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Cities: Skylines (Xbox One) Test

Cities: Skylines

8

Cities: Skylines

8.0/10

Pros

  • Riesige Städte möglich
  • Stadtviertel-Einteilung manuell durchführbar
  • Stufenloser Zoom
  • Starke Statistiken
  • Überraschend gutes Port auf den Xbox One Controller
  • After Dark mit drin …
  • Zahlreiche Freiheiten beim Bau der eigenen Stadt
  • Meilensteine motivieren

Cons

  • Spielgeschwindigkeit festgesetzt
  • FPS-Probleme
  • … alle anderen Erweiterungen aber nicht
  • Keine Mods/Editoren
  • Dieselben Probleme wie auf dem PC (Ampeln, Schwierigkeitsgrad, etc)

Im Test überzeugt die Xbox One Version von Cities: Skylines mit demselben starken Umfang und Komfort wie auf dem PC. Kleine Defizite bei der Steuerung trüben allerdings das Spielerlebnis mittelfristig. Ob sich die Wartezeit von zwei Jahren dennoch gelohnt hat, erfahrt ihr in den nachfolgenden Zeilen. Und so viel sei gesagt: Die Krone bleibt weiterhin bei Colossal Order.

Zugegeben, ich war sehr skeptisch als Microsoft die Cities: Skylines Umsetzung ankündigte. Wie kann ein so hochkomplexes Städtebau-Spiel auf einer Konsole funktionieren? Schließlich gibt es hier keine Maus, keine Tastatur – zumindest nativ. Zudem gilt es zu beachten, dass Konsoleros in der Regel deutlich weiter vom Bildschirm weg sitzen als ihre PC-Kumpel. Und überhaupt: Wie steht es um die Technik? Schließlich gerieten vor zwei Jahren auch halbwegs potente Rechner an ihr Limit, wenn die Stadt richtig groß wurde.

Mit all diesen Aufgaben hat Paradox Interactive das Studio Tantalus Media beauftragt. Wenn euch der Name nichts sagt: Die Jungs und Mädels zeichnen sich für das exzellente Port von The Legend of Zelda: Twilight Princess HD verantwortlich. Die erste Entwarnung: Die Steuerung ist insgesamt gelungen. Die Menüleisten lassen sich zwar nicht vergrößern/verkleinern, dafür aber sind sie ohnehin recht groß angelegt. Mit dem Digikreuz könnt ihr zwischen den verschiedenen Leisten bequem wechseln. Ein praktisches Radialmenü hilft überdies, etwaige Flächen zu bebauen. Der linke Stick navigiert den Cursor und der rechte Analogstick bewegt die Kamera.

Cities: Skylines

Cities: Skylines – Eingewöhnungszeit unabdingbar

Was sich zwar sehr simpel anhört, benötigt dennoch recht viel Gewöhnungszeit. Immerhin helfen die bereits bekannten Automatismen des Spiels. Dadurch docken Straßen passend an ihre vorherige Spur an – ebenso Gebäude und andere Einrichtungen.

Generell haben die Entwickler nichts ausgelassen. So bekommt ihr nämlich das volle Paket. Vom Hauptspiel über die erste Erweiterung (After Dark) bis hin zu sämtlichen Zusatzinhalten. Es gibt also einiges zu bauen. Für konkrete Infos zum Spiel verweise ich euch an dieser Stelle auf unseren ausführlichen Test zur PC-Fassung. Dort könnt ihr die Einzelheiten zum Gameplay nachlesen.

Cities: SkylinesBeim Gameplay hat Tantalus Media sämtliche Eigenheiten des PC-Spiels übernommen. So könnt ihr natürlich das Budget sehr kleinlich managen, die Stadtplanung bis ins kleinste Detail vorantreiben und so weiter und so fort. Leider haben die talentierten Entwickler es aber nicht geschafft, die Performance-Probleme in den Griff zu kriegen. Genau wie beim Mittelklasse-PC kommt es bei richtig großen und vor allem vollen Städten zu FPS-Einbrüchen. Zudem laden Texturen vereinzelt recht spät nach. Das trübt den Spielspaß aber weniger als die FPS-Probleme. Aber keine Sorge: Diese Probleme machen sich erst dann bemerkbar, wenn ihr schon mehrere Areale besitzt und die über 30 Quadratkilometer große Stadt an Form annimmt.

Wenn es eine Sache gibt, die mich wirklich gestört hat, dann ist es der langsame Spielverlauf. Im Vergleich zum PC gibt es nämlich keine Möglichkeit, die Geschwindigkeit zu erhöhen. Ihr dürft sie lediglich stoppen. Vor allem, wenn ihr dann auf gewisse Gebäude spart, kann die Wartezeit unerträglich werden.

Cities: Skylines – Versäumte Verbesserungen

Cities: SkylinesDamit hat es sich aber noch längst nicht getan. Tantalus Media hatte nämlich die Möglichkeit, einige der schwereren Fehler des Originals auszumerzen. Warum etwa gibt es Ampeln immer noch erst dann, wenn eine Kreuzung mindestens zweispurig ist? Auch der Kreisverkehr ist immer noch sehr chaotisch – die üblichen Fahrregeln gelten hier offenbar nicht. Auch die verstopften Straßen sind immer noch ein Übel, wenngleich deutlich geringer als zum Launch des Spiels. Die öffentlichen Fahrzeuge, also Busse, Müllabfuhr und so weiter, fahren gerne im Rudel und verschlingen unnötig viel Platz auf einer Spur.

Schon auf dem PC störte sich Chefred Adam am geringen Schwierigkeitsgrad. Während er noch ein waschechter Städtebau-Profi ist, zähle ich mich eher zu den Neulingen im Genre. Dennoch fiel es auch mir extrem leicht, schnell Unsummen an Geld zu machen. Grundsätzlich gestaltet sich das Spiel nicht sonderlich herausfordernd. Ich habe sogar aktiv versucht, die Stadt zu sabotieren – ohne Erfolg. Polizei, Krankenwagen, Feuerwehr. Alles arbeitet mit offenbar allerhöchster deutscher Präzision. Übrigens: Es gibt eine Option, um unendlich Geld zu besitzen und sämtliche Gebäude von Beginn an zu verfügen. Kleine Anmerkung am Rande: Mods gibt es nicht.


Fazit:

Cities: Skylines ist auch auf der Xbox One ein hervorragendes Spiel. Zwar stören mich die FPS-Einbrüche und die manchmal überladen wirkende Steuerung, doch am Ende überwiegt der Spielspaß. Schade nur, dass sich das Bauen von Städten gefühlt schneller abnutzt auf dem PC, weil es eben keine Mods auf der Konsole gibt. Hier hätte man sich ein Beispiel an Fallout 4 nehmen können. Ebenso finde ich es schade, dass lediglich die „After Dark“-Erweiterung enthalten ist, nicht aber Natural Disasters oder alles danach. Und zuletzt wäre da die lahme Spielgeschwindigkeit, die mich nervt. Aber abseits dessen kann ich sagen: Wenn ihr Cities: Skylines noch nicht auf dem PC gespielt habt, solltet ihr es jetzt nachholen.

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... ist seit 2013 Redakteur bei Spieletester.de. Inzwischen leitet er die News-Redaktion und kümmert sich um die täglichen Nachrichten aus der Spielewelt. Er gehört zu den wenigen Spielern, die keine richtige Präferenz haben und das zocken, was ihnen gerade Spaß macht.

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1 Comment

  1. Zum Thema Spielgeschwindigkeit……..es gibt 3 geschwindigkeiten auch bei der XBO version.
    Dazu muss der Linke Stick, wo man das Spiel Pausiert, einfach für 2sec. gedrückt halten. Beim Loslassen wird dann die Geschwindigkeit eine Stufe erhöht 😉

    Reply

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