Atelier Firis: The Alchemist and the Mysterious Journey (PS4) Test

Atelier Firis: The Alchemist and the Mysterious Journey

9

Atelier Firis: The Alchemist and the Mysterious Journey

9.0/10

Pros

  • Entspannende Atmosphäre
  • Tolle Musik
  • Leichtherzige Story
  • Liebenswerte Charaktere
  • Sehr gutes Kampfsystem
  • Anspruchsvolles Craftingsystem

Cons

  • Anfängliches Zeitlimit
  • Etwas langsamer Anfang

Bereits seit November letzten Jahres können sich Gamer in ganz Japan mit dem mittlerweile achtzehnten Teil der beliebten Atelier Serie die Zeit vertreiben. Seit Anfang des Monats darf sich nun auch der Rest der Welt über Atelier Firis freuen. Wie gelungen das neue Spiel vom Entwicklerteam Gust ist und inwiefern Atelier Firis mit dem Vorgänger zusammenhängt, erfahrt ihr in unserem Test.

Atelier Firis: The Alchemist and the Mysterious Journey stellt den zweiten Teil der „Mysterious“-Saga dar und ist somit die Fortsetzung von Atelier Sophie. Nichtsdestotrotz können auch Neueinsteiger das Spiel genießen, denn Vorwissen ist für die Story nicht zwingend erforderlich. Bei der Atelier-Reihe handelt es sich um JRPGs, welche sich durch eine offene Welt und ein rundenbasiertes Kampfsystem auszeichnen. Was die Reihe jedoch von anderen JRPGs unterscheidet, sind die unschuldigen, leichtherzigen Storys. Denn anders als in dem meisten Vertretern des Genres müsst ihr in Atelier Firis nicht die Welt vor dem Untergang bewahren. Ihr müsst auch nicht damit rechnen, dass ein geliebter Charakter von irgendeinem Superschurken umgebracht wird. Ihr sollt lediglich ein unterhaltsames Abenteuer mit liebenswerten Charakteren erleben.

Die Geschichte von Atelier Firis beginnt in einer kleinen Stadt namens Ertona, die sich im inneren eines Berges befindet und für die Außenwelt für gewöhnlich nicht zugänglich ist. Wie es für die Atelier Reihe üblich ist, gibt der Titel des Spiels auch diesmal den Namen der neuen Protagonistin preis. Firis Mistlud verbringt seit sie denken kann jeden einzelnen Tag ihres Lebens im inneren des Berges. Durch eine große Stahltür von der Außenwelt abgeschnitten, wünscht sie sich nichts sehnlicher, als wie ihre große Schwester endlich die große, weite Welt zu erkunden. Zu ihrem Pech ist sie jedoch alles andere als eine Kämpferin. Das ist auch der Grund, warum ihre Eltern ihr das Verlassen des Dorfes strikt untersagen. Zu ihrem Glück hat das Schicksal jedoch andere Pläne für Firis.

Atelier Firis

Atelier Firis: The Alchemist and the Mysterious Journey – Der Aufbruch ins Abenteuer

Wer den Vorgänger, Atelier Sophie, gespielt hat, kann sich über ein Wiedersehen mit seinen Lieblingscharakteren freuen. Denn wie es der Zufall will, landen eine bestimmte Alchemistin und ihre Freundin vor genau jener Stahltür, die Firis am Verlassen des Dorfes hindert. Mit ein wenig Mühe und der Hilfe von Sprengstoff finden sich die beiden auch ohne große Ankündigung auf dem Dorfplatz von Ertona wieder. Doch genauso schnell wie die Stahltür verschwindet, erscheint mittels Alchemie auch wieder eine neue Tür. Für Firis eröffnen sich dadurch plötzlich ganz neue Möglichkeiten. Denn während der Rest der Welt bestens über Alchemie Bescheid weiß, hat in Ertona noch niemand von dieser Kunst gehört.

Atelier Firis: The Alchemist and the Mysterious JourneyOhne lange zu überlegen fasst Firis einen Beschluss. Wenn sie selbst Alchemistin werden würde, könnte sie sich vor den Gefahren der Außenwelt schützen. Widerwillig stimmen ihre Eltern Firis' Anliegen zu. Allerdings nur unter den Bedingungen, dass ihre Schwester sie begleitet und dass Firis innerhalb eines Jahres die große Alchemistenprüfung besteht. Sollte Firis es jedoch nicht schaffen, muss sie wieder nach Hause kommen und ihren Traum von der Außenwelt vergessen. Und genau da beginnt das eigentliche Spiel.

Atelier Firis: The Alchemist and the Mysterious Journey – Zeitmanagement ist alles

Atelier Firis bietet euch eine der größten, wenn nicht die größte Welt, die ihr jemals in einem Teil der Atelier-Reihe erkunden durftet. Entgegen dem natürlichen Instinkt eines jeden Gamers, zuerst alle Nebenquests zu erledigen, besseres Equipment für eure Gruppe zu farmen oder die Welt und ihre Dungeons zu erkunden, müsst ihr aufgrund des Zeitlimits zunächst auf manche Gebiete und Geheimnisse der Welt verzichten. Denn um die Prüfung zum Alchemisten abzulegen, müsst ihr zunächst drei Empfehlungsschreiben von erfahrenen Alchemisten ergattern, um anschließend mit diesen nach Reisenberg aufzubrechen, der Stadt, in der die Prüfung abgehalten werden soll.

Atelier FirisWer sich jetzt denkt: „Ich mag aber keine Spiele, die mich zwingen, Quests und optionale Begleiter zu ignorieren“, der kann jedoch beruhigt sein. Denn sobald die Prüfung bestanden ist, entfällt das Zeitlimit und ihr bekommt die Gelegenheit, euch mit der Welt genauer auseinander zu setzen. Und die Welt von Atelier Firis bietet so einiges sehenswertes. Das Zeitsystem des Spiels soll den Spieler jedoch nicht nur unter Druck setzen. Die ständigen Wechsel der Tageszeit von Morgens, zu Mittags, zu Abends, zu Nachts, hat auch einen Einfluss auf das Verhalten der NPC’s, die Monster, denen ihr begegnen könnt und die Materialien, die ihr auf eurer Reise sammelt. Besonders letzteres ist wichtig, da ihr die Materialien für das synthetisieren von Gegenständen benötigt. Schließlich ist Firis ja eine angehende Alchemistin und muss als solche fleißig für die Prüfung üben.

Atelier Firis: The Alchemist and the Mysterious Journey – Alchemie ist nichts für Amateure…

Denn das Alchemie-System hat es ganz schön in sich. Das System selbst erinnert ein wenig an das Tetris-Prinzip. Jedes Material hat eine bestimmte Form, welche in ein vorgegebenes Raster gelegt werden muss. So weit, so simpel. Schwierig wird es erst, wenn man die anderen Eigenschaften des Systems berücksichtigt. Komponenten, Katalysatoren, Qualität, Materialkategorien, Größe. Bei all den Faktoren, welche für das Synthetisieren von Items zu beachten sind, kann einem schon mal schnell schwindelig werden. Zugegebenermaßen musste auch ich mich zunächst mit einem Brett vorm Kopf wiederfinden. Nachdem ich jedoch ein wenig herumprobiert hatte, konnte ich mich gut mit dem Alchemiesystem anfreunden.

Zwar wirkt es am Anfang sehr erschlagend, je öfter man sich jedoch damit auseinandersetzt, umso sicherer wird man im Umgang damit. Und das ist auch nötig, denn neben Heilgegenständen, Waffen, Rüstungen, Accessoires und Kampfitems, ist es im Laufe des Spiels erforderlich, bestimmte Items herzustellen, um in der Geschichte weiter voranschreiten zu können. Die Rezepte zur Herstellung der diversen Items bekommt ihr dabei durch das Sammeln neuer Materialien, das Bekämpfen bestimmter Monster oder durch Quest. Es lohnt sich also, neue Gebiete gründlich zu untersuchen.

Atelier Firis: The Alchemist and the Mysterious Journey – Ein gutes Kampfsystem ist die halbe Miete

Einer der wichtigsten Aspekte eines JRPGs ist das Kampfsystem. Egal wie gut die Story ist oder wie überzeugend die Charaktere sind, ohne gutes Kampfsystem haben JRPGs es schwer, sich im Markt durchzusetzen. Umso erleichterter war ich, als ich feststellen durfte, dass Atelier Firis auf das altbewährte und beliebte rundenbasierte Kampfsystem setzt. Eure Charaktere und die feindlichen Monster agieren hier nacheinander und führen in ihrem Zug entweder einen normalen Angriff durch oder setzen einen besonderen Skill ein.

Eure Charaktere haben darüber hinaus die Möglichkeit, ein Item zu verwenden oder aus dem Kampf zu fliehen. Anhand eines Balkens an der Seite eures Bildschirms könnt ihr jederzeit sehen, wer im Kampf als nächstes agiert. Darüber hinaus könnt ihr während eines Kampfes eure Komboleiste füllen. Mit dieser könnt ihr entweder Angriffe auf Firis mit einem eurer anderen Charaktere abblocken oder dem Kombomodus aktivieren. Dieser erhöht den Schaden eurer Angriffe abhängig davon, wie oft ihr während des Kombomodus angegriffen habt. Habt ihr hierbei einen bestimmten Wert überschritten, könnt ihr mit einem beliebigen Charakter eine Spezialattacke starten, welche den Gegnern massiven Schaden zufügt, ähnlich den Limit Breaks von Final Fantasy VII. Dabei verfügt jeder Charakter über eine andere Attacke. Die Animationen sind mir hierbei überwiegend positiv in Erinnerung geblieben.


Fazit

Atelier Firis: The Alchemist and the Mysterious Journey ist ein sehr gelungenes JRPG, das den Geist der vorherigen Teile hervorragend einfängt. Obwohl das anfängliche Zeitlimit, welches euch zwangsweise durch die Story jagt, etwas ungewöhnlich für das Genre ist, funktioniert es hier sehr gut. Sobald das Zeitlimit aufgehoben wird, bekommt der Spieler die Möglichkeit, die Welt und ihre Geheimnisse in Ruhe zu erkunden. Die leichtherzige Story rund um Firis und ihre liebenswerten Mitstreiter sorgen für einige entspannte Stunden Spielzeit. Das komplexe Alchemiesystem und das klassische, rundenbasierte Kampfsystem werten das Spiel zusätzlich auf. Lediglich der Anfang des Spiels war etwas zäh. Bis zu meinem ersten Kampf dauerte es etwa zwei Stunden. Danach nimmt der Titel jedoch an Fahrt auf. Fans der Spielereihe können sich dafür jedoch über ein Wiedersehen mit vielen bekannten Charakteren aus früheren Teilen freuen.

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... ist seit Februar 2017 als Redakteur für Spieletester.de tätig. Er ist ein waschechter PS4 Freak, hat 40 Platin Trophies und liebt Herausforderungen wie Dark Souls, Bloodborne oder Nioh.

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