Atelier Sophie 2: The Alchemist of the Mysterious Dream (Switch) Test


Zwar habe ich die Atelier Sophie noch nie gespielt, doch Atelier Sophie 2 sah einfach zu vielversprechend aus! Liebhaber alter JRPGs wie Dark Cloud aus der PS2-Ära könnten sich hier sehr wohl fühlen. Dementsprechend habe ich mir dieses Spiel mal genauer angeguckt.

Atelier Sophie 2: The Alchemist of the Mysterious Dream – Keine Vorkenntnisse nötig

Vor dem Test von Atelier Sophie 2: The Alchemist of the Mysterious Dream war ich erstmal etwas verunsichert, da ich den Vorgänger, Atelier Sophie aus dem Jahr 2015, nie gespielt habe. Aber da ich die Serie wirklich gerne ausprobieren wollte, habe ich nachgegeben und beschlossen, sie mir näher anzusehen.

Um eine Frage vorab zu beantworten, die einige von euch haben werden: Nein, ich glaube nicht, dass ihr das erste Atelier Sophie gespielt haben müsst, um zu verstehen, was in diesem Teil passiert. Es gibt zwar eine Zusammenfassung der Ereignisse im Hauptmenü, aber außer Sophie und Plachta taucht keines der früheren Gruppenmitglieder auf. Hin und wieder tauchen Verweise auf, aber diese scheinen eher der Würze als dem Inhalt zu dienen. Außerdem wird Sophies Freundschaft mit Plachta wird zugunsten neuer Charaktere nicht besonders ausführlich behandelt.

In der Geschichte von Atelier Sophie 2 wird das Duo durch ein seltsames Portal gesaugt und landet in Earth Cradle, einer seltsamen Welt, in der die Träume der Menschen wahr werden. Die Regeln in Earth Cradle sind ziemlich verkorkst. Die Zeit läuft anders als in der realen Welt, aber irgendwie auch nicht. Verschiedene Menschen aus verschiedenen Epochen treffen aufeinander, darunter auch Plachta und ihr jüngeres Ich. Gelegentlich sprechen sie sogar davon, sich in der realen Welt zu treffen, wenn ihre Träume vorbei sind. Wie soll das bitte gehen? Beide stammen wahrscheinlich aus verschiedenen Zeit Epochen.

Während die Kämpfe des Spiels stark an JRPGs erinnern, gibt es neben diesen auch ein weiteres Highlight. Dabei handelt es sich um das Material-und Synthesesystem. In den ersten Stunden scheint es zwar nicht so wichtig, doch je weiter ihr kommt desto mehr verliert ihr euch darin Dinge auszuprobieren. Denn in einem Raster könnt ihr eure Materialien einsetzen, um das Beste aus eurem Equipment rauszuholen für das jeweilige Szenario. Sollte euch das jedoch über den Kopf wachsen, könnt ihr diesen Schritt auch jeder Zeit automatisieren.

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Dabei handelt es sich auch um eines der größten Features. Der Aufbau der Welt ist derselbe und viele der Feinde sind unverändert.

Atelier Sophie 2: The Alchemist of the Mysterious Dream – Lange Lernkurve

Ehrlich gesagt hat mich Atelier Sophie 2 überzeugt. Die Alchemie hat ein gutes Tempo und man braucht länger, um zu lernen, wie man sie effektiv einsetzten kann. Es fühlt sich wirklich so an, als hätte ich mich durch die erste Hälfte des Spiels gekämpft, bis die tiefgreifenden Aspekte des Crafting-Systems kamen. Es gibt echt eine Menge zu lernen und durchzuarbeiten, da es für fast alles ein Tutorial gibt. Außerdem dauert es eine Weile, bis es dazu kommt, dass hochwertige Materialien ins Spiel kommen. Aber man merkt wirklich, dass man belohnt wird die die Mühe die man in diesen Titel einsetzt.

Zwar gibt es einige Charaktere, die sehr nervig sein, dennoch haben mir einige umso besser gefallen. Ramizel ist eine jüngere Version von Sophies verstorbener Großmutter, was zu einer ganz eigenen Art von Unbehagen führt, da die beiden versuchen ihre Freundschaft aufrechtzuerhalten. Nichtsdestotrotz wissen sie, dass ihre Schicksale mit dem des jeweils anderen verbunden sind. Obwohl die Geschichte von Atelier Sophie 2 ähnlich abläuft, wie die der Ryza-Reihe und viele der gleichen Themen anspricht, gelingt es dem Spiel sich an seine Themen zu halten.

Dennoch muss man sagen, dass es nicht unbedingt immer optimal verläuft. Die Charaktere reden ständig über Dinge, die ihr schon längst wisst und dazu sind ihre „Vorahnungen“ mehr als eindeutig.

On top plappern die Charaktere so viel, dass man in Versuchung gerät die Dialoge abzuschalten. Fast jedes Mal, wenn man etwas in der Umgebung aufhebt, muss einem jemand sagen, wie toll es ist oder wie schwer es zu tragen ist. Im Kampf werden ständig dieselben Sätze wiederholt, was das Ganze noch nerviger macht.

Zum Ende hin hing ich nochmal ordentlich fest im Spiel. Ich konnte nämlich einige Zutaten nicht finden und hatte erst gedacht, dass diese in einer Truhe sind. Falsch geraten! Denn diese gab es durch eine optionale Quest mit einem optionalem Boss, was das Ganze nicht ganz so optional macht.,

Das hat mir jedoch nicht den Spaß am Spiel verdorben. Abgesehen davon habe ich Atelier Sophie 2 immer gerne in die Hand genommen, vor allem morgens, denn es ist ein fröhliches und entspanntes Spiel, mit dem man den Tag sehr gut beginnen kann. Es hat ein gutes Tempo und es ist sehr lohnend, die kleineren Facetten kennen zu lernen. Ich habe mehr Zeit damit verbracht, die Welt nach Zutaten und Belohnungen auszuloten als bei anderen JRPGs und das bedeutet nur eines: Das Rezept ist wirklich gelungen.

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