Batman: The Telltale Series – Episode 5: City of Light

Batman: The Telltale Series

9

Batman: The Telltale Series Episode 5: City of Light

9.0/10

Pros

  • Starker Einfluss der vorherigen Entscheidungen
  • Offene Story-Stränge werden gut zusammengeführt
  • Viele Optionen zu erkunden
  • Story wird ordentlich zu Ende gebracht

Cons

  • Optisch öfters Aussetzer
  • Performance nicht flüssig
  • Spielerisch monoton

Zugegeben, die vierte Episode von Telltales Batman-Reihe hat mich etwas enttäuscht zurückgelassen. Zu langsam, zu wenig Spannung, zu wenig große Momente und dennoch machte das Cliffhanger-Ende Hoffnung auf ein grandioses Finale der Serie. Nun ist Batman: The Telltale Series Episode 5: City of Light erschienen und ich habe das Batman-Abenteuer (für mich) zu Ende gebracht und das nicht nur einmal. Warum es sich gleich mehrfach gelohnt hat bis zum Schluss dabei zu bleiben, verrät der Test.

Batman: The Telltale Series – Make choices, face consequences

Batman: The Telltale SeriesDieser Spruch, geklaut aus dem großartigen Heavy Rain, ist in Batman: The Telltale Series Episode 5: City of Light mehr denn je Programm. Denn selten hat ein Telltale-Spiel eure Entscheidungen derart ernst genommen und sie derart stark Einfluss auf das Spielgeschehen nehmen lassen. Was sich schon in früheren Episoden abzeichnete (Beispiel: Harveys Gesicht nach der Rettung oder eben Nicht-Rettung durch euch) wird in Episode 5 ganz besonders deutlich. Abhängig von eurer Entscheidung am Ende der vierten Episode verläuft die erste halbe Stunde des letzten Batman-Teils nämlich völlig unterschiedlich ab. So lohnt es sich endlich mal wirklich die Episoden noch einmal mit anderen Entscheidungen anzugehen, trotz des teils langsamen Erzähltempos.

In City of Light nähert sich die anrollende Katastrophe ihrem Höhepunkt und Bruce Wayne wird immer weiter in die Enge getrieben. Harvey Dent rennt wie ein wilder durch die Stadt und sucht Vergeltung, der Pinguin steht kurz davor in das Herz der Batcave vorzudringen. Und Lady Arkham terrorisiert mit ihren Verbündeten die Stadt, alles unter dem Vorwand, die Korruption aus der Welt schaffen zu wollen. Als sei das nicht schon genug, kann sich Bruce kaum öffentlich blicken lassen, da sein Ruf durch die Aufdeckungen über seine Eltern ruiniert wurde. Dementsprechend spannend und interessant gestaltet sich auch der Spießrutenlauf, der euch schlussendlich zu Lady Arkham führen soll.

Batman: The Telltale Series – Rettung in letzter Not

Nachdem die Qualität der Batman Telltale-Reihe mit Episode 3 und 4 langsam aber stetig abgenommen hatte, dreht das Finale noch einmal kräftig auf. Auch wenn sich spielerisch nicht allzu viel verändert hat, sorgen das erhöhte Erzähltempo und das geschickte Zusammenführen offener Erzählstränge für eine dichte Atmosphäre, die euch die Episode im Idealfall in einem Rutsch durchziehen lässt. Durch die starken Auswirkungen eurer Entscheidungen seid ihr sogar schnell versucht, noch einen weiteren Anlauf zu starten, auch wenn der Wechsel zu den vorherigen Episoden mitunter recht ernüchternd sein kann.


Fazit:

Philipp Kleidt Batman: The Telltale SeriesTelltale hat es geschafft mit City of Light das Ruder herumzureißen und der Batman-Reihe das großartige Finale zu verpassen, was sie seit Beginn verdient hat. Schnell sind die etwas langsameren Episoden drei und vier vergessen und ich freue mich über die alternativen Blickwinkel auf die Batman-Geschichte, die Telltale mir bieten konnte. Endlich mal sind die Entscheidungen wirklich relevant und nicht nur Lockmittel für neue Spieler. Wer kein Problem mit dem chronischen Gameplay-Mangel eines Telltale-Spiels hat, kann ruhigen Gewissens einen Blick auf Batman werfen!

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