Downwell

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Im vergangenen Jahr ist Downwell bereits für PC und iOS-Geräte erschienen – nun schickt Publisher Devolver Digital die Android-Umsetzung nach, die ich mir diesmal anschauen möchte. Wie schlägt sich das Hüpfspiel mit japanischen Wurzeln und dem markanten Retro-Flair im Test? Erfahrt es in den nachfolgenden Zeilen!

downwell_16102015_6Die Prämisse von Downwell ist simpel: Der eigene Charakter fällt in einen Brunnen (engl. „well“) und fällt. Und fällt. Mit einer stark begrenzten Anzahl an Pixelleben gilt es vier „Welten“ zu meistern und am Ende einen Boss zu besiegen. Die verschiedenen Monster werden dabei ähnlich wie in Knightmare Tower mit wenigen Angriffen erledigt. Das Tempo des Spiels ist dabei ungemein hoch und erfordert viel Konzentration. Während des freien Falls gilt es keine Monster zu berühren, denn das kostet bereits einen der vier Lebenspunkte – es sei denn sie werden von oben getroffen! Genau wie bei Mario haben die Kreaturen nämlich einen Schwachpunkt, wobei die roten Widersacher immun gegen den berühmt berüchtigten Kopfsprung sind.

Doppelt hält besser

Die Steuerung des Spiels ist dabei sehr simpel, wobei der Sprungbutton im Spiel gleich zwei Funktionen erfüllt. Steht der Pixelheld auf festem Boden, springt er ganz normal. Befindet er sich hingegen im Fall, feuert er die sogenannten „gun boots“ – das sind Schuhe mit Jetpack-Zusatz, die tödliche Projektile in Richtung der Feinde senden und die eigene Figur für kurze Zeit schweben lassen. Damit lassen sich auch die roten Mistdinger besiegen, die ansonsten nur mit blitzschnellen Reflexen umgangen werden können. Doch Obacht! Die Stiefel sind nur begrenzt verfügbar und lassen sich nur aufladen, wenn auf einer festen Oberfläche gelandet wird.

Dadurch entsteht eine nette Dynamik im Spiel, die cleveres Spielen belohnt. Je seltener der Weg hinunter unterbrochen wird, desto mehr Gegner werden erledigt und der Combo-Zähler steigt schnell an. Jeder erledigte Gegner lässt dabei Edelsteine fallen (natürlich gibt es für hohe Combo-Zahlen auch mehr Klunker!), die sich im Item-Laden für Verbesserungen (Extra-Leben oder mehr Munition) verwenden lassen. Die Waffen-Modulationen hingegen sind kostenlos und verändern dabei die Schussart der Schuhe, sodass diese das Verhalten eines Lasers, einer Schrotflinte oder Maschinengewehrs annehmen können. Zudem wird beim Aufsammeln der Klunker ein wenig Lebensenergie regeneriert. Übrigens: Nach jedem absolvierten Level steht ein Gratis-Upgrade zur Verfügung, wodurch Drohnen, Zeitblasen (Zeit wird angehalten) und so weiter und so fort ins Spiel kommen und den Weg erleichtern.

Eine etwas coolere Variante die Edelsteine zu verwenden ist, verschiedene Stile freizuschalten. Wer beispielsweise den Felsen-Stil wählt, startet mit sechs statt vier Lebenspunkten, darf aber nach jedem Level nur aus zwei Upgrades wählen. Es gibt also immer ein gewissen „Trade-off“ zwischen Überlebensfähigkeit und Schaden.

Downwell versteht sich als Rogue-like und so kommt es natürlich nicht von ungefähr, dass alle vier Levels mitsamt ihren drei Unter-Bereichen bei jedem Spielstart zufällig generiert werden. Der Frustfaktor spielt einen ebenfalls hohen Faktor, denn sind alle vier Leben aufgebraucht, gilt es komplett von vorne zu starten. Speicherpunkte zwischendurch gibt es nicht. Wer allerdings weiß, wie der Hase läuft, kann Downwell innerhalb von 15-20 Minuten durchspielen. Anschließend gibt es noch einen Hard-Mode, der vor allem für frustresitente Naturen sehr gut geeignet sein dürfte.
Optisch wie auch akustisch gibt sich Downwell sehr alt. Der Schwarz-Weiß-Modus sowie die pixelige Optik locken sicherlich niemanden vor den Ofen – außer Retro-Fans, denn genau für die ist das Spiel wie gemacht. Für den kleinen Preis von drei Euro ist das aber insgesamt zu verschmerzen.

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[blockquote cite=”Patrick Winter”]Wer seine Reflexe trainieren möchte, eine gehörige Portion Frustresistenz besitzt und sich vor Herausforderungen nicht in die Hose macht wird beim Rogue-like der etwas anderen Art für knapp 3 Euro bestens bedient! Downwell mag zwar eine minimalistische Grafik besitzen, macht aufgrund seiner vier zufällig generierten Level und den vielen Hürden ungemein großen Spaß. Für eine Partie zwischendurch ist Downwell also durchaus empfehlenswert.
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… ist seit 2013 Redakteur bei Spieletester.com. Inzwischen leitet er die News-Redaktion und kümmert sich um die täglichen Nachrichten aus der Spielewelt. Er gehört zu den wenigen Spielern, die keine richtige Präferenz haben und das zocken, was ihnen gerade Spaß macht.

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