Wetter ist schoen und die Sonne scheint vor sich hin. Doch auf einmal bebt die Erde. Eine Bombe zerstoert die Verbindungsbruecke der beiden Stadtteile und Sekunden spaeter fallen mehrere Bomben vom Himmel. Ace Combat hat begonnen und wirft den Gameer direkt in eine actionreiche Situation, die ihn vor vielen Fragen stellt. Warum jener Angriff? Wer sind die Feinde? Das alles muss in der Kampagne herausgefunden werden. Kaum seid ihr in der Luft, beginnt der Kampf sofort. Eure Aufgabe besteht darin, die Gegner abzufangen, damit jene nicht noch mehr Schaden anrichten koennen.

So in der Art laufen alle Missionen in Fires of Liberation ab. Mal muesst ihr Begleitschutz leisten, mal eine Horde von gegnerischen Kampfjets erledigen oder diverse Stationen am Boden zerstoeren. Hier wird die volle Action geboten, auch wenn sich das Missionsdesign nach einiger Zeit stetig wiederholt. Dafuer entschaedigen aber die Bossfighte, welche stetig ein echtes Highlight sind. Diese agieren sehr intelligent und fordern euch richtig heraus, so dass man auch mit ein wenig Grips und Verstand an die Sache rangehen muss. Ansonsten gilt stetig die gleiche Regelung. Gegner abschiessen, abschiessen und abschiessen.

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Die Geschichte selber kommt ziemlich belanglos daher. Einzig und allein die Videosequenzen, welche eine Frau darstellt, die den Frieden im Land sucht, untermauern ein wenig den Komplott und bringen frischen Wind in die sonst recht fade Geschichteline.

Die Dogfights laufen dabei besonders taktisch ab. In den ersten Missionen ist es noch eine Leichtigkeit eure Gegner abzuschiessen, doch nach und nach werden jene stetig intelligenter und fordern euch mehr und mehr heraus. Zumal meistens Massen an Kampfjets ueber den Wolken fliegen muss man hierbei schon hoellisch aufpassen, dass man nicht selbst das Zeitliche segnet. Aber ihr seid nicht alleine unterwegs, sondern koennt euren Fluegelmann zu jeder Zeit diverse Befehle geben, damit jener euch das Leben in der Luft erleichtert. So kann jener euch Rueckendeckung geben, oder gegnerische Jets abfangen und abschiessen. Der Fluegelmann ist wirklich eine sinnvolle Neuerung und bietet so einen taktischen Hauch, in der ansonsten nur moderaten Action.

Bevor ihr jedoch eine Mission startet, solltet ihr euch im Hangar einen Kampfjet aussuchen und jenen mit den passenden Waffen und Bomben bestuecken. Hier liegt es an euch, welche Arten von Raketen mit an Bord genommen werden, um den Kampf am Himmel fuer sich zu entscheiden.

Wer keine Lust hat, weiterhin offline die Kampagne durchzuforsten, der darf sich dem nagelneuen Onlinemodus widmen, der mit Deathmatch Modi und Koop-Modus auftrumpft. Leider kann die komplette Kampagne nicht zu zweit bestritten werden, denn Ace Combat bietet lediglich zwei Spezialmissionen, die gemeistert werden muessen. Aber wer weiss, vielleicht reicht Namco einen Patch nach, der die komplette Kampagne Online unterstuetzt.

Schoene Aussichten

Dank der Power der Xbox 360 kann Ace Combat besonders grafisch begeistern. Die alten Playstation 2-Editionen sahen schon sehr gut aus, doch Teil 6 zeigt, wie Next-Generation auszusehen hat. Die Jets wurden ihren realen Vorbildern detailgetreu nachempfunden und sehen super aus. Aber besonders die Landschaften und Staedte wirken sehr realitaetsnah. Aus der Luft gesehen kann man die Areale mit echten Bildern gar nicht mehr auseinanderhalten. Nur wenige Meter ueber den Boden zeigt sich, dass hier alles aus Polygonen besteht. Leider bekommt man hierbei auch zahlreiche matschige und verschwommene Texturen zu sehen, so dass man sich weiter aus der Luft an den Landschaften ergoetzen sollte. Auch die Texturen der Wolken sehen echt aus und lassen den Himmel realistisch erscheinen. Alles in allem zeigt Ace Combat, was die Technik einer Next-Gen Konsole zu bieten hat. Soundtechnisch wurde auch solide Arbeit geleistet. Die Jets brummen aus ihren Turbinen und hoeren sich richtig gefaehrlich an, auch die englische Synchronisation kann sich hoeren lassen. Untermauert wird das ganze Gamegeschehen von einem sehr kinoreifen Soundtrack, welcher orchestral und hochmotiviert daherkommt.

Zum Schluss noch ein paar Worte zum Gameplay. Wie vorhin schon angesprochen gestaltet sich die Steuerung der Flugzeuge als sehr einfach. Mit dem linken Analog-Stick wird das Flugzeug gesteuert und mit den diversen Buttons geschossen. Innerhalb weniger Minuten hat man das Prinzip intus und kann sich in die Schlacht stuerzten.

[]

belanglose Geschichte
matschige Texturen am Boden
teilweise sehr schwer
keine deutsche Synchro

Der Kommentar
Jetzt weiss ich, warum die Japaner auf Ace Combat abfahren. Es ist die leichte Zugaenglichkeit, welche einen einfachen Einstieg ermoeglicht und das Game so viel Spass machen laesst. Teil 6 bietet verdammt viel Action, eine wunderschoene Grafik, zahlreiche Flugzeuge, einen guten Online-Modus und eine sehr gut, aber nicht spannende, erzaehlte Geschichte, welche sich vom eigentlichen Gameprinzip ein wenig absetzt. Einzig und allein die etwas zu monotonen Missionsablaeufe stoeren das Gesamtbild.
Tops Flops
satte Action
einfaches Gameplay
sehr gute Grafik
schoen gestaltete Landschaften
Gameetester.com Wertung
Gamespass gut Auszeichnungen
Gameplay sehr gut
Grafik sehr gut
Sound sehr gut
Umfang gut
Multiplayer befriedigend

Gesamt

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