Dawn of Magic Testbericht

Nach einer doch recht guten Vorschauversion liegt uns seit einigen Wochen schon die Testversion vor, die ich ausfuehrlichst gegamet habe. Wie macht sich Dawn of Magic im Hardcore-Test? Erfahrt es im umfangreichen Test mit einer durchaus erfreulichen Wertung – viel Spass!

Ok, es kann ja nicht schlstetig werden. Die ersten Gamestunden sind auch ganz angenehm, wobei man schon da merken wird: Dawn of Magic ist ein ganz gewoehnliches Hack `n Slay, aber deutlich schneller und actionreicher. Waehrend die ersten Aufgaben durchaus lasch sind und mehr einem Tutorial aehneln, wird es nachher so richtig schwer, weil die Gegner stetig staerker werden und man nicht aequivalent entwickelt werden kann, es sei denn man farmt sich alles zusammen. Die Aufgaben waehrend der einzelnen Kapitel sind durchaus sehr abwechslungsreich gestaltet und bieten stetig wieder neue Dinge. Mal gilt es einfach nur eine Bedrohung auszuschalten, mal muesst ihr irgendwelche Kinder oder Menschen retten oder ihr plaettet gerade ein ganzes Areal voller Monster – alles ist ganz nett aufgemacht. Ausserdem ist es sehr erfreulich, dass die Staedte durchaus sehr belebt sind, aber leider kann man nicht in wirklich jedes Gebaeude – in sogar fast gar keins. Auch die Haendler haben Preise, die jenseits von Fairness liegen, da wartet man lieber darauf, bis man was in den zahlreichen Dungeons oder Waeldern findet.
Was in Russland erfolgreich ist, muss nicht zwangslaeufig auch in Europa gut sein, jedenfalls nicht die Geschichte, die irgendwie doch sehr platt daherkommt. Es geht um Modo, der in ein sterbliches Kind verwandelt wird. Danach gilt es zahlreiche Aufgaben zu erfuellen, die ihm auferlegt werden, um schlussendlich gegen den letzten Boss zu fighten. Gameer, die den Titel kaum abwarten koennen, werden hier auch nicht mehr und nicht weniger erfahren. Kommen wir lieber zum Gameplay.

Vom Baecker zum Intellektuellen

Die Charakterauswahl ist irgendwie schon der erste Knackpunkt, an dem man sich denkt ‘Wtf?’, denn zur Auswahl stehen eine Baeckerin (!), ein Nerd, ein alter Opa mit magischen Kuensten und zuletzt eine Zigeunerin. Na das hoert sich ja schon sehr fein an. Mehr als das koennt ihr leider auch nicht machen, Aussehen oder aehnliches werden komplett vom Game vorgegeben. Was ihr allerdings bestimmen koennt, ist die Gesinnung (Gut oder Boese) und Unsterblichkeit oder Sterblichkeit. Diese beiden Attribute werden einen durchaus starken Einfluss auf euer Gameverhalten haben, dazu aber spaeter mehr.
Zur Seite stehen euch nicht nur Schwert und Schild, sondern hauptsaechlich die Magie, welche auch exzessiv genutzt werden sollte, stetighin heisst der Titel ja auch ‘Dawn of Magic’. Diese hat nicht nur Auswirkungen auf eure Feinde, sondern auch auf euch selbst, denn je nach Magie, die ihr benutzt, wird sich euer Charakter verwandeln. Nehmt ihr zum Beigame die Alchemie, also Gift-Sprueche, wachsen euch eklige Pflanzenarme. Nehmt ihr den Weg des Lichtes wachsen euch am Ende sogar Fluegel wie bei einem Engel. Es ist sogar moeglich, sich in eine Art Spinne zu verwandeln. Das haengt alles davon ab, welche Magie ihr fuer euch nutzt. Bei der Magie habt ihr die umfangreiche Auswahl zwischen Licht, Feuer, Alchmie, Beschwoerung, Knochen und so weiter und so fort. Ausserdem koennen die einzelnen Magiesprueche, die im Bereich eingeteilt sind, noch zusaetzlich aufgelevelt werden, wenn ihr nach einem Levelaufstieg die jeweiligen Skillpunkte einsetzt.

Jenseits von Gut und Boese
Oben habe ich es schon kurz angesprochen: Die Entscheidung zwischen Gut und Boese sowie die Entscheidung zwischen sterblich und unsterblich. Ersteres hat direkte Auswirkungen auf das Game. Waehlt ihr den Pfad des Guten, werdet ihr am Anfang eher weniger Probleme haben mit den Missionen, weil euch die meisten NPCs wohlwollend gesonnen sind. Als boeser Held werdet ihr Anfangs noch von einigen Schuelern sowie NPCs gejagt (Frage hier ist dann trotzdem: Warum fange ich an demselben Ort an, wenn man mich nicht leiden kann?!). Dafuer aber haben die boesen Gameer hernach einen Vorteil, weil sie stellenweise leichtere Quests haben. Generell gesagt unterscheiden die sich ohnehin meistens. Zusaetzlich gibt es noch den neutralen Weg, welcher so ziemlich den Mittelweg darstellt.[]

Ebenso von nicht minderer Wichtigkeit ist die Entscheidung, ob man lieber unsterblich sein will oder sterben kann. Wer unsterblich ist, wird nicht den Game Over-Bildschirm zu Gesicht bekommen und sich weniger aergern als diejenigen, die sich das Leben durch die Sterblichkeit unnoetig schwer machen, denn die haben nicht den Vorteil, dass sie von einem bestimmen Startpunkt mit den Ausgangswerten vor dem Ableben weitermachen duerfen.

Generell kann gesagt werden, dass der Schwierigkeitsgrad ziemlich hoch ist, zumal euch in spaeteren Kapiteln sowie Gegenden richtig viele Gegner entgegentreten werden, die es stellenweise in sich haben. Mal eben zwoelf Feinde gegen euch ist da fast keine Seltenheit mehr. Gute Abwehrwerte sowie viele Traenke und ordentliche Angriffe sind hier ein Muss, um zu ueberleben. Der Frustfaktor wegen haeufigem Ableben ist hier doch relativ hoch. Ebenso hoch ist der Frustfaktor bei der Menuefuehrung des Games, denn die Logfiles der einzelnen Quests sind nur sehr, sehr oberflaechlich. Eine ganze Map kann nicht ueberblickt werden und eine echte Sortierfunktion fuer Items gibt es auch nicht. Ebenso halte ich es fuer ziemlich unpraktisch, alle Items horizontal anzulegen, sprich in einer Reihe, statt gestaffelt in Quadraten (wie in World of Warcraft zum Beigame). So verliert man leicht die Uebersicht.

Bestseller PC & Konsolen Spiele

Ganz nett ist auch der Mehrgameer-Modus, den ich aber nicht testen konnte, da vor Release bekanntlich keiner online gameen kann, ausser der Presse, aber auch da war nichts los. Daher folgen hier nur relativ platte Zahlen: Es gibt fuenf Modi (Free For All, TDM, CTF, Survival und ‘Markt’), fuenf Maps und unterstuetzt werden bis zu 16 Gameer. Einen Koop konnte ich leider nicht sichten. An sich hoert es sich gut an, warten wir die Praxis ab.

Technisch klasse!
Bei der Grafik kann man nur ein grosses Lob aussprechen, denn die Umgebungen, Effekte und insgesamt alles sieht einfach fantastisch aus. Vor allem schoen ist der dynamische Tag-Nacht-Wechsel im Game, der manche Areale richtig schoen darstellt. Die Staedte sind sehr belebt, wirken aber nie unuebersichtlich. Fuer die Uebersicht sorgt uebrigens auch, dass stoerende Baeume oder Gegenstaende direkt transparent werden, damit ihr die Gegner oder NPCs ohne weiteres anklicken koennt. Ganz besonders schoen ist auch, dass die Grafikqualitaet beim Zoom nicht uebermaessig abnimmt, ganz im Gegenteil – man sieht noch mehr tolle Details.

Die Sprachausgabe ist in Englisch gehalten, wird aber durch relativ gut uebersetzte deutsche Texte ergaenzt. Die Synchronisanten leisten eine durchweg solide Arbeit, wirken aber stellenweise etwas unmotiviert. Die Umgebungsmusik ist durchweg stimmig und ueberzeugt auf ganzer Linie. Mal sind es sehr idyllische Songs, mal etwas heroischer, prachtvoller. Hier bekommt man eine ziemlich gute Abwechslung geboten.[]

So testen wir!

Der Kommentar
Kommentator Nicht schlecht, aber auch nicht der erwartete Hit. Es sind Kleinigkeiten, die den Gamespass etwas trueben und es faengt schon gleich am Anfang an. Warum kann ich meinen Charakter nicht individuell gestalten, sondern muss mit dubiosen Anti-Helden gameen? Warum sind die Menues so unhandlich? Und warum sind die spaeteren Gameabschnitte so unfair schwer? Hier haette man etwas mehr Arbeit reinstecken muessen, dann wuerde der Titel auch auf ueber 80% kommen. Und trotzdem gilt: Schnelle, unkomplizierte Action mit einer tollen Optik sind Grund genug, um den Titel zu gameen.
Tops Flops
Super Grafik
Netter Sound
Umfangreiche Geschichte
Verwandlung des Charakters je nach Magie
Bequemes Reisen per Portale
Schnell, unkompliziert, abwechslungsreich
Teilweise unfair schwer
Menuefuehrung unuebersichtlich
Charakter kann nicht individuell gestaltet werden
Leicht monotones Gameplay
Gameetester.com Wertung
Gamespass gut Auszeichnungen
Gameplay gut keine
Grafik sehr gut
Sound gut
Umfang sehr gut
Multiplayer n/A*

Gesamt

*Konnte nicht getestet werden, da vor Release!

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