Bet on Soldier: Blood of Sahara Testbericht

Nach meiner ersten Vorschau zu ‚BoS: BoS‘, gibt es nun das Review der Vollversion, die am 29. Juni in den hiesigen Laeden stehen wird. Was und ob sich etwas seit der Preview-Edition getan hat, lest ihr im ausfuehrlichen Testbericht – Armed and ready – Viel Spass!
Die Levels in Afrika sind eigentlich auch schon das, was das Add-On an Neuigkeiten bietet, wobei natuerlich die Steuerung des Exodus weiterhin als Neuigkeit gelten mag fuer die BoS-Serie. Wie schon im Hauptgame waehlt ihr vor der Mission euren Endgegner aus, gegen den ihr am Ende eines bestimmten Abschnitts bzw. Levels fighten muesst. Hierbei habt ihr an sich eine Auswahl von mindestens zwei Gegnern, es koennen auch vier verschiedene sein, wobei ihr euch fuer einen Gegner entscheiden muesst. Je staerker und je hoeher die Plazierung in der Rangliste, desto mehr Geld bekommt ihr fuer einen Sieg gegen jenen Unhold. Ferner steigt eurer Rang in der jeweiligen (angefangen wird in der 2. Liga) Meisterschaft. Mit jedem Sieg werdet ihr Plaetze nach vorne gut machen, wobei die schwereren Gegner wirklich grosse Spruenge in der Rangliste bedeuten. Dieses ‚Wett-System‘ funktionierte schon im Hauptgame sehr gut und macht sich auch im Add-On wunderbar.

Ihr als Gameer schluepft in die Rolle von Max Balding, der ein gefuerchteter Soeldner der WRF ist und sich in einer Rangliste, der ‚Champions Nolan Daneworth‘, bis nach ganz oben fighten moechte, um moeglichst beruehmt zu werden. Als er von der dritten in die zweite und letztendlich in die erste Liga aufsteigt, verschlaegt es den Profi nach Nordafrika, wo er sich einem hinterhaeltigem Syndikat stellen muss. Es geht, wie koennte es anders sein, wenn man in Nordafrika ist, um verbleibende Oel-Ressourcen, die sich Terroristen unter den Nagel reissen wollen.

Bet and Kill
Da das Add-On rein vom Gameplay her ausgehend nichts neues bietet, wird euch auch bei der Waffen- und Ausruestungswahl so einiges an Material geboten. Von vielen Shotguns ueber verschiedene MGs bis hin zu netten Bazookas oder Flammenwerfern, bekommt ihr alle moeglichen Waffen geboten, die euch des Oefteren euer Leben im Kampf mit den Gegnern retten werden. Ferner ist es moeglich einen Schild mit sich zu tragen, den ihr in Kombination mit der Shotgun benutzen und euch somit mehr Schutz bieten koennt. Das alles kostet aber ziemlich viel Geld, welches anfangs recht knapp ist, weil nicht nur der Schild und das Ae;ussere Aussehen etwas kostet, sondern die Waffen selbst haben ihren entsprechenden Preis. Wollt ihr euch darum ein dickes MG kaufen, muesst ihr locker 4000 oder 5000 Credits hinlegen, obwohl ihr eventuell nur 30000 zur Verfuegung habt. Klingt nicht viel? Dann rechnet mal das aus: Schild 100000 Credits, MG 3000-4000 Cr., Shotgun 4000, Bazooka/Flammenwerfer oder anderes dickes Zeugs bis an die 9000 Cr. und dann noch den einen oder anderen Kumpel an eurer Seite – da kommt schon einiges an Schotter zusammen. Nun gut, die Begleiter sind optional und keine Pflicht, helfen aber durchaus weiter und scheinen unsterblich zu sein.

Aus alten Fehlern gelernt?

Die Antwort fuer den Singleplayer lautet leider Nein. Auch wenn die eine neue Waffe (Intensive Care Raketenwerfer mit automatischem Zielsucher) zwar ganz nett ist, so bleibt das Gameplay doch weit hinter seinen Moeglichkeiten. Denn noch stetig lauft ihr auf absolut vorgegebenen Wegen und koennt keinerlei Alternativroute einschlagen – streng monotoner Gameverlauf garantiert. Durch jenen Abwechslungskiller (Neologismus #37) treten gleich noch einige Negativpunkte mehr auf, die dem Gameplay und somit dem ganzen Game schaden: Dadurch, dass man darum nur einen Weg hat, leidet das Game unter dem Aspekt der ‚Hirnlosballerei‘, was sich oftmals stark bemerkbar macht. Ihr lauft durch die Levels, knallt alles ab, lauft zum naechsten Punkt, schiesst wieder alles ab und so weiter und sofort. Das geht die ganze Zeit so – leider. Nebenbei muss dann auch die eine oder andere kleine Aufgabe erfuellt werden, die aber nur Mittel zum Zweck ist und zumindest etwas das Gameplay auflockert. Die kleinen Passagen im Exodus selbst sind ganz nett, kommen aber ueber den Aspekt des ‚Schon mal gesehen‘ nicht hinaus. Zwar bieten die vielen Levels und Areale an sich sehr viel Abwechslung – Haeuserfight und der Kampf auf dem freien/gebirgigem Feld -, aber das troestet leider auch nicht so wirklich ueber den sehr monotonen Gameverlauf hinweg.[]

Die alten Staerken

Eine alte Staerke des Hauptgames war, neben dem Wettsystem, das tolle Schildsystem, mit dem ihr Schwachpunkte des Gegners ausfindig machen koennt. Habt ihr einen Gegner im Fadenkreuz erfasst, seht ihr mehrere gruene Anzeigen, die sich ueber Kopf-, Brust und Beinbereich erstrecken. Trefft ihr einen jener Trefferzonen mehrmals, wird die Ruestung, die den Koerper schuetzt, zerstoert werden, faellt auf den Boden und der Gegner wird verwundbar. Trefft ihr jene Stelle dann mehrfach, wird der Gegner selbst zu Boden fallen und fightunfaehig werden (sterben). Wer ganz genau sein will, gibt natuerlich laufend Kopfschuesse, wodurch man schon mit einem halben Mag. aus der MG einen normalen Gegner killen kann. Die schwer gepanzerten brauchen manchmal bis zu zwei Mags.

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Ferner gibt sich auch die KI wieder keine Bloesse und macht, entgegen der Erfahrung in der Preview-Edition, einen sehr brauchbaren Eindruck. Die Feinde suchen geschickt und schnell Deckung, versuchen euch mit Granaten aus dem Versteck zu locken oder setzen euch so stark unter Beschuss, damit sich andere Kollegen (leider aber ohne Absprache) an euch heranschleichen koennen. Auffaellig ist aber, dass die Gegner erstaunlich gut Granaten werfen koennen, teilweise echt zu gut, denn es kommt nicht zu selten vor, dass eine Granate wirklich perfekt vor euren Fuessen landet – das ist gleichbedeutend mit der Sense fuer euren Helden.  

Ein weiterer Pluspunkt ist der ziemlich gute Mehrgameermodus, der schon das Hauptgame vor Wertungen unterhalb der 70%-Marke gerettet hat. Auch jenes mal rettet der Mehrgameer so einiges, denn die neuen Karten (zwei an der Zahl), neuen Skins und der neue Modus – Team Death Match -, bei der die WRF gegen die VAN gamet, koennen durchaus ueberzeugen und rechtfertigen den guenstigen Preis fuer 20 Euro, der ohnehin durch die fuenf relativ umfangreichen Missionen noch attraktiver wird. Nach einigen spassigen Runden mit den Redaktionskollegen, wurde schnell klar: Das Game ist, wie schon im Singleplayer, so schnell wie ein Unreal Tournament und so taktisch wie ein Battlefield. Gelaggt hat es aber noch nicht und eigentlich duerfte es auch nicht laggen, weil derselbe Server wie fuer das Hauptgame genutzt wird.

Zweischneidiges Schwert

Grafisch gesehen kann das Game eigentlich schon doch ueberzeugen, denn ‚Blood of Sahara‘ bietet sehr schoene Effekte, kann durch die Ageia PhysX Engine sehr ueberzeugen (nutzt neben BoS nur ‚Ghost Recon: Advanced Warfighter‘) und bietet zudem auch schon HDR, was ebenfalls sehr nett aussieht. Dennoch wirken manche Objekte sehr steril, Haeuser lassen sich nicht komplett zerschiessen, etc. Mit der PhysX Engine fallen die Gegner und alle anderen Objekte – sei es eine kleine Schubkarre oder eine Holzkiste – unglaublich realistisch um, vorausgesetzt man hat auch eine kompatible Grafikkarte, denn die alten koennen die neue Engine nicht darstellen. Die Charaktere sehen dafuer aber sehr gut aus, bieten viele recht nette Animationen und sind allesamt recht gut texturiert.

Der Sound kann mit leicht trancelastigen Songs eher nur spaerlich ueberzeugen, auch wenn es zum Game passt, aber es nervt nach einer gewissen Zeit beim Ballern. Der Waffensound bildet den ‚Sound-Vordergrund‘ (Neologismus #38), der dann auch so ziemlich ueberzeugen kann. Wie auch schon in meiner Preview erwaehnt, hoeren sich manche Stimmen der Charaktere sehr infantil an, wodurch eine etwaige Ernsthaftigkeit nun wirklich nicht geschaffen wird. Dafuer kann man dem Game aber positiv anmerken, dass es komplett deutsch synchronisiert worden ist und dass die Charaktere sehr viel miteinander reden und sich untereinander absprechen (‚Lade nach, gib mir Deckung!‘ – ‚Alles klar‘).

Kommentar (AS) :

Da waere Brigades ja fast noch ein echter Hit gelungen. ‚Blood of Sahara‘ knuepft nahtlos an das relativ gute Hauptgame an, bietet jenelben Modi, aber leider auch jenelben Macken. Immer noch ist der Gameverlauf viel zu linear und spaetestens nach der dritten Mission stellt sich Langeweile und ein strenges Monotonieverhalten ein, dass schon fast nicht mehr zu toppen ist. Die neuen, recht abwechslungsreichen Levels/Missionen bieten zwar allerhand schoene Bauten, aber die Interaktivitaet fehlt mir doch ein wenig sehr. Genug der Lamentatios, denn ‚Blood of Sahara‘ ist definitiv nicht so schlecht wie das Hauptgame, denn in der Testversion gab es keine groesseren Probleme (lediglich zwei Dateien liessen sich nicht installieren, die aber fuer das Game keine grossen Konsequenzen mit sich zogen), wodurch das Dilemma des Hauptgames entfaellt. Grafisch ist BoS ganz nett und bietet zusammen mit der PhysX Engine ein sehr rundes Bild. Mein Tipp: Auf jeden Fall angameen, denn das Hauptgame wird zum Gameen nicht benoetigt.

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