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Danganronpa 1-2 Reload (PS4) Test

Danganronpa 1-2 Reload (PS4)

8

Danganronpa 1-2 Reload

8.0/10

Pros

  • Intensive Psycho-Crime Handlung
  • Toll geschriebene Charaktere
  • Monokuma ist ein irres Highlight
  • Spannende Mordfälle als Detektiv
  • Abgedrehte „Gerichtsverhandlungen“

Cons

  • Dektektiv und Gericht auf Dauer zu repetitiv
  • Grafische Anpassung für große Screens nur bedingt gelungen

Kurz bevor der dritte Teil der abgedrehten Graphic-Novel-Reihe seine Pforten zu Tod und plüschigem Verderben öffnet, schickt sich Publisher NIS Amercia nochmals an, die beiden Vorgänger auf die PS4 zu bringen. Eine weise Entscheidung wie wir finden! Denn wer den Fehler begangen hat, diese Spiele in Form der Versionen für PSP, PSVita und PC an sich vorbei hat morden lassen, der sollte sich spätestens jetzt „genötigt“ fühlen dem psychopathischen Teddy Monokuma aufs bitterböse Plüsch zu fühlen. Warum sich der Ausflug vor allem für Neueinsteiger lohnt, erfahrt ihr in unserem Test zu Danganronpa 1-2 Reload.

Danganronpa 1-2 Reload – Zwei Mords-Pakete in einem

Danganronpa 1-2 ReloadWer sich nun fragt, was es überhaupt mit der Danganronpa-Reihe auf sich hat, der sollte an dieser Stelle unbedingt einen Blick auf unsere ausführlichen Tests zu „Danganronpa: Trigger Happy Havoc“ und „Danganronpa 2: Goodbye Despair“ werfen. Denn genau diese beiden Spiele erhaltet ihr mit dem „Danganronpa 1-2 Reload“-Paket für PS4. Bei der Version für die stationäre Konsole handelt es sich also um optisch leicht aufgemöbelte Umsetzen der Originale. Das meinen wir durchaus wörtlich! Denn neben teilweise kaum merklichen Scharfzeichnung der größtenteils ausschließlich aus detaillierten 2D-Sprites bestehenden Gestaltung macht der „Reload“ nicht viel her. Inhaltlich wurden hingegen keine Änderungen vorgenommen. Wer also einen oder beide Teile auf anderen Systemen gespielt hat, für den dürfte die Kollektion eher uninteressant sein. Für alle anderen, speziell Enthusiasten von aufwendigen Visual Novels mit Crime Thema, ist dies Box ein Must-Have.

Wer sich unsere Tests beider Teile an dieser Stelle noch nicht durchgelesen hat, den möchten wir nahelegen, dass er eine der abgedrehtesten und gleichzeitig intensivsten Crime-Spiele verpasst hat. In beiden Teile werden nichts ahnende Teenager von einem sadistischen Psychopathen in Plüschbärenform entführt. Und in einer hermetisch abgeriegelten Schule (Teil 1) bzw. einer abseits jeglicher Zivilisation gelegenen Insel (Teil 2) ausgesetzt. Um von diesen Gott verlassenen Orten fliehen zu können, bürdet er den armen Seelen eine mehr als gemeine Regel auf. Nur wer einen seiner Mitgefangenen umbringt und dabei nicht von den anderen entdeckt bzw. entlarvt wird, darf als einziger einen Fuß in die Freiheit setzen. Zwietracht, Misstrauen und natürlich auch der erdrückende Drang zu töten sind allgegenwärtig. Dies ist in beiden Teilen das bestimmende Thema und führt zwangsläufig zu einer Serie bitterer Morde. Diese werden von von jungen Menschen ausgeführt, die tendenziell alles andere als geborene Straftäter sind.

Danganronpa 1-2 Reload – Detektive Widerwillen

Die Thematik ist düster, aber auf eine skurrile Art und Weise sehr unterhaltsam. Dazu tragen in beiden Spielen die klar herausgearbeiteten Charaktere und natürlich der bitterböse, gleichzeitig aber auch urkomische Teddybär Monokuma bei. Ein dauerhaftes Wechselbad der Gefühle, welches nicht nur in intensiven Gesprächen und Szenen dargestellt wird, sondern auch in der Art wie die Spiele ihr sonstiges Gameplay handhaben.

Für jeden Mord werdet ihr Untersuchungen anstellen müssen. Zeugen befragen, Tatorte inspizieren und Zusammenhänge erkennen, bzw. Unstimmigkeiten aufdecken. Denn nach eben jenen absolvierten Aufgaben gilt es in einer vom irren Bärchen inszenierten Gerichtsverhandlung den wahren Täter mit all den gefundenen Beweisen zu überführen. Daran sollte auch jedem gelegen sein, schließlich ist diese Verhandlung lebensentscheidend für jeden Teilnehmer. Wird der Täter nicht ausfindig gemacht, verlieren alle, bis auf den Mörder ihr Leben, während dieser in die Freiheit davon spazieren darf. Wird hingegen der wahre Schuldige in Form von nicht minder skurrilen Minispielen mit der erdrückenden und von euch gesammelten Beweislast überführt, darf er auf denkbar grausame Art und Weise den Löffel abgeben.

So beginnt und endet jeder dieser totbringenden „Stuhltänze“. Was Danganronpa 1-2 Reload aber zu solch einem intensiven Erlebnis macht, sind nicht zwangsläufig die Gameplaymechaniken rund um eure Detektivarbeit und die Gerichtsverhandlungen, sondern mitzuerleben, wie sich jeder der vielen Charaktere entwickelt, wie sie Leid und Hoffnung miteinander teilen und jeder diese auf ganz andere Art und Weise innerhalb der Handlung verarbeiten. Jeder neue Tod ist so intensiv wie der vorherige und ihr als Teil des ganzen Wahnsinns fiebert von Anfang bis Ende mit.


Fazit:

Danganronpa ist wie ein verdammt intensiver Krimi-Roman zum Mitspielen. Und das macht diese zwei wahnsinnigen Ausflüge in die irre Welt des psychopathischen Teddies Monokuma nur umso besser. Glaubhaft geschriebene Charaktere, zu denen in jedem Fall eine starke Bindung entsteht und der immerwährende Gegensatz zwischen schwarzem Humor und makabren Todesfällen, reizen auch jetzt noch so wie vor sieben Jahren zur Erstveröffentlichung. Wer bei diesen Worten auch nur ansatzweise neugierig geworden ist und generell auf Psycho-Crime steht, der ist mit dieser Kollektion garantiert richtig beraten. Kenner der beiden ersten Teile sollten sich lieber mit ihren Originalen auf den bald erscheinenden dritten Teil vorbereiten, denn sie werden in der PS4-Umsetzung keine neuen Wendungen oder Kapitel erleben dürfen.

... ist seit Februar 2011 freier Redakteur bei Spieletester.de. Er liebt Nintendo-Produkte und besitzt auch privat eine Wii U sowie einen 3DS. Vor allem Donkey Kong, Kirby und Co haben es ihm so richtig angetan.

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